Dragovic: Die Wahrheit über die vielen Gerüchte

Aufmacherbild
 

Es erinnert an „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Kaum ist Transferzeit, geistert der Name Aleksandar Dragovic in den Gazetten herum wie kein zweiter österreichischer Fußballer.

Ein Wechsel zu Manchester United soll unmittelbar bevor gestanden haben, Schalke wurde Interesse attestiert, auch Inter Mailand und Leicester City wurden mehrfach als Interessenten genannt.

Die Transferzeit ist mittlerweile beendet, doch der ÖFB-Legionär steht immer noch auf der Payroll von Dynamo Kiev. Wie kommt’s?

„Es stimmt nicht immer alles, was geschrieben wird“, erklärt der 24-Jährige im Gespräch mit LAOLA1. Vieles wurde spekuliert, doch schlussendlich gab es keine konkrete Offerte der genannten Vereine.

Für Dragovic, der mit den Ukrainern im CL-Achtelfinale auf Manchester City trifft, in der Meisterschaft punktegleich hinter Shakhtar auf Platz zwei liegt und im „Kubok“, dem nationalen Pokalbewerb, in der Runde der letzten Acht steht, kein Problem.

Dragovic: Keine Gespräche mit Manchester United, Schalke und Co.

„Ich habe mich voll auf die erste Periode im Trainingslager fokussiert“, stellt er klar, ab sofort genießt die zweite seine Konzentration. Am Mittwoch fliegt „Drago“ nach Spanien, wo sich sein Klub auf die kräftezehrende Rückrunde vorbereitet.

Vertragsverhandlungen mit den eingangs erwähnten Vereinen verneint er klar. „Ich hatte mit keinem einzigen Gespräche geführt.“ Es erstaunt immer immer wieder aufs Neue, dass solche Meldungen wie Pilze aus dem Boden schießen.

„Da frage ich mich, wo das herkommen kann?“, rätselt der Innenverteidiger und bedauert die unzähligen Falschmeldungen. „Es ist ein bissl schade, dass so viele Gerüchte um mich geschrieben werden. Mittlerweile bin ich mit der ganzen Welt in Verbindung gebracht worden.“

Dazu stellt er klar, wer für ihn der beste Spieler und Trainer der Welt ist: Bild 1 von 30
Im Tor: Manuel Neuer (FC Bayern). Bild 2 von 30
Dragovic: "Er hat wenig zu tun, aber wenn doch, dann hält er überragend. Außerdem ist er spielerisch sensationell gut, er agiert fast wie ein Libero." Bild 3 von 30
In der Abwehr setzt Dragovic auf eine Viererkette. Rechts hinten fällt seine Wahl auf Dani Alves (FC Barcelona). Bild 4 von 30
"Er ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber er läuft und läuft und läuft." Wie auch sein Pendant auf links, aber dazu etwas später mehr. Bild 5 von 30
Im Zentrum ist ein Mann gesetzt: Raphael Varane von Real Madrid. Bild 6 von 30
"Mein Vorbild", erklärt Dragovic. "Varane ist spielerisch und physisch einfach top!" Bild 7 von 30
Und der zweite Innenveteidiger in der Top-Elf? "Da wähle ich mich", lacht er. "Nein, nur ein Spaß." Bild 8 von 30
Die Wahl fällt ihm schwer und wäre vergangene Saison noch auf Vincent Kompany (Manchester City) gefallen. "Da war er top, jetzt ist er aber oft verletzt." Bild 9 von 30
Daher stellt der ÖFB-Verteidiger Jerome Boateng vom FC Bayern auf die zweite Innenverteidigerposition. Bild 10 von 30
"Er spielt hervorragend von hinten raus und ist sehr schnell", begründet Dragovic seine Wahl. Bild 11 von 30
Nun aber zum Linksverteidiger: Hier entscheidet er sich für seinen Nationalteam-Buddy David Alaba und damit einen weiteren Star des FC Bayern. Bild 12 von 30
"Es ist wie bei Alves, nur dass David viel jünger ist: Er hat sieben Lungen und läuft den Platz auf und ab." Bild 13 von 30
Das Mittelfeld besetzen vier Spieler. Vorab sei verraten: Es ist eine sehr offensive Ausrichtung. Ein Fixpunkt als Defensivstabilisator ist für "Drago" Sergio Busquets (FC Barcelona). Bild 14 von 30
"Spielerisch ist er sensationell, dazu auch immer anspielbar", streicht der Wiener die Qualitäten des Spaniers hervor. Bild 15 von 30
Die Zentrale besetzt neben Busquets ein weiterer Spanier: Thiago Alcantara vom FC Bayern. Bild 16 von 30
"Ich stehe halt auf die spielerischen Typen", sagt Dragovic, der von der Ballbehandlung des Edeltechnikers fasziniert ist. Bild 17 von 30
Auf den Flügeln setzt er auf die wohl besten Kicker der Gegenwart. Da wäre einerseits Cristiano Ronaldo (Real Madrid). Bild 18 von 30
"Zu ihm muss man nichts sagen, er steht für sich", findet Dragovic. Bild 19 von 30
Als zweiten Flügelspieler kommt nur einer in Frage: Barca-Superstar Lionel Messi. Bild 20 von 30
"Auch über ihn muss man nicht viele Worte verlieren. Er ist ein Gottes-Geschenk!" Bild 21 von 30
Eine Frage ist jetzt natürlich Pflicht. Und wen hältst du für den Besseren, Aleks? Bild 22 von 30
"Ronaldo ist ein Arbeiter, ein fleißiger Trainierer. Aber Messi ... er ist der Bessere, einfach der Beste der Welt." Bild 23 von 30
Bleiben noch zwei Plätze im Sturmzentrum, wovon einer für PSG-Topstar Zlatan Ibrahimovic reserviert ist. Bild 24 von 30
Die körperliche Verfassung des Schweden imponiert dem Dynamo-Kiev-Legionär am meisten: "Er ist physisch überragend." Bild 25 von 30
Last but not least entscheidet sich Dragovic für einen weiteren, den bereits fünften Bayern-Giganten: Robert Lewandowski. Bild 26 von 30
"Auch er ist physisch stark, dazu hält er die Bälle hervorragend", bescheinigt ihm Dragovic. Und: "Er hat eine super Technik." Bild 27 von 30
Bleibt nur noch ein Platz offen, jener auf der Trainerbank. Bild 28 von 30
Hier gibt es für Dragovic keine zwei Meinungen, sofort legt er sich fest: Pep Guardiola (FC Bayern) ist DIE Trainer-Koryphäe schlechthin. Bild 29 von 30
"Er ist definitiv der Beste. Pep wechselt seine Formationen ständig, er kann im Spiel immer umschalten. Wie Bayern spielt, ist überragend. Was man so hört, erfindet er den Fußball immer wieder neu. Er ist einfach genial!" Bild 30 von 30

