ÖFB-Damen vor erstmaliger Quali für Großereignis

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Österreichs Fußball-Nationalteam der Damen könnte mit einem Sieg gegen Israel (Montag, 19 Uhr) quasi das Ticket für die EM-Endrunde 2017 in den Niederlanden buchen.

"Die Arithmetik ist sehr kompliziert, da für das finale Ranking der Gruppenzweiten die Ergebnisse gegen die Gruppenletzten herausgerechnet werden. Ein Sieg gegen Israel würde unsere direkte EM-Teilnahme zu 90 Prozent fixieren", so Teamchef Dominik Thalhammer.

Es wäre die erstmalige Teilnahme der ÖFB-Damen an einem Großereignis.

Mit der abschließenden Partie am 20. September in Wales hätte seine Elf noch einen "zweiten Matchball".

Zu erwarten ist aber, dass zu dem Zeitpunkt bereits die EM-Teilnahme fix in der Tasche ist. Neben den acht Gruppensiegern qualifizieren sich ja auch die sechs besten Zweitplatzierten direkt für die Endrunde. Die beiden anderen Gruppenzweiten duellieren sich im Play-off um den letzten Startplatz.

Selbstvertrauen getankt

Alles andere als ein voller Erfolg von ÖFB-Rekordtorschützin Nina Burger und Co. in der Heimstätte von Erste-Liga-Aufsteiger SV Horn wäre am Montag eine große Überraschung, liegt Israel doch mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen sieglos am Tabellenende der Gruppe 8.

Österreich hat demgegenüber nach sechs Partien 13 Zähler auf dem Konto und damit genauso viele wie Leader Norwegen, der aufgrund des besseren direkten Vergleichs am Ende bei Punktegleichheit voranliegen würde.

Mit dem 2:2 in Norwegen tankten die ÖFB-Kickerinnen zuletzt viel Selbstvertrauen.

Vor Israel gewarnt

Israel wird trotzdem nicht auf die leichte Schulter genommen, vor allem auch da es auswärts im Herbst 2015 nur einen mühevollen 1:0-Sieg gegeben hatte.

"Israel ist ein schwer zu spielender Gegner, der nach vorne sehr wenig bis gar nichts tun will. Das Team hat die Geduld, bis zur letzte Sekunde auf einen Lucky Punch zu warten. Das spricht schon sehr für sie. Ich kenne kaum eine Mannschaft, die so eine große Geduld aufbringt", analysierte Thalhammer.

Nur fünf Gegentore in fünf Spielen zeugen von einer guten Defensivarbeit.

Deshalb erwarte seine Mannschaft, der die gelbgesperrte Katharina Schiechtl fehlt, auch ein hartes Stück Arbeit. "Man braucht gegen sie ein hervorragendes Positionsspiel und muss die Außenlinien perfekt besetzen. Das ist uns auswärts nicht immer so gelungen, deshalb hatten wir auch Probleme", so Thalhammer.

Ein Sieg würde sein Jubiläum versüßen, sitzt er doch zum 50. Mal in einem Länderspiel auf der Trainerbank.

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