Reals Madrids Copa-Aus ist beschlossen

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Der spanische Verband (RFEF) schließt Real Madrid wie erwartet aus der Copa del Rey aus.

Das Schiedsgericht entscheidet dies nach dem nicht berechtigten Einsatz von Denis Cheryshev in der 4. Runde bei Cadiz (3:1) in erster Instanz. Reals Argument (Cheryshev wurde nicht persönlich vom Verband informiert) wird von Richter Francisco Rubio abgelehnt.

Die "Königlichen" können Einspruch gegen das Urteil einlegen und bei Ablehnung sogar noch vor das höchste spanische Sportgericht TAD ziehen.

Fauxpas führt zu Aus

Schuld an dem Ausschluss ist der Einsatz von Cheryshev beim 3:1-Sieg in Cadiz. Der Russe stand am Platz, obwohl er in der Vorsaison als Leihspieler beim FC Villareal drei Gelbe Karten im Pokal gesehen hatte und deshalb nicht spielberechtigt gewesen wäre.

Der Drittligist legte in der Folge Einspruch gegen den Einsatz des 24-Jährigen ein. Der ÖFB-Nachwuchsteamspieler Philipp Lienhart feierte beim Auswärtssieg in der 4. Copa-Runde als erster Österreicher sein Debüt bei den Profis von Real Madrid.

"Real hat sich korrekt verhalten"

Real-Präsident Florentino Perez hatte noch am Donnerstag angekündigt, dass der Club einen Ausschluss anfechten würde. Die Madrilenen begründeten ihre Haltung damit, dass Cheryshev, den Real in der vorigen Saison an Villarreal ausgeliehen hatte, die Sperre vom Verband nicht persönlich mitgeteilt worden sei.

Damit sei die Sanktion nicht wirksam gewesen. "Real hat sich korrekt verhalten", meinte Trainer Rafael Benitez. Der Verband wies die Argumentation der Madrilenen zurück. Der Spieler und die spanischen Vereine seien über die Sperre ordnungsgemäß informiert worden, betonte das RFEF-Sportgericht.

Hohn und Spott für Real-Führung

Die Aufstellungspanne hatte in den spanischen Medien eine Welle von Hohn und Spott über die Real-Führung ausgelöst. Die Sportpresse wies darauf hin, dass der Verband alle Clubs regelmäßig über die Sperren von Spielern informiere. Der Verband hielt sich an die Linie, die er im vorigen Jahr in einem ähnlichen Fall eingeschlagen hatte. Damals hatte der Zweitligist Osasuna einen nicht spielberechtigten Profi eingesetzt und war deshalb aus dem Wettbewerb ausgeschlossen worden.

Wenn der Ausschluss von der Berufungsinstanz bestätigt wird, droht Real nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein finanzieller Schaden. Die Panne schwächte auch die Position des Trainers, dessen Stuhl nicht erst seit dem 0:4-Heimdebakel der Madrilenen gegen den FC Barcelona wackelt. Zu allem Übel ist Benitez "Wiederholungstäter". Als Valencia-Coach hatte er im Cup 2001/2002 gegen Novelda regelwidrig vier Nicht-EU-Ausländer auf dem Platz. Das Spiel wurde 0:3 gewertet.

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