EURO 2016 als "gutes Schaufenster"

Wirklich abgeneigt von einem Transfer scheint er allerdings nicht. Zwar betont der 24-Jährige gebetsmühlenartig, dass er sich in Kiev pudelwohl fühlt und mit dem Traditionsverein große Ziele verfolgt, doch seinen Vertrag, der bis 2018 datiert ist, wird er wohl nicht erfüllen.

Dragovic visiert den Sommer an, um den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu nehmen. „Ich fühle mich jetzt bereit“, lässt er keinen Zweifel daran. Im Hinterkopf sei immer, dass die EURO unmittelbar vor der Tür steht. „Das ist ein gutes Schaufenster.“

Zwanghaft nach einem neuen Arbeitgeber zu suchen, kommt für ihn aber nicht in Frage. „Ich will mir keinen Druck machen.“ Kein Wunder, stehen doch diverse Kracher auf dem Programm, ehe sich das Transferfenster neuerlich öffnet.

Dragovic hat genaue Vorstellungen

Während einige Spieler etwa nach China wechseln, um dort das private Festgeldkonto schnellstmöglich prall zu füllen und (wenige) andere einem Verein die ewige Treue schwören, hat Dragovic andere Vorstellungen, wie ein Wechsel über die Bühne gehen sollte.

„Es muss das Gesamtpaket passen. Es bringt mir nichts, wenn ich zu einem Topklub komme und nur meine drei Spiele in der Saison mache.“ Die Konkurrenz ist überall stark, nur wer permanent Leistungen auf Topniveau bringt, wird sich durchsetzen.

„Ich will der Beste werden. Das bin ich aber noch nicht, dafür trainiere ich sehr, sehr hart."

Aleksandar Dragovic

David Alaba lobt seinen Nationalteam-Spezi 

Dass er alle Anlagen hat, um auch in einer Topliga zu bestehen, haben zahlreiche Experten des Öfteren bestätigt. Zuletzt hat ihn Nationalteam-Spezi David Alaba als „einen der Besten“ auf seiner Position bezeichnet.

„Es ehrt mich, wenn David so etwas sagt“, freut sich der 24-Jährige über das Lob seines Freundes. Auf den Lorbeeren ausruhen – das ist aber nicht die Sache des Aleks Dragovic. „Ich will der Beste werden“, lautet seine Devise.

„Das bin ich aber noch nicht, dafür trainiere ich sehr, sehr hart. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht, aber dann kann ich mir wenigstens nichts vorwerfen.“ Seine Einstellung ist vorbildlich, was auch den großen Klubs nicht entgeht.

 

Gespräche gibt's, "wenn was am Tisch kommen sollte"

Dragovic ist sich bewusst, sich weiter steigern zu müssen, um dauerhaft Eindruck zu hinterlassen. „Ich versuche mich weiterzuentwickeln, um irgendwann bei einem Topklub zu landen wie David.“

Ganz billig dürfte der potenzielle neue Brötchengeber nicht davon kommen. „Transfermarkt“ spuckt einen Marktwert von 13 Millionen Euro für den Wiener aus, sein Verein will Berichten zufolge sogar 34 Millionen.

Summen, mit denen sich der Betroffene selbst nicht auseinander setzen will. „Es weiß keiner, wie viel ich am Ende des Tages wirklich wert bin.“ Bislang blieben Offerte aus, an Spekulationen beteiligt er sich grundsätzlich nicht.

„Wenn was auf den Tisch kommen sollte, werde ich das mit dem Präsidenten bereden. Bis dahin lässt mich das alles kalt.“ Die Gerüchteküche wird allerdings weiter brodeln …

Christoph Nister

LAOLA Meins

Aleksandar Dragovic

Verpasse nie wieder eine News ZU Aleksandar Dragovic!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare