"Die F1 ist interessanter als Pokemon"

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Vor dem GP von Singapur äußern sich erstmals die Fahrer zum Verkauf der Formel 1 an den Medienkonzern Liberty Media. Die Reaktionen sind durchwegs positiv.

"Was ich bisher gesehen habe, ist, dass sie jüngeres Publikum für die Sportarten interessieren. Das ist etwas, was wir unbedingt brauchen. Das Durchschnittsalter ist viel zu hoch, wenn man bedenkt, dass wir einen 18-jährigen Fahrer haben", meint Jenson Button. 

Der McLaren-Pilot hofft, wieder vermehrt jungen Menschen für die Königsklasse begeistern zu können und untermauert dies mit einer Anekdote: 

"Ich war im Einkaufszentrum, plötzlich liefen alle Leute in eine Richtung. Und wisst ihr warum? Pokemon! Da waren 2000 Leute, die alle in eine Richtung durch das Einkaufszentrum und über die Straße gingen, weil es dort ein Pokemon gab", schildert Button.

"Ich weiß nicht, wozu man die braucht, aber ist die Formel 1 nicht interessanter als das? Sie sollte es sein! Ich denke sie ist es. So viele Leute lassen sich für etwas begeistern, das nicht einmal wirklich da ist. Daher denke ich, dass wir die Formel 1 wieder interessanter machen können. Und Liberty Media hat da die Erfahrung, wie sie das machen müssen", glaubt der Brite, der auch das Interesse der neuen Besitzer, historische Strecken im Kalender zu behalten, für wichtig hält.

"Es kann nur besser werden"

Auch Carlos Sainz macht sich nach der Übernahme große Hoffnungen: "Ich klinge ein bisschen negativ, aber ich denke, es kann nur besser werden - für die Fans, für die Medien, für alle. Eine neue Firma, die mit neuer Motivation die Dinge besser machen will, kann nur gut sein. Ich bin positiv gestimmt und denke, wir bewegen uns in die richtige Richtung. Hoffentlich gelingt es, junge Fans über Social Media anzuziehen", sagt der Toro-Rosso-Pilot.

Nico Rosberg sieht es ähnlich: "Es ist sicherlich gut. Die Welt verändert sich stark und manchmal ist es gut, frische Luft reinzubringen. Eine neue Gruppe Leute mit neuen Ideen, das ist cool, vor allem da sie Amerikaner sind. Die Amerikaner sind oft einen Schritt voraus bei Technologie und TV und machen wirklich gute Arbeit, das sieht vielversprechend aus."

"Dass es amerikanische Besitzer sind, ist ziemlich cool. Amerikaner wissen, wie man eine gute Show produziert, wenn du dir nur den Superbowl oder NASCAR ansiehst. Da können wir für das Publikum einiges verbessern", hofft auch Romain Grosjean auf den US-Faktor.  

Alonso will helfen

Fernando Alonso pflichtet seinen Kollegen bei und bietet den neuen Besitzern gleich seine Hilfe an. "Sie haben Erfahrung. Sie scheinen eine gute Berichterstattung zu machen. Alle Sportarten, die sie übertragen sind attraktiv und daher denke ich, dass ihre Sichtweise und ihre Ideen sehr gut in unseren Sport passen. Ich sehe eine gute Zukunft. Wir hoffen alle das Beste und sind bereit zu helfen, falls es nötig ist", sagt der Spanier.

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