Europacup-Sperre für Galatasaray Istanbul

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Die UEFA greift in Sachen Financial Fairplay durch und spricht deshalb eine einjährige Europacup-Sperre gegen Galatasaray Istanbul aus.

Der türkische Spitzenklub habe laut Medien-Berichten gegen die finanziellen Auflagen der Vereinbarung verstoßen.

Die Elf, die nach einer 0:2-Niederlage am Sonntag bei Gaziantepspor auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen ist, muss sich zudem einen neuen Trainer suchen. Mustafa Denizli warf am Dienstag nach nur drei Monaten Amtszeit das Handtuch.

Strafe wird "notfalls" vertagt

Die Sperre gilt für die kommenden beiden Saison 2016/17 und 2017/18, teilte die UEFA in einer Aussendung mit.

Nach aktuellem Stand ist Galatasaray als Tabellenfünfter der türkischen Süper Lig nicht im Europacup 2016/17 dabei, womit die Sperre dann erst 2017/18 effektiv würde. Bis 2017 muss der Klub außerdem noch seine Ausgaben für Spieler reduzieren.

Die UEFA hatte Galatasaray bereits 2014 mit einer Geldstrafe belegt, da die Türken gegen Finanzauflagen verstoßen hatten. Deshalb wurde der Traditionsclub nun als Wiederholungstäter eingestuft und mit einer einjährigen Europacup-Sperre sanktioniert.

Schwierige Zeiten voraus

Bereits Mitte Jänner hatte die UEFA mitgeteilt, dass der Fall Galatasaray wegen der wiederholten Verstöße gegen das von der UEFA verordnete Financial Fairplay an die rechtssprechende Kammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs weitergeleitet worden sei.

Vereinspräsident Dursun Özbek hatte daraufhin in einer Pressekonferenz verkündet, dass dem Verein eine Europacup-Sperre von mindestens einem Jahr drohe.

Vergangene Woche war eine von Özbek angeführte Delegation des Vereins in Nyon, um bei der UEFA vorstellig zu werden und für eine mildere Strafe zu plädieren. Doch es half nichts. Nun stehen dem Verein schwere Zeiten bevor. Da durch die ausbleibende Europacup-Teilnahme eine wichtige Einnahmequelle wegfällt, dürften sich die Finanzprobleme des 20-fachen türkischen Champions weiter verschärfen.

Sportlich enttäuschend

Erst am Dienstag war Denizli als Galatasaray-Trainer zurückgetreten. Unter dem 66-Jährigen, der sein Amt erst im vergangenen November angetreten hatte, rutschte der Klub zuletzt in der Meisterschaft auf Rang fünf ab.

Der Rückstand auf Spitzenreiter Fenerbahce beträgt bereits 16 Punkte. Außerdem schied Galatasaray am vergangenen Donnerstag im Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Lazio Rom aus.

Bis Saisonende wird der bisherige U21-Coach Orhan Atik die Profi-Mannschaft von Galatasaray betreuen.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare