Benzema aus Nationalteam verbannt

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Paukenschlag bei Les Bleus: Karim Benzema wird suspendiert.

Der Real-Stürmer fliegt aufgrund seiner Verwicklung in die Erpressungs-Affäre rund um ein Sexvideo von Teamkollege Mathieu Valbuena aus der französischen Nationalmannschaft. 

"Benzema darf nicht mehr nominiert werden. Er ist weder für den Länderspieltermin im März noch für die EURO verfügbar, solange die Sache nicht geklärt ist", verkündet Verbandspräsident Noel Le Graet. Teamchef Didier Deschamps habe die Entscheidung akzeptiert.

Benzema meldete sich am Abend via Twitter zu Wort. Er "respektiere die Entscheidung und habe Vertrauen in unseren Präsidenten Noel Le Graet", schrieb der Stürmer von Real Madrid.

Lange Haftstrafe droht

Valbuena war im Juni mit der Veröffentlichung eines Sex-Videos bedroht worden, falls der Profi von Olympique Lyon nicht 150.000 Euro zahle. Benzema wird der Komplizenschaft mit den Haupttätern beschuldigt. Ihm drohen mindestens fünf Jahre Haft.

"Ich habe das beschlossen, es ist eine Entscheidung des Präsidenten der FFF und nicht vom Exekutiv- oder Ethikkomitee", betonte Le Graet in Paris. Valbuena ("Er ist das Opfer") sei keinesfalls von ähnlichen Maßnahmen bedroht. "Er kann natürlich einberufen werden", erklärte Le Graet. Das nächste Spiel bestreitet Frankreich im März 2016.

Benzema beteuert Unschuld

Den Ausschluss von Benzema aus der Equipe Tricolore hatten in den vergangenen Tagen unter anderem Premier Manuel Valls und auch der Boss der Profiliga LFP, Frederic Thiriez, mehr oder weniger direkt gefordert. Ein großer Sportler müsse Vorbild sein, hieß es.

In einem Interview hatte Benzema vorige Woche seine Unschuld beteuert und eine Vorverurteilung beklagt. Man ziehe ihn "durch den Dreck" und behandele ihn "wie einen Verbrecher", sagte Benzema, der in 81 Länderspielen bisher 27 Tore erzielte, zum TV-Sender "TF1".

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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