Starke Zahlen, viel Lob

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Eine Viertelstunde war noch zu spielen im Selhurst Park, als die Tottenham-Fans ernsthafte Bedenken überkamen.

Jan Vertonghen musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. An der Stelle des Belgiers kam Kevin Wimmer ins Spiel. Den Neuzugang hatten sie zwar ein paar Mal in der Europa League und im FA-Cup gesehen, was er wirklich kann, vermochten sie aber noch nicht abzuschätzen.

Rund einen Monat später sind all die Bedenken weg. Vor vier Wochen stellten sie sich die Frage: Was machen wir ohne Vertonghen? Nun lautet die Frage: Was machen wir, wenn Vertonghen wieder fit ist?

"Ein schlauer Spieler"

Wimmer hat sich nämlich in die Herzen der Fans gespielt. Konstant starke Leistungen, exzellente Zahlen, staubtrockenes Innenverteidiger-Spiel – das gefällt.

„Er hat seine Reife gezeigt. Er ist ein schlauer Spieler und hat genug Qualität, um für uns zu spielen“, lobt Trainer Mauricio Pochettino den Oberösterreicher. Sechs Pflichtspiele in Folge hat der 23-Jährige zuletzt in der Startelf bestritten, fünf wurden gewonnen. Lediglich vier Gegentreffer haben die „Spurs“ in dieser Phase kassiert.

Insgesamt waren es in Europa League und Premier League elf Partien, die Wimmer mittlerweile für seinen neuen Klub bestritten hat. Toby Alderweireld, Eric Dier und Federico Fazio waren dabei seine Nebenmänner in der Innenverteidigung. „Die Kommunikation war immer gut“, hat Pochettino beobachtet.

Die beste Passquote im Kader

Zudem wird der argentinische Coach zufrieden festgestellt haben, dass Wimmer seine Vorgabe – ruhiger Spielaufbau von hinten weg – ausgezeichnet umsetzt. 391 Pässe hat der ÖFB-Teamverteidiger gespielt, 357 kamen bei einem Mitspieler an.

Seine Passquote von 91,3 Prozent ist die beste aller Tottenham-Spieler in der laufenden Saison. Wenn Wimmer doch lange Pässe spielt, sind es zumeist Seitenwechsel. Auch in dieser Hinsicht besticht er durch Präzision. 64 Prozent der langen Bälle, insgesamt waren es 50, sind angekommen.

Er ist ein ruhiger Typ, abseits des Feldes aber ziemlich lustig

Toby Alderweireld

Doch damit der starken Zahlen nicht genug. Frei nach dem Motto „wer tackeln muss, ist vorher schlecht gestanden“ hat Wimmer in der Meisterschaft noch kein einziges Tackling zu Buche stehen, im Europacup nur fünf. Dafür beeindruckt er mit 2,4 abgefangenen Bällen pro 90 Minuten.

Viel Lob von den Kollegen

Nebenmann Alderweireld sagt: „Er hat das bis jetzt gut gemacht. Er fühlt sich wohl mit dem Ball, weiß, wie wir spielen müssen und wir haben eine gute Verbindung. Er ist ein ruhiger Typ, abseits des Feldes aber ziemlich lustig. Er arbeitet immer hart, auch, als er nicht gespielt hat.“

Dem zum Zuschauen verdammten Vertonghen sind die starken Vorstellungen seines Ersatzmannes ebenfalls nicht verborgen geblieben: „Ich wusste schon immer, dass er ein sehr guter Spieler ist. Das bringt mich dazu, mich selbst noch weiter zu verbessern.“

In der Länderspielpause Ende März wird die Rückkehr des Belgiers erwartet. Bis dahin hat Wimmer noch Zeit, Pochettino davon zu überzeugen, dass er nicht so einfach aus der Startelf genommen werden kann.


Harald Prantl

LAOLA Meins

Kevin Wimmer

Verpasse nie wieder eine News ZU Kevin Wimmer!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare