"Ohne zu fluchen wird das schwer"

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Wieder war alles angerichtet, wieder ging es schief.

Der Grand Prix von Monaco war für Daniel Ricciardo wie ein Schlag ins Gesicht. Und das tat noch von der Strategie-Watschn in Spanien weh, als er sich als Führender um den Sieg gebracht sah.

Das breiteste Grinsen im Fahrerfeld ist an diesem Nachmittag verschwunden.

Auf die Frage nach seinem Befinden kämpf der Pole-Setter mit seinen Gefühlen: "Ohne zu fluchen wird das schwer. Ich fühle mich wie von einem Truck überfahren. Zum zweiten Mal in Folge."

Während sich in Montmelo vor zwei Wochen über die Entscheidung der Red-Bull-Verantwortlichen trefflich streiten ließ, war die Sache diesmal eindeutig.

Kurzfristige Planänderung sorgt für Chaos

Als Ricciardo in Runde 32 zu seinem zweiten Stopp in die Box kam, war die Crew überfordert und hatte die Reifen nicht rechtzeitig parat.

Ursprünglich hatte das Team vor, auf Softreifen zu wechseln. Kurzfristig wechselte man die Strategie und wollte Supersofts anbringen. Blöd nur: Die gebrauchten Reifen aus Q2 waren weit hinten in der Garage verstaut.

Die ausgegebene Planänderung vom Kommandostand war schlichtweg in dieser kurzen Zeit nicht durchführbar. Der Australier kam letztlich knapp hinter Lewis Hamilton wieder auf die Strecke. 

Der Rest ist Geschichte.

"Ein menschlicher Fehler"

"Wir haben Mercedes den Sieg geschenkt. Schuld war schlechte Kommunikation, es war ein menschlicher Fehler", versuchte sich Motorsport-Berater Helmut Marko bei "Sky Sports F1" zu erklären.

"Es tut mir sehr leid, wir können uns nur bei ihm entschuldigen."

Damit ist es vorerst aber nicht getan, zumindest nicht für Ricciardo. "Nichts was ihr sagt, macht die Sache besser", richtete er in der Auslaufrunde über den Boxenfunk aus.

Lewis Hamilton gewinnt den GP von Monaco....

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...vor den Augen von Prinz Albert und Charlene...

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Die besten Bilder aus dem Fürstentum:

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Turbulentes Qualifying beim GP von Monaco!

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Am Ende hängt Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo die beiden Mercedes ab.

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Der Frust verflog auch nach der Siegerehrung nicht. 

"Ich war am Anfang vorne weg. Es war nicht meine Entscheidung, an die Box zu fahren. Sie sollten bereit sein. Derzeit habe ich einfach nichts Gutes zu sagen", brodelte es im sonst so fröhlichen 26-Jährigen.

Von seinem Team wollte er am Sonntag nichts mehr wissen: "Ich will nicht darüber reden, jetzt kann man nichts mehr erreichen. Ich will zur Hölle einfach nur raus hier."

Sein Ärger ist verständlich, hatte Ricciardo doch alle Trümpfe in der Hand: "Wir waren im Nassen schnell genug und sind dann ein unnötiges Rennen gegen Lewis gefahren. Ich war der Schnellste unter allen Bedigungen." 

"Ich hasse es, so zu sein"

Auch ein verzweifelter Angriff an der Hafenschikane sollte das Rennen nicht mehr drehen. Vielmehr rief er neuen Ärger hervor.

Ricciardo wollte sich vorbeizwängen, doch Hamilton machte vehement die Tür zu und drängte seinen Kontrahenten so ein wenig Richtung Leitplanke. Und das, obwohl er zuvor die Strecke abgekürzt hatte.

Die Rennleitung sah keine regelwidrige Aktion. Noch einmal sollte sich das Blatt nicht wenden.

Ricciardo wird noch ein paar Tage benötigen, um die letzten Rennen zu verdauen: "Ich hasse es, so zu sein. Ich bin in Monaco auf dem Podium und könnte glücklich sein, aber der Rennsieg war mehr als möglich. Zum zweiten Mal hintereinander."

 

Andreas Terler


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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