Verfahren gegen Blatter und Platini

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FIFA-Ethikrichter Hans-Joachim Eckert hat nach Vorliegen des Abschlussberichtes offiziell ein Verfahren gegen die vorläufig suspendierten Joseph Blatter und Michel Platini eingeleitet.

Im Dezember soll mit einem Urteil zu rechnen sein.

Sowohl der FIFA-, als auch der UEFA-Präsident wurden von ihrem Ämtern enthoben, da ihnen eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Franken aus dem Jahr 2011 zur Last gelegt wird. Das Duo, welches seine Unschuld beteuert, wird nun von den FIFA-Richtern angehört.

Sperre von bis zu sieben Jahre möglich

Details der Anklageschrift wurden nicht publik. Laut Informationen aus der Umgebung der Ethikkommission, droht beiden eine Sperre zwischen fünf und sieben Jahren.

Hintergrund der Affäre ist eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken, die Blatter 2011 an Platini geleistet hatte. Beide behaupten, dass das Geld für Beratertätigkeiten angewiesen wurde, die Platini von 1999 bis 2002 für die FIFA geleistet haben soll.

Wahl ohne Platini?

Für Blatter, der ohnehin auf dem außerordentlichen Kongress am 26. Februar 2016 als Präsident des Fußball-Weltverbands abtreten will, wäre das wohl das Ende seiner Ära - für UEFA-Boss Platini wäre der Weg auf den FIFA-Thron versperrt.

Erst am 8. Oktober hatte dieselbe FIFA-Kammer mit Chung Mong-joon einen anderen Präsidentschaftskandidaten für sechs Jahre gesperrt.

Die Ermittlungen gegen den Südkoreaner waren im Jänner 2015 eröffnet worden, ihm werden Verstöße gegen vier Artikel des FIFA-Ethikcodes im Zusammenhang mit Südkoreas gescheiterter Bewerbung für die WM 2022 zur Last gelegt.

Reihe an Vorwürfen

Der Fußball-Weltverband wird derzeit vom größten Korruptionsskandal seiner Geschichte erschüttert.

Ins Rollen gebracht haben den Fall im Mai die USA, die gegen zahlreiche FIFA-Vertreter sowie Führungskräfte von Sportmedien und Vermarktungsunternehmen Anklage erhoben haben.

Ihnen wird organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Bestechung zur Last gelegt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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