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Red Bull bricht nächsten Rekord: "Hat so viel Spaß gemacht"

Max Verstappen sichert seinem Team am Hungaroring fast spielerisch einen neuen Rekord, der in Spa noch weiter ausgebaut werden soll.

Red Bull bricht nächsten Rekord: Foto: © getty

Max Verstappen kommt dieser Tage aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

In beeindruckender Manier dominierte der zweifache Weltmeister den Großen Preis von Ungarn und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Insgesamt hat die Mannschaft aus Milton Keynes saisonübergreifend jetzt zwölf Grands Prix in Folge gewonnen - ein neuer Rekord.

"Das ist Geschichte! Eine fantastische Leistung", streute Teamchef Christian Horner seinem Schützling Rosen. 1988 hatte McLaren dank Ayrton Senna und Alain Prost elf Siege in Folge gefeiert, ganze 35 Jahre später knackt Red Bull nun diese unglaubliche Marke.

Marko: "Max ist ein Ausnahmekönner"

Dabei hatte es am Samstag noch so ausgesehen, als hätte Red Bull seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz etwas eingebüßt. Lewis Hamilton sicherte sich - wenn auch hauchzart - die Pole Position und verdrängte Verstappen von der Spitze. Im Rennen ließ der Niederländer den Wunsch nach einer knappen Angelegenheit allerdings schon nach wenigen Minuten im Keim ersticken.

Ein einziges Überholmanöver in Kurve eins reichte dem Weltmeister, um sich anschließend vom Feld abzusetzen und nie wieder gesehen zu werden. Am Ende führte Verstappen jede einzelne Runde des Grand Prix und kam mit über 33 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Lando Norris ins Ziel.

"Diese Souveränität, mit der Max dieses Rennen nach Hause gefahren ist, und diese Leichtigkeit zeichnen ihn einfach aus", ist Red-Bull-Konsulent Helmut Marko im "Sky"-Interview nach dem Rennen vom 25-Jährigen begeistert, "er ist ein Ausnahmekönner!"

Verstappen selbst feierte seinen neunten Sieg im elften Saisonrennen, den siebenten in Serie. Den dritten WM-Titel wird ihm wohl niemand mehr streitig machen können: "Es hat so viel Spaß gemacht, das zu fahren", jubelte er im Ziel.

"Über eine Runde war es ein bisschen schwierig, aber heute hatten wir ein Auto, das auf jedem Reifen gut war. Wir konnten auf den Reifenverschleiß achten, und das hat den Unterschied ausgemacht", so der Niederländer, "Für das Team sind zwölf Siege in Folge einfach unglaublich, die letzten zwei Jahre waren unglaublich. Hoffentlich können wir diesen Schwung noch lange beibehalten."

Spa-Francorchamps sollte Red Bull noch mehr liegen

Ein Ende der Red-Bull-Dominanz scheint auch in naher Zukunft nicht in Sicht, zumal mit Sergio Perez auch der zweite Fahrer langsam wieder aus seinem Formloch findet. Von Platz neun aus gestartet schnupperte der Mexikaner kurz sogar an Platz zwei, darf jedoch auch mit dem dritten Platz und der Ernennung zum Fahrer des Tages zufrieden sein.

"Er ist ein sehr gutes Rennen gefahren mit einigen harten Überholmanövern", lobt Marko den zuletzt viel kritsierten Perez. "Er hatte dann beim Überrunden etwas Pech, dass er von der Ideallinie abgekommen ist und diese Gummiröllchen nicht mehr vom Reifen bekam. Dadurch konnte er Norris nicht mehr attackieren", reflektiert der 80-Jährige.

Generell ist er von seinem zweiten Fahrer weiterhin überzeugt, dass er ein sehr guter Racer sei, sei ohnehin klar: "Er kann es. Das Selbstvertrauen muss halt nur im richtigen Moment auch vorhanden sein. Der neunte Platz im Qualifying war eh schon eine Verbesserung", merkt Marko leicht schmunzelnd an.

Ein Ausblick auf das nächste Rennen in Spa-Francorchamps hört sich für die Konkurrenz eher ernüchternd an: "Die Streckenführung sollte unserem Auto eigentlich besser liegen. Es gibt viele schnelle Kurven, viel Aerodynamik", meint der Österreicher.

Läuft alles nach Plan, wird Red Bull den neuen Rekord also noch weiter ausbauen können.


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