Vastic: "Ich mache mir keinen Druck mehr"

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Toni Vastic muss wohl oder übel ein neues Team unterstützen.

Derrick Rose hat die Chicago Bulls verlassen und bei den New York Knicks angeheuert.

„Auch wenn ich Bulls-Fan bin, werde ich mir ziemlich sicher sein neues Trikot kaufen“, grinst der Admira-Stürmer im Gespräch mit LAOLA1. Kein Wunder, ist der NBA-Star doch sein großes Vorbild.

Derrick Rose
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Sie haben auch etwas gemeinsam, nämlich eine Leidenszeit nach Kreuzbandriss. „Wie er mit seinen Verletzungen überhaupt umgegangen ist, da kann man sich schon etwas abschauen“, sagt Vastic.

Auch er selbst kam nach schwerer Verletzung zurück und gab vergangene Woche beim 1:1 in der ersten Europa-League-Quali-Runde gegen Spartak Myjava sein Comeback nach fast einem Jahr.

„Es war sehr cool, wenn auch nicht einfach nach so langer Zeit. Ich habe natürlich noch viel Luft nach oben, die Spielpraxis fehlt einfach. Aber ich lasse mir Zeit, muss jetzt nicht 15 oder 20 Tore machen.“

Nach seinem guten Saisonstart vor einem Jahr, als der 23-Jährige in fünf Partien zwei Mal traf und ein Tor auflegte, musste Vastic fortan zusehen, wie seine Mannschaft sensationell die Liga aufmischte.

"Ich konnte mir wirklich Zeit nehmen"

Admiras Erfolgslauf war auch für den Zuschauer ein Glück. So bitter es wohl war, nicht aktiv daran beteiligt sein zu können, umso besser konnte Vastic seine Verletzung auskurieren.

„Es war gut, dass wir erfolgreich waren, weil relativ schnell klar war, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben würden. So konnte ich mir wirklich Zeit nehmen, alles in Ruhe ausheilen zu lassen.“

Ein Kreuzbandriss bedeutet für einen Profi im Normalfall sechs Monate Pause. Das ist allerdings die Mindestzeit. Idealerweise wartet man acht oder neun Monate, um das Risiko entsprechend zu minimieren.

Der Sohn von Österreichs erstem EURO-Torschützen aller Zeiten, Ivica Vastic, ließ sich in Linz von ÖSV-Arzt Jürgen Barthofer operieren. Nach langer Pause fühlt sich Vastic nun auch wieder sehr wohl am Platz.

„Ich hätte auch schon gegen Ende der vergangenen Saison wieder spielen können, etwa im Cup-Finale, aber wir gingen lieber auf Nummer sicher, weil es eben nicht notwendig war“, so Vastic weiter.

Auch in dieser Saison will sich der US-Sport-Fan gedulden. „Ich werde nicht die Liga zerschießen, jetzt geht es darum, von Tag zu Tag mehr Sicherheit zu bekommen und zu alter Stärke zu finden.“

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Vastic gibt sich und klingt ruhig. Auch wenn er mit 23 Jahren zu den jüngeren Fußballern gehört, hat der Angreifer in seiner Zeit bei Blackburn, den Bayern oder der SV Ried schon einiges erlebt.

„Man wird älter und macht sich nicht mehr so viel Druck“, so der Kicker mit dem berühmten Nachnamen.

"Ich bin Toni, und nicht Ivica"

„Das war in Ried vielleicht noch anders. Ich bin als Vastic gekommen, war und bin aber Toni, und nicht Ivica. Ich spiele mein Spiel und muss auch meinen Weg gehen“, so der Junior, dessen Bruder Tin (14) im Admira-Nachwuchs spielt und bereits für Kroatien und Österreich Länderspiele absolvierte (Toni: „Für welche Nation er sich letztlich entscheiden wird, das weiß ich nicht“).

Das war in Ried vielleicht noch anders. Ich bin als Vastic gekommen, war und bin aber Toni, und nicht Ivica. Ich spiele mein Spiel und muss auch meinen Weg gehen.

Der gebürtige Wiener fühlt sich bei der Admira wieder so richtig zu Hause nach seinen Wander-Jahren. „Ich bin mit 16 ins Ausland gegangen, hier habe ich meine Freunde und Familie um mich, kann mich voll auf Fußball konzentrieren“, so Vastic, der auch Oliver Lederer lobt.

„Er ist ein toller Trainer, von dem man viel lernen kann, auch menschlich. Das Schöne hier ist: Wir kämpfen nicht nur Fußball, wir spielen auch Fußball. Das ist eine wirklich gute Mischung hier.“

Mit der soll am Donnerstag (17 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) der Aufstieg gegen Spartak Myjava gelingen. Im Hinspiel reichte es nur zu einem 1:1. „Wir brauchen auswärts ein Tor und so gehen wir auch ins Spiel. Wir sind die bessere Mannschaft, das hat man im Hinspiel gesehen“, zeigt sich der Stürmer optimistisch.

Vastic wird dabei wieder vorerst auf der Bank Platz nehmen. Das macht nichts. Dabei sein ist dieser Tage alles.



Dreierkette über mögliche EURO-MVPs:


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