Ex-Referee Kinhöfer: "Habe es selbst erlebt"

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In Deutschland wird über das Verhalten der fünf Spieler des SV Darmstadt diskutiert, die gegen Bayer Leverkusen (1:2) in den Schlussminuten Gelb gesehen haben, nur um gegen den FC Bayern gesperrt zu sein.

Ex-Referee Thorsten Kinhöfer spricht nun in der "Bild" über eine Praxis, die durchaus gängig sei: "Ich habe es selbst mal erlebt, dass ein Spieler während des Spiels zu mir sagte: Ich brauche eine Gelbe Karte, dann bin ich nach der Länderspielpause gesperrt und habe länger frei."

Der 47-Jährige sieht Schiedsrichter in so einer Siuation relativ machtlos: "Was willst du da als Schiri machen? Ich habe ihn nur gebeten, wenigstens aufzupassen, dass er niemanden verletzt. Gelb bekam er dann wegen Ballwegschlagens."

Kinhöfer ist sich der Problematik so eines Verhaltens bewusst, meint aber: "Es war offensichtlich. Aber man kann es ja nicht beweisen, deshalb möchte ich das auch nicht bewerten. Aber natürlich hat das ein Geschmäckle."

Darmstadt-Coach Dirk Schuster bestreitet jedenfalls, seinen Spielern aufgetragen zu haben, sich eine Verwarnung und damit eine Sperre abzuholen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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