Stoke: Klub der Champions-League-Sieger

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Welcher Klub hat mehr Champions-League-Sieger im Kader als Arsenal, Liverpool und Manchester City zusammen?

Richtig, Stoke City.

Marko Arnautovic ist bei den „Potters“ also in bester Gesellschaft. Mit dem ÖFB-Legionär, Xherdan Shaqiri, Ibrahim Affelay, Bojan Krkic und Marc Muniesa spielen fünf ehemalige CL-Gewinner bei Stoke.

Zwar konnte nur einer von ihnen (Afellay wurde bei Barcelona 2011 im Endspiel gegen ManUnited in der Nachspielzeit eingewechselt) auch einen Finaleinsatz verbuchen, dennoch zeigt dieser kuriose Fakt die positive Entwicklung des Vereins.

Vor einigen Jahren noch galt Stoke als ständiger Abstiegskandidat, der sich nur durch schmutzigen Fußball mit vielen hohen Bällen in der Premier League halten konnte. Mittlerweile jedoch haben sich die "Potters" unter Mark Hughes als sogenannte "Mid-Table-Side" etabliert. Die Offensive zeigt technisch anspruchsvollen Fußball, an dem sich in dieser Saison schon Chelsea (1:0), ManCity (2:0) und zuletzt auch ManUnited (2:0) die Zähne ausbissen.

Für die ehemaligen Supertalente Arnautovic, Shaqiri, Affelay und Krkic wurde Stoke zum Klub der zweiten Chance. Alle vier haben gemeinsam, dass sie früh gehypet und schnell wieder abgeschrieben wurden. Unter Trainer Hughes können sie nun zeigen, was sie wirklich drauf haben. LAOLA1 stellt Stokes fünf CL-Sieger vor:

MARKO ARNAUTOVIC (CL-Sieger mit Inter 2010)

„Habe ich die Champions League gewonnen oder du?“, soll Arnautovic in der Bremen-Kabine zu Torsten Frings gesagt haben, als dieser den Sitzplatz des ÖFB-Legionärs beansprucht hatte. Dabei hat der 26-Jährige für Inter in der Saison 09/10 gerade einmal drei Spiele bestritten. Von solchen Geschichten hat sich Arnautovic aber sowieso längst distanziert. „Ich fühle mich nicht als Champions-League-Sieger“, stellte der Flügelspieler in einem Interview mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ klar. Mit starken Leistungen bei Stoke will sich der Wiener, dessen Vertrag bei den „Potters“ bis 2017 läuft, für einen erneuten Wechsel zu einem Top-Klub empfehlen. In dieser Saison gelang das bisher recht gut. Gegen die namhaftesten Vereine der Liga lieferte er seine besten Leistungen ab. Tore gegen Tottenham, Chelsea, ManCity und zuletzt ManUnited beweisen dies. Agiert Arnautovic weiterhin in dieser Form, scheint das Erreichen des Ziels nur eine Frage der Zeit. Mit starken Auftritten bei der EURO in Frankreich würde er freilich zusätzlich Eigenwerbung betreiben.

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Marko Arnautovic

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BOJAN KRKIC (CL-Sieger mit Barca 2009 und 2011)

Manche verglichen ihn einst sogar mit Lionel Messi. Als 17-Jähriger gab er 2007 sein Debüt für den FC Barcelona. Bis heute ist er der jüngste Spieler, der für die Katalanen jemals in der Champions League gespielt hat. Ein Jahr später lief er erstmals für die spanische Nationalmannschaft auf. Es sollte das einzige Mal bleiben. Denn entgegen vieler Prophezeiungen konnte sich der 1,70 m große Stürmer bei Barca nicht durchsetzen. Mit Trainer Pep Guardiola wurde er nie so richtig warm. Nach der Verpflichtung von Alexis Sanchez zog Bojan im Sommer 2011 die Reißleine und wechselte zur Roma. „Ich habe mich nicht von Pep verabschiedet, nur von denen, die mich gut behandelt haben“, soll er damals gesagt haben. In der italienischen Hauptstadt blieb er viel schuldig. Auch bei den folgenden Stationen (AC Milan, Ajax Amsterdam) floppte er. Erst nachdem er Barca endgültig verlassen und bei Stoke unterschrieben hatte, ging es mit der Karriere wieder aufwärts. „Ich musste die Nabelschnur trennen“, sagte Bojan rückblickend. Nach einem Kreuzbandriss zu Beginn des Jahres hat sich der 25-Jährige mittlerweile bei den „Potters“ als unumstrittene Stammkraft etabliert. Vielleicht wird es doch noch etwas mit der großen Karriere.

