Sponsoring kurios: Für jedes Top-Team ein Chinese

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile, SC Interwetten.com, Keine-Sorgen-Arena, und so weiter.

In puncto ausgefallener Sponsorings konnte bisher Fußballösterreich niemand das Wasser reichen.

Das ist jetzt anders.

Im Land von Österreichs EURO-Gegner Portugal wurde nun ein Deal abgeschlossen, der die Grenzen des gewöhnlichen Sponsorings und damit auch des bisher Vorstellbaren sprengt.

Alles dreht sich um die Firma "Ledman Optoelectronic", eine Firma, die für Licht- bzw. LED-Lösungen aller Art bekannt ist.

Zehn Spieler, drei Co-Trainer

Wie am Dienstag bekannt wird, steigt "Ledman" als offizieller Sponsor der zweithöchsten Spielklasse in Portugal ein, die ab sofort "Ledman Proliga" heißen wird. So weit, so gewöhnlich. 

Nun wird es speziell. Teil des Abkommens zwischen Sponsor und Liga ist es, dass ab sofort zehn chinesische Spieler bei den besten zehn Teams der Liga spielen müssen.

Darüber hinaus müssen auch drei Assistenz-Trainer aus China in der Spielklasse einen Job bekommen. 

Alle Spieler müssen auch zu einer gewissen Einsatzeit kommen, um ihre Entwicklung zu garantieren.

Millionenschwere Transfers

In einer offiziellen Stellungnahme von "Ledman" und der portugiesischen Liga wird von einem "weiteren Schritt der Erholung der zweiten Liga" gesprochen. Der portguiesische Fußballverband (LPFP) habe den Deal noch nicht bestätigt, dies soll aber demnächst erfolgen.

Dass die Liga von diesem Deal finanziell profitieren dürfte, scheint klar. Jüngste Transfers, wie jener von Gervinho von der AS Roma zu Hebei China Fortune um 15 Millionen Euro oder der von Geuvanio vom FC Santos zu Tianjin Quanjian (ein Zweitligist!) um elf Millionen, unterstreichen die monetären Möglichkeiten des Reichs der Mitte. 

WM-Quali schaffen, WM ausrichten, WM gewinnen

Dem Thema Fußball wird in China seit geraumer Zeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Im vergangenen Jahr hat Staatspräsident Xi Jinping einen 50-Punkte-Plan veröffentlicht, der das Land zu einer Fußballweltmacht machen soll.

50.000 Leistungszentren sollen errichtet werden und Lehrbücher für alle Altersklassen sollen für einen Fußball-Boom in China sorgen. 

Der Plan des mächtigsten Chinesen ist klar: "Ich habe drei Wünsche: China soll sich für eine WM qualifizieren. China eine WM austragen und China soll eine WM gewinnen."

Um diese Ziele zu erreichen, ist man offensichtlich zu allen Maßnahmen bereit. Und Portugals Fußball macht dankbar mit.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare