Deswegen ist Alaba der Snapchat-King

Aufmacherbild Foto: © GEPA

David Alaba und Snapchat – das ist eine Lovestory.

Der Superstar gewährt über das Soziale Medium unter dem Nickname „da_twentyseven“ regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen. Egal, ob bei der Kabinenparty mit Franck Ribery oder beim Darts spielen mit Marcel Sabitzer.

Kaum ein anderer Kicker nutzt Snapchat so intensiv für den Kontakt mit seinen Fans.

Alaba als internationaler Trendsetter

„Alaba ist ein Vorreiter“, meint Kommunikationsexperte Gergely Teglasy. „Nicht nur in Österreich, auch im internationalen Vergleich ist er einer der ersten Fußballer, die Snapchat ausführlich als visuelles Tagebuch nutzen.“

Die Plattform ist der Shooting-Star unter den Sozialen Medien. „Der besondere Reiz ist die Schnelligkeit. Die Bilder verschwinden mit der Zeit wieder. Man muss jetzt dabei sein, sonst ist es weg.“

Der Uni-Dozent vergleicht die Attraktivität des „Hochgeschwindigkeits-Chats“ mit Sportveranstaltungen, die ebenfalls LIVE konsumiert werden.

„Das Netzwerk der Jungen“

Alabas Snaps sind als „Snapchat-Geschichten“ nur 24 Stunden lange online, danach werden sie gelöscht. Wie viele Leute die Bilder und Videos des Mittelfeldspielers regelmäßig verfolgen, ist öffentlich nicht zugänglich.

Insgesamt nutzen weltweit aber mittlerweile über 100 Millionen Menschen die kostenlose App – und jede Sekunde werden es mehr. Vor allem unter Teenagern ist Snapchat extrem erfolgreich.

„Die meisten User sind zwischen 13 und 20 Jahre alt. Es ist das Netzwerk der Jungen“, erklärt Teglasy, der als Professor an der Universität und der FH in Wien lehrt.

Sein Erfolgsgeheimnis auf Snapchat

Mit seinen 23 Jahren gehört Alaba also schon zu den älteren Semestern unter den Snapchat-Usern. Nichtsdestotrotz lässt der Bayern-Star dort seiner Kreativität freien Lauf.

Auch bei der Europameisterschaft in Frankreich wird er so manch lustiges Bild aus dem Teamcamp in Mallemort an seine Follower verschicken.

„Er ist persönlich authentisch, nimmt sich selbst und seine Kollegen auf die Schippe. Man merkt einfach, dass er Spaß daran hat. Deswegen ist er damit auch so erfolgreich“, analysiert der Kommunikationsexperte Alabas Snapchat-Auftritt.

Aleksandar Dragovic kann von den Scherzen des Bayern-Profis beispielsweise ein Lied singen, wie die Diashow zeigt:

David Alaba ist der Snapchat-King! Mit seinen Bildern und Videos gewährt er den Fans einen Einblick in sein Leben. Egal, ob beim Besuch der Großeltern oder wenn er im ÖFB-Trainingslager Aleksandar Dragovic aufs Korn nimmt.

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Der langjährige Freund und Nationalteam-Kollege ist ein beliebtes Motiv des Bayern-Stars. Unter dem Nicknamen "da_twentyseven" könnt ihr Alaba auf Snapchat selbst folgen.

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Neben dem Wiener treibt auch Marcel Sabitzer auf der Plattform sein Unwesen. Ihn findet ihr unter dem Namen "m24s".

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Hier seht ihr einige Snapchat-Schnappschüsse Alabas:

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Die Marke Alaba

Ausschließlich um Jux und Tollerei geht es dabei aber nicht. „Natürlich steckt dahinter eine Marketingstrategie. Alaba wird dahingehend professionell beraten sein“, meint Teglasy.

Im modernen Fußball ist die Arbeit der Spieler nicht mehr auf das Spielfeld und die Trainingsplätze begrenzt. Stattdessen fungieren die Kicker als Einzelunternehmer, die Pressebetreuer, Spielermanager oder Marketing-Strategen beschäftigen.

Auch Alaba verkörpert diese Entwicklung. Unter dem Label „DA27“ etabliert er gerade seine eigene Headwear-Modelinie. Dazu lacht die Werbe-Ikone momentan aus beinahe jeder Zeitschrift und ist in vielen TV-Spots zu sehen.

Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem verschwimmt

Die Marke Alaba funktioniert also. Das liegt auch an den Sozialen Medien, über die sich der 23-Jährige ausgezeichnet verkauft, wie nicht zuletzt das Beispiel Snapchat zeigt.

„Dank diesen Plattformen sind die Stars nicht mehr zwingend auf Medien als Vermittler ihrer Botschaften angewiesen. Stattdessen werden sie selbst zum Sender. Dieser Trend zieht sich durch alle Branchen und Felder“ erklärt Teglasy, der selbst eine Werbeagentur gründete.

Prominente wie Alaba können über Soziale Medien also selbst bestimmen, welche Inhalte sie vermitteln wollen. Gleichzeitig machen sie sich dadurch aber umso angreifbarer, je mehr sie von sich selbst Preis geben. „Social Media hat Vor- und Nachteile. Die Hemmschwelle für persönliche Angriffe ist online viel geringer als beispielsweise bei Leserbriefen“, erklärt Teglasy.

Im Gegensatz zu Facebook können die Beiträge bei Snapchat aber sowieso nicht öffentlich kommentiert und kritisiert werden. Insofern kann Alaba sorglos „weitersnapen“ und wir uns während der EURO an seinen Späßen erfreuen.

 

Jakob Faber

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