Kaltenborn über Monaco: "Crash inakzeptabel"

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Im Schweizer "Blick" nimmt Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn zum teaminternen Unfall im Monaco-GP Stellung.

"Der Crash unserer Fahrer ist inakzeptabel. Das haben wir intern und extern klar angesprochen", so Kaltenborn, die keine Schuldzuweisung vornehmen will: "Die bringen nichts. Dass Teamanweisungen nicht befolgt werden, geht nicht. Ebenso wenig riskante Überhalmanöver."

Felipe Nasr hatte die Anweisung, Marcus Ericsson vorbeizulassen, ignoriert. In der Folge krachte der Schwede beim Überholversuch ins Auto seines Teamkollegen.

"Werden Lösung finden"

Für Sauber stellt der Team-Crash jedenfalls den Tiefpunkt einer bisher schwierigen Saison dar. Dem Team fehlt Geld, der sportliche Erfolg bleibt aus.

Kaltenborn will dennoch nicht von einem Ende des Teams sprechen: "Wir sind ein Motorsport-Unternehmen, das man zweiteilen muss. Die ein Seite ist die sportliche, da stehen wir nicht dort, wo wir sein sollten. [...] Die andere Seite ist die komerzielle. Da sind wir wie jedes andere normale mittelständische Schweizer KMU - und hier müssen auch für uns die gleichen Regeln gelten. Wir sind nicht verpflichtet, alles offen zu legen, vor allem nicht unsere internen Angelegenheiten."

Immer wieder wurde in dieser Saison spekuliert, dass Sauber die Löhne der Angestellten nicht bezahlt habe. Kaltenborn meint dazu nur: "Wir werden auch diesmal, wie zuletzt immer, eine Lösung finden. Die Verzögerungen sind ärgerlich. Aber wir haben in dieser schwierigen Situation niemanden entlassen. Die Löhne wurden, wenn auch mit einer bedauerlichen Verzögerung, immer bezahlt."

F1 "wird nochmals teurer"

Beim Thema Geld gibt sich die Teamchefin weiterhin kämpferisch. Sie fordert eine fairere Verteilung des TV-Geldes: Die kleineren Teams sollen mehr vom "Kuchen" bekommen.

"Die Geldverteilung und die Privilegien bei der Erstellung der Regeln sind eine Wettbewerbsverzerrung." Ein Beispiel sind die neuen Autos für 2017: "Es wird nochmals teurer, weil die großen Teams bestimmen, wohin die Reise geht."

LAOLA1 ist jetzt auf WhatsApp:

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare