Alonso: "Gegen den Instinkt eines Rennfahrers"

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Fernando Alonso holt vor dem GP von Ungarn zum Rundumschlag gegen die Formel 1 aus.

Der McLaren-Pilot kritisiert vor allem die aktuelle Technik und Reifen. "Wir können die Autos nie an ihrem Limit bewegen, weil die Reifen es nicht zulassen. Fährst du zu schnell, überhitzen sie. Gibst du zu viel Gas, überschreitest du den zulässigen Benzinverbrauch", sagt der Spanier zu "Autosprint".

"Um in der heutigen Formel 1 schnell zu sein, musst du nicht mehr attackieren. Das ist total gegen den Instinkt eines Rennfahrers."

Alonso fühlt sich unterfordert

Im Gegensatz zu seinen Anfangsjahren in der Königsklasse fühlt sich der zweifache Weltmeister heute fast unterfordert. "Früher brauchtest du nach zehn Runden eine zweistündige Massage. Jetzt kannst du 150 Runden fahren und dir läuft hinterher kaum der Schweiß. Das Fahren ist mit den Autos von heute aus diesem Grund einfach weniger befriedigend. Diese Situation macht mich nicht besonders glücklich", spricht Alonso Klartext.

Die Hoffnungen des Spaniers, dessen Vertrag bei McLaren Ende der Saison 2017 ausläuft, ruhen deshalb auf dem neuen Reglement, das in der kommenden Saison in Kraft tritt. "Viele Dinge werden sich nächstes Jahr ändern, und ich hoffe, dass die Freude am Fahren zurückkehrt und wieder zum ausschlaggebenden Faktor wird."

F1-Ausstieg möglich

Sollte das nicht der Fall sein, könnte Alonso aus der Formel 1 aussteigen. "Wenn ich sehe, dass sich die Formel 1 weiterhin in eine andere Richtung entwickelt als die, die ich in der Vergangenheit gekannt und geliebt habe, könnte ich auch andere Alternativen in Erwägung ziehen und die Formel 1 verlassen", stellt der 34-Jährige klar. Er könne sich vorstellen, dann in Le Mans oder beim Indy 500 an den Start zu gehen.


Nico Rosberg stellt den Kurs in Budapest vor:

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