Austria verliert Heimspiel gegen Spartak Trnava

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Bitterer Europacup-Abend für Austria Wien: Gegen Spartak Trnava setzt es in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation eine 0:1-Heimpleite.

Das wichtige Auswärtstor gelingt den Slowaken 16 Sekunden nach Wiederanpfiff, als Robert Tambe einen schnellen Angriff nach Vorlage von Ivan Schranz abschließt.

Auf Seiten der Veilchen lässt vor allem Larry Kayode zahlreiche Möglichkeiten liegen, doch auch die Gäste klopfen bereits vor der Pause gefährlich an.

Die violette Schlussoffensive bringt nichts ein.

Offener Schlagabtausch

Die Veilchen zeigten eine couragierte Leistung, scheiterten jedoch an ihrer schwachen Chancenverwertung.

Das Rückspiel findet in einer Woche in der Slowakei statt, die Wiener sind zum Siegen verpflichtet, um in das Playoff einzuziehen.

Die 6.835 Fans im Happel-Stadion sahen von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Die Austria hatte mehr Ballbesitz und fand zunächst auch die besseren Chancen vor.

Olarenwaju Kayode hatte die erste Möglichkeit, als er den Tormann der Slowaken, Adam Jakubech, von der Toroutlinie aus düpieren wollte (7.). Der starke Schlussmann konnte allerdings zur Ecke klären.

Austria am Drücker

Später hätte Kayode dann die Führung erzielen müssen, nachdem er ein Missverständnis in der Hintermannschaft der Gäste ausgenutzt hatte. Er überspielte den Keeper, brachte den Ball aber aus spitzem Winkel nicht mehr im leeren Tor unter (19.).

Wer sich einen mauernden Gegner erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Spartak in der 25. Minute, als ein Querpass von Ivan Schranz erst in letzter Sekunde von Petar Filipovic geklärt werden konnte.

Dann war erneut die Austria am Drücker. Zunächst legte Kayode den Ball zu weit an Jakubech vorbei (28.), dann fälschte er einen Holzhauser-Schuss derart gefährlich ab, dass er das Tor nur knapp verfehlte (29.).

Austria im Glück

Kurze Zeit später hatten die Wiener aber großes Glück. Trnava spielte nach Balleroberungen schnell in die Spitze und brachte die Innenverteidigung der Wiener einmal mehr in Bedrängnis.

In der 33. Minute verunglückte eine Kopfabwehr von ÖFB-Teamgoalie Robert Almer, Tambe verfehlte aber mit seinem Volleyschuss das leere Tor aus gut 20 Metern.

Kurz darauf besserte der Austria-Kapitän seinen Fehler wieder aus. Schranz tauchte allein vor Almer auf, dieser bewahrte die Veilchen aber zunächst noch vor einem Rückstand (36.).

Kalte Dusche nach Wiederanpfiff

Die zweite Hälfte begann mit einer kalten Dusche für die Gastgeber. Vom Anpfiff weg ging es für Trnava über den rechten Flügel, von wo aus Schranz mit einer scharfen Hereingabe Tambe in Szene setzen konnte.

Der Kameruner hatte in weiterer Folge keine Probleme, das wichtige Auswärtstor zu erzielen (46.). Erneut machten dabei die Innenverteidiger der Wiener keine gute Figur. Filipovic kam einen Schritt zu kurz, um den Pass abzufangen, und Lukas Rotpuller gab nicht mehr als ein Begleitservice für Tambe ab.

So vielversprechend die Wiener offensiv in der ersten Hälfte aufgetreten waren, umso enttäuschender war die Darbietung im zweiten Abschnitt.

Kayode und Friesenbichler vergeben Ausgleich

Erst in der 77. Minute hatte Kayode die erste nennenswerte Chance nach dem Rückstand. Er fand aber erneut in Jakubech seinen Meister.

Auch das letzte Duell dieses Spiels fand zwischen diesen beiden Akteuren statt. Erneut hieß der Sieger Jakubech, weil Kayode alleinstehend vergab. Auch dem in der Schlussphase eingewechselten Kevin Friesenbichler wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.

FK Austria Wien - Spartak Trnava 0:1 (0:0)
Ernst-Happel-Stadion, 6.835, SR Tudor (ROU)

Tor 0:1 (46.) Tambe

Austria: Almer - Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko - Holzhauser, Serbest - Venuto, Kehat (61. Grünwald), Pires (72. Tajouri) - Kayode (85. Friesenbichler)

Spartak: Jakubech - Kadlec, Gressak, Godal, Hornik - Bello, Sloboda - Schranz, Halilovic (61. Jirka), Mikovic (88. Yao) - Tambe (72. Paukner)

Gelbe Karten: Keiner bzw. Sloboda, Godal, Halilovic, Tambe, Kadlec, Schranz, Yao

Die Analyse des Auftakts in der Dreierkette:


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