"Er ist die Zukunft von Juventus"

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Italien - Land der Pizza, Pasta und des schönen Lebens.

Gleichzeitig bringt der Stiefel aber seit jeher die besten Verteidiger der Welt hervor. Man denke nur an Giacinto Facchetti, Franco Baresi, Paolo Maldini, Alessandro Nesta oder Fabio Cannavaro.

Einer der nächsten, der sich in diese Liste einreihen wird, ist Juve-Talent Daniele Rugani. Zumindest, wenn man den Trainern der beiden aktuell besten Serie-A-Klubs Glauben schenken darf.

„Er ist die Zukunft von Juventus“, sagt Massimiliano Allegri. Maurizio Sarri fügt hinzu: „Er wird im italienischen Fußball eine wichtige Rolle spielen.“

>>>Coppa Italia: Inter vs. Juventus, ab 20:45 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv<<<

Keine Spielminute verpasst

Unter dem aktuellen Napoli-Coach entwickelte sich der 21-Jährige bei Empoli zu einem der besten Innenverteidiger Italiens. Zunächst in der Serie B, nach dem Aufstieg im Oberhaus.

Als einziger Feldspieler verpasste Rugani in der letzten Saison keine einzige Spielminute. Diese Konstanz ist für einen jungen Spieler wie ihn bemerkenswert.

Noch eindrucksvoller mutet jedoch ein anderer Umstand an: Der Defensivspieler kam in diesen 2160 Minuten ohne Gelbe Karte aus.

Der Junge mit dem Verteidiger-Gen

Rugani ist kein Verteidiger, der durch spektakuläre Grätschen auffällt. Letzte Saison machte er im Schnitt nur 1,3 Tacklings pro Spiel. Der Junge aus der Toskana löst die gefährlichen Situationen stattdessen schon, bevor es brenzlig wird.

Der 21-Jährige imponiert mit einem Stellungsspiel, das so manchen Routinier vor Neid erblassen lässt. Es scheint ihm geradezu ein Verteidiger-Gen von Natur aus innezuwohnen, denn schon als Kind soll er gewusst haben, wie man sich defensiv am besten positioniert.

„Es reichte, wenn wir ihn als Verteidiger hatten. Auf diese Weise konnte der Rest angreifen“, erzählt Alessandro Giometti, der Generalsekretär von Ruganis Heimatverein Atletico Lucca.

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Arsenal, Chelsea und ManUnited wollten ihn

Es dauerte nicht lange, bis der FC Empoli auf ihn aufmerksam wurde. Dort durchlief er nahezu alle Jugendauswahlen, ehe ihn Juventus 2012 auslieh und 50 Prozent seiner Transferrechte erwarb.

Zwar spielte der 1,90-m-Hüne ab 2013 wieder für seinen Stammklub aus der Toskana, doch nachdem sich die „Alte Dame“ um fünf Millionen Euro auch die zweite Hälfte seiner Rechte kaufte, übersiedelte er im letzten Sommer fix in die Fiat-Stadt.

Bis 2020 unterschrieb er bei Juve, das damit englischen Interessenten wie Arsenal, Chelsea und Manchester United ein Schnippchen schlug.

 

Richtig abgebrüht, obwohl erst 21 Jahre alt
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Lernen von Bonucci, Chiellini und Barzagli

Seitdem Rugani in Turin ankam, läuft es jedoch nicht mehr so richtig. Erst acht Einsätze verbuchte er in dieser Serie-A-Saison. Das mittlerweile schon als legendär geltende Innenverteidiger-Trio aus Leonardo Bonucci, Giorgio Chiellini und Andrea Barzagli ist beim Serienmeister noch immer gesetzt.

Da muss sich der Jungspund, den Antiono Conte zuletzt ins Nationalteam berief, hinten anstellen. „Er ist noch jung und kam mit nur einer einzigen Serie-A-Saison hierher. Bei Juve sind einige der besten Spieler Europas vor ihm. Zudem muss er sich an ein komplett neues Spielsystem anpassen“, sagt sein Coach Allegri.

Rugani sieht die Sache positiv. Schließlich kann er von seinen routinierten Kollegen so einiges lernen. In einem „Gazzetta“-Interview erklärt das Abwehrtalent, welche Eigenschaften er sich gerne von Bonucci, Barzagli und Chiellini abschauen würde: „Bei Bonucci bewundere ich seine Persönlichkeit. Er ist so selbstbewusst, wenn er den Ball nach vorne spielt. Barzaglis Konzentration ist unglaublich. Er hält sie das gesamte Match über aufrecht. Und bei Chiellini will ich mir die Entschlossenheit abschauen.“

Gegen Inter will er es allen zeigen

Fehlende Entschlossenheit wurde dem 21-Jährigen heuer schon manchmal Male zur Last gelegt. Denn seine seltene Gelben Karten werden auch als Schwäche interpretiert. Seine Spielweise beinhalte zu wenig Aggressivität, sagen einige.

Genau jenen Kritikern will Rugani im Coppa-Halbfinalrückspiel gegen Inter (ab 20:45 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv) zeigen, aus welchem Holz er schnitt ist. Schon am Sonntag kam er beim 2:0-Liga-Sieg gegen Inter aufgrund Chiellinis Verletzung 54 Minuten zum Einsatz.

Im Coppa-Semifinale, dessen Hinspiel die Turiner mit 3:0 gewannen, wird das Mega-Talent in der Startelf stehen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dies bei Juve regelmäßig der Fall sein wird.

Denn Rugani ist die Zukunft.

 

Jakob Faber

 

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