Mercedes verklagt Ingenieur wegen Datendiebstahls

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Mercedes sieht sich mit einem Spionagevorfall im eigenen Team konfrontiert.

Das Daimler-Tochterunternehmen Mercedes AMG High Performance Powertrains, das die Motoren herstellt, hat laut "Bloomberg" im Oktober Klage gegen Benjamin Hoyle eingereicht. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Daten illegal kopiert zu haben.

Interessanterweise hat Hoyle mitgeteilt, das Team Ende 2015 verlassen zu wollen. Später erfuhr man, dass er sich Konkurrent Ferrari anschließen wollte. Nun soll er gesperrt werden.

Vertrauliche Daten vom Ungarn-GP

Bei den vertraulichen Daten soll es sich beispielsweise um einen Rennbericht zum Grand Prix von Ungarn 2015 handeln. Darin enthalten seien Daten zur Haltbarkeit der Motoren, zu Schäden und zu Codes zur Dechiffrierung.

Nachdem Hoyle den Silberpfeilen mittelte, dass er seinen im Dezember auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, zog man ihn von allen Formel-1-Projekten ab. Auch alle entsprechenden Daten wurden von seinem Notebook enfernt.

Ferrari würde "unrechtmäßigen Vorteil" erhalten

Laut Mercedes habe er sich danach noch einmal Zugang zu dem vertraulichen Material verschafft und diese kopiert. Nachdem diese Aktion aufgeflogen war, habe er diese aber wieder gelöscht. Die Klage reichte Mercedes dennoch ein, um zu erwirken, dass man auch wirklich die gesamten gestohlenen Daten wiederbekommt.

"Das Unternehmen hat rechtliche Schritte eingeleitet, um sein geistiges Eigentum zu schützen", heißt es dazu in einem Statement von Mercedes. Zudem soll Hoyle eine Arbeitssperre erhalten, um frühestens nach der Saison 2016 bei Ferrari zu arbeiten. Diesbezüglich spricht man von einem "unrechtmäßigen Vorteil", den die Italiener sonst erhalten würden.

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