Senegalesin wird neue FIFA-Generalsekretärin

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Die senegalesische Diplomatin Fatma Samoura wird neue Generalsekretärin der FIFA.

Das bestätigt Weltverbands-Präsident Gianni Infantino im Rahmen des FIFA-Kongresses am Freitag in Mexiko-Stadt.

Samoura arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen, derzeit ist sie Vertreterin des Entwicklungsprogramms der UN in Nigeria. Eine Verbindung zum Fußball hat sie bisher nicht. 

Samoura ist die erste Frau in diesem Amt.

Infantino hatte angekündigt, den wichtigen Posten noch in diesem Sommer zu besetzen. Nun wurde die Personalie schon im Council des Weltverbandes am Freitagmorgen in der mexikanischen Hauptstadt behandelt. Der FIFA-Präsident war zuletzt unter Druck geraten, da die Suche nach dem Top-Manager viel Zeit beanspruchte. 

Mächtigste Frau in der FIFA

"Ich habe mir Zeit gelassen. Ich habe nicht in der Öffentlichkeit gesucht. Weil dies sorgfältig entschieden werden musste", sagte Infantino nun. Im neuen Führungsdiagramm der FIFA ist der Posten des Generalsekretärs mit der meisten Macht ausgestattet. Samoura wird die Tagesgeschäfte des Weltverbandes führen und ist für alle strategischen Entscheidungen zuständig. Infantino selbst hatte diese Aufgabenverteilung als ein Architekt der FIFA-Reformen befürwortet.

Seit 1904 kamen alle FIFA-Generalsekretäre aus Europa. Der bisherige Generalsekretär Jerome Valcke hatte seinen Posten wegen Korruptionsverdacht räumen müssen. "Ich glaube, diese Rolle passt perfekt zu meinen Fähigkeiten und Erfahrungen", wurde Samoura in einer FIFA-Mitteilung zitiert. Die Geschäfte will sie Mitte Juni aufnehmen. Zuvor muss sie sich noch dem eingeführten Integritäts-Check unterziehen.

"Ich will eifrig eine Rolle spielen"

"Die FIFA hat einen neuen Ansatz ihrer Arbeit - und ich will eifrig eine Rolle spielen, damit der Ansatz effektiv und dauerhaft ist", sagte Samoura. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen. Derzeit ist die 54-jährige Vertreterin des Entwicklungsprogramms der UN in Nigeria. "Sie ist daran gewöhnt, große Organisationen zu leiten und große Budgets zu verwalten", sagte Infantino über Samoura.

"Besonders wichtig für die FIFA ist, dass sie weiß, dass Transparenz und Rechenschaftspflicht im Zentrum jeder gut geführten und verantwortungsbewussten Organisation stehen müssen", sagte Infantino.

Samoura wird zur Top-Verdienerin unter den hauptamtlichen FIFA-Angestellten. Der entlassene Valcke bekam vergangenes Jahr 1,94 Millionen Euro. Der Franzose steht weiter unter Korruptionsverdacht. Zuletzt führte der Deutsche Markus Kattner die FIFA-Geschäfte auf Interimsbasis. Er ist eigentlich FIFA-Finanzdirektor.

 

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