Marek Hamsik zerlegt Russland

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Die Slowakei eröffnet den zweiten EURO-Spieltag mit einem 2:1-Sieg gegen Russland.

Mann des Spiels ist Marek Hamsik mit einem Tor und einem Assist: Der 28-jährige Napoli-Legionär bereitet das Führungstor von Weiss (32.) vor, kurz vor der Halbzeit (45.) erhöht er selbst mit einem herrlichen Schuss aus spitzem Winkel ins lange Eck.

In der Schlussphase sorgt Glushakov (80.) für Spannung, der Ausgleich gelingt den Russen jedoch nicht mehr. Slowakei hält nun bei drei, Russland bei einem Punkt.


Veränderungen tragen Früchte

Die Slowakei trifft zum Gruppenabschluss nun am kommenden Montag auf England. Die nach Fan-Ausschreitungen unter Beobachtung stehenden Russen bekommt es im Parallelspiel mit Wales zu tun. Im Stadion von Lille traten die russischen Anhänger anders als in Marseille nicht ungebührlich in Erscheinung.

Der slowakische Teamchef Jan Kozak hatte seine Elf nach dem 1:2 gegen Wales an drei Positionen verändert. Seine auf Punkte angewiesenen Schützlinge begannen dann zunächst abwartend. Russland operierte bei der unter geschlossenem Stadiondach gespielten Partie mit vielen langen Bällen auf den 1,94 m großen Artem Dsjuba.

Der Angreifer bereitete dem Gegner auch Probleme. Nach Vorarbeit des Stürmers von Zenit St. Petersburg setzte Fedor Smolow einen Flachschuss knapp neben den Pfosten (28.). Kurz darauf zeigte Hamsik seine individuelle Klasse erstmals.

Hamsik mit Traumtor

Der 28-Jährige setzte mit einem weiten Ball Weiss ideal ein. Der beim katarischen Club Al Gharafa unter Vertrag stehende Linksaußen ließ mit einem Haken zwei Russen ins Leere fahren und vollendete ins lange Eck.

Kurz vor dem Pausenpfiff kam es für die Russen noch schlimmer: Einen von Weiss kurz abgespielten Eckball hämmerte Hamsik via Innenstange ins Kreuzeck. Im Jubel der slowakischen Anhänger ging die erste Spielhälfte zu Ende.

Die Slowaken hatten in den davorliegenden vier Länderspielen gegen Russland nur einen Treffer erzielt.

Plötzlich doch noch Spannung

Lange sah es so aus, als ob sie sich den Vorsprung nicht mehr nehmen lassen. Russland hatte deutlich mehr Spielanteile, wirklich gefährlich wurde Österreichs Ex-Quali-Gegner aber nur selten. Die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer ließ zunächst Smolow aus, sein Schuss aus elf Metern wurde abgeblockt (66.).

Spannung kam dank Gluschakow jedoch noch einmal auf. Der