XHERDAN SHAQIRI (CL-Sieger mit Bayern 2013)

17 Millionen Euro blätterte Stoke für Shaqiri im Sommer hin. Mit ihm gewannen die „Potters“ in der Offensive noch einmal an Qualität hinzu. Der muskelbepackte Flügelflitzer, der sich ausgezeichnet mit Teamkollege Arnautovic versteht, lehrt den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten. Bereits beim FC Basel zeichneten den Schweizer seine Dribbling-Fähigkeiten aus. Drei Mal holte er mit dem FCB die Schweizer Meisterschaft, nur um 2012 zu einem anderen FCB zu wechseln. Bei den Bayern kam der heute 24-Jährige aber nie an Franck Ribery und Arjen Robben vorbei. In 81 Spielen scorte der 51-fache Internationale zwar immerhin 36 Scorer-Punkte, doch letztendlich fehlte ihm das Zeug zum Stammspieler. Deswegen gaben ihn die Münchner an Inter ab, das ihn nach nur einem halben Jahr an Stoke weiterverkaufte. Dort läuft sein Vertrag bis 2020. Shaqiri will mit Stoke hoch hinaus.

Klub CL-Sieger Anzahl
Chelsea Terry, Cahill, Mikel, Ramires, Ivanovic, Pedro 6
Stoke Arnautovic, Bojan, Muniesa, Afellay, Shaqiri 5
ManUnited Carrick, Rooney, Valdes, Mata, Schweinsteiger 5
Liverpool Sturridge 1
Arsenal Cech 1
ManCity Y. Toure 1

IBRAHIM AFFELAY (CL-Sieger mit Barca 2011)

Im Jänner 2011 heimste der FC Barcelona viel Lob für seine Verpflichtung ein. Nur drei Millionen Euro zahlten die Katalanen für den damals 24-Jährigen. Ein Schnäppchen. Was danach folgte, konnte jedoch niemand voraussehen. Nach einem erfolgreichen erstem Halbjahr mit vielen Einsätzen und dem Gewinn der Champions League riss sich Affelay im September 2011 das Kreuzband. Es war der Anfang vom Ende. Eine Muskelverletzung, die er sich bei seiner Leih-Station auf Schalke zuzog, setzte ihn fast eineinhalb Jahre außer Gefecht. Auch bei Olympiakos stoppten ihn in der letzten Saison mehrere kleinere Verletzungen. Nun versucht der 29-Jährige bei Stoke, das ihn ablösefrei von Barca verpflichtete, einen Neuanfang. Bisher bestritt das „Babyface“ nur drei Spiele über die volle Spielzeit, doch Hughes will ihn behutsam aufbauen. Bleibt er von weiteren Verletzungen verschont, kann der 51-fache niederländische Internationale seine Karriere vielleicht doch noch einmal auf Touren bringen.

MARC MUNIESA (CL-Sieger mit Barca 2009)

Wie Bojan hat auch er das Handwerk beim FC Barcelona gelernt. Der U21-Europameister gab 2009 sein Debüt bei den Katalanen. Nachdem der damals 17-Jährige gegen Osasuna eingewechselt wurde, saß er nur eine Woche später beim Champions-League-Finale auf der Bank. Von dort aus sah er, wie sein Team ManUnited 2:0 besiegte. Insgesamt bestritt er aber nur vier Spiele für die erste Mannschaft der „Blau-Grana“. Nachdem ihn im Herbst 2012 ein Kreuzbandriss gestoppt hatte, wechselte er im darauffolgenden Sommer von der zweiten Mannschaft Barcas direkt zu Stoke. Seitdem fungiert der Innenverteidiger, der eine der ersten Verpflichtungen von Trainer Hughes war, bei den „Potters“ als Ergänzungsspieler. 

 

Jakob Faber

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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