Warum Karabakh, Ümit Korkmaz?

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Ümit Korkmaz hat alle überrascht. Nach seinem Abgang vom SKN St. Pölten unterschreibt der zehnfache ÖFB-Teamspieler beim FC Karabakh Wien.

Der Klub aus Kaiserebersdorf ist eben erst in die Regionalliga Ost aufgestiegen. "Ich will einfach wieder Spaß am Fußball haben", begründet der 31-Jährige seine Entscheidung im LAOLA1-Interview.

Trainer Volkan Kahraman freut sich: "Wir sind sehr froh, so ein Kaliber in der Mannschaft zu haben. Jeder im Verein, auch ich als Trainer, kann von ihm profitieren."

Die Wiener haben mit Daniel Wolf, Osman Bozkurt, Sertan Günes und Coskun Kayhan weitere prominente Kicker verpflichtet. Mit Fernando Zanon aus dem Nachwuchs des FC Santos, Elvin Badalov von Neftchi Baku, Dmytro Nagiev von Dnjepropetrowsk und Turgay Gemicibasi vom FC Gütersloh werden auch einige Legionäre verpflichtet.

Korkmaz spricht über seine Zeit in St. Pölten, seine Pläne mit Karabakh und verrät, warum es aus einer Rapid-Rückkehr nichts mehr wird.

VIDEO: So lief das Spiel ohne Abseits:

(Interview beginnt unter dem Video!)


LAOLA1: Wie hat Karabakh dich überredet, in die Ostliga zu wechseln?

Ümit Korkmaz: Es kam ein konkretes Angebot, ich habe es mir zu Herzen genommen und einfach zugesagt. Ich kenne die Mannschaft und das Trainerteam.

LAOLA1: Von der höchsten Spielklasse in die dritte Liga. Ein Abstieg?

Korkmaz: Absolut nicht! Für mich muss ein Verein an die Zukunft denken und das tut Karabakh. Ich möchte wieder Erfolgserlebnisse haben. Das ist eine sehr gute Mannschaft, ein sehr gutes Team mit allem drum und dran. Das kann nur Spaß machen.

"Vielleicht waren meine Leistungen in St. Pölten auch nicht okay"

LAOLA1: Du bist nicht der einzige hochkarätige Zugang. Drückt sich der Klub damit nicht den Stempel des Titelfavorits auf?

Korkmaz: Nein. Mal schauen, wo wir am Ende der Saison stehen. Aber natürlich hat der Verein mit solchen Neuzugängen die Absicht, es wieder eine Liga weiter nach oben zu schaffen.

LAOLA1: Hast du eine Stammplatz-Garantie?

Korkmaz: Das hatte ich noch nie in meiner Karriere. Das wird es auch nie geben. Ich muss mir meinen Platz erkämpfen.

LAOLA1: Ist dieser Wechsel in die Regionalliga ein kurzer Schritt zurück, um dann wieder in der Bundesliga anzugreifen oder deutet er schon auf den Herbst deiner Karriere hin?

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Korkmaz: Ich will einfach wieder Spaß am Fußball haben, will um den Aufstieg spielen, Punkte holen und Erfolgserlebnisse haben. Mit Karabakh habe ich die Möglichkeit dazu. Man sagt ja: Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne machen zu können.

LAOLA1: Heißt das, du hattest in letzter Zeit keinen Spaß am Fußball?

Korkmaz: Oja, eigentlich schon. Es gibt Mannschaften, die versuchen, die Liga zu halten, und es gibt Mannschaften, die oben mitspielen. Karabakh ist ein Team, das oben mitspielt. Ich wollte ein Teil davon sein.

LAOLA1: Warum hat es in St. Pölten nicht so geklappt, wie du dir das vorgestellt hast?

Korkmaz: Da gibt es einige Gründe, aber die will ich nicht nennen. Ich will niemanden kränken. Eigentlich war es ganz okay, ich hatte mit dem Trainer und dem Präsidium gar kein Problem. Es sind manche Sachen passiert, die nicht sein sollten. Vielleicht waren meine Leistungen auch nicht okay. Wir haben uns friedlich getrennt.

LAOLA1: Karabakh hat Alphatiere wie Sertan Günes, Osman Bozkurt und dich geholt. Wer hat denn da das Sagen?

Korkmaz: Wir kennen uns ja nicht erst seit gestern. Ich habe keine Sorgen, dass wir nicht harmonieren.

LAOLA1: Dem Verein werden von außen nicht gerade viele Sympathien zugetragen. Wurdest du damit schon konfrontiert?

Korkmaz: Dem einen oder anderen kommt das vielleicht komisch vor, wenn eine Mannschaft so schnell hochkommt, dauernd Meister wird. Wir müssen Profis genug sein, um da drüberzustehen. Wir wollen uns immer positiv präsentieren, damit die Leute ein Herz für Karabakh gewinnen.

LAOLA1: Du bist 2008 von Rapid weggegangen. Der damalige Präsident Rudolf Edlinger hat gesagt, du kannst jederzeit zurückkommen. Glaubst du, wird das nochmal was in deiner aktiven Karriere?

Korkmaz: Ich denke nicht, nein. Ich werde jetzt 32 Jahre alt. Viele Mannschaften haben ihr Konzept und ihren Stil geändert. Vielleicht passe ich da nicht mehr rein.

LAOLA1: Wie siehst du die Situation von Rapid?

Korkmaz: Ich bin ein Rapidler, bin dort aufgewachsen und Meister geworden. Ich wünsche dem Klub nur das Beste – den Meistertitel. Was kann man von Rapid verlangen außer dem Meistertitel und den Cup-Sieg?

Textquelle: © LAOLA1.at

Ümit Korkmaz heuert bei FC Karabakh Wien an

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