Riesen-Aufregung um Götze-Kritik

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Die EURO in Frankreich war bislang nicht das Turnier des Mario Götze.

Der WM-Finalheld von 2014 konnte weder gegen die Ukraine, noch gegen Polen wirklich überzeugen und wird daher medial heftig kritisiert. Ein Artikel im "Focus" sorgt jedoch für großen Wirbel.

"Du spielst wie ein 37-Jähriger im Körper eines 24-Jährigen", schreibt der Autor darin. "Deine Antritte sind oft pomadig, deine Torabschlüsse erinnern mich häufig an meine eigenen", heißt es weiter.


Aogo stärkt Götze den Rücken

Damit nicht genug, schreibt der Verfasser den WM-Helden von vor zwei Jahren auch für die Zukunft ab. "Ich habe vor längerem eingesehen, dass deine goldene Zukunft wohl eine Illusion war und du statt Weltklasse eher gehobene Bundesligaqualität verkörperst."

Der 24-Jährige lege die Messlatte "immer tiefer. So tief, dass ZDF-Experte Holger Stanislawski dir schon 'stets bemüht' ins Arbeitszeugnis schreibt." Diese Generalabrechnung erhitzt die Gemüter und veranlasste Ex-Nationalspieler Dennis Aogo zu einem ausführlichen Statement.

Aus seiner Sicht sei die Kritik "nicht einfach nur kritisch, sondern respektlos. Respektlos gegenüber dem Sportler Götze und noch viel mehr gegenüber dem Menschen Mario."

Der Ex-Schalke-Profi erinnert an Diskussionen vor einigen Jahren, als über Werte wie Respekt und den Umgang miteinander diskutiert wurde. "Alles vergessen und vorbei. Glaubt denn tatsächlich jemand, dass etwas so Persönliches an einem Spieler spurlos vorübergeht?"

Persönliche Kritik an Götze - zu viel des Guten?

 

Gössner mit klarem Statement

Überraschend ergriff mit Miriam Gössner auch eine Biathletin die Chance, um sich mit ihrem Sportler-Kollegen solidarisch zu erklären.

"Was für eine Frechheit, so über einen 24-jährigen Sportler zu schreiben, der sein Bestes für unser Land gibt", erklärt die Wintersportlerin, die am Dienstag 26 Jahre alt wird.

"Lieber Herr Journalist, Sie sollten sich was schämen", setzt sie fort. Man kann Götze mögen oder eben nicht, "aber so einen gemeinen Artikel zu verfassen, der den Sportler ins Herz treffen muss, ist einfach völlig daneben!"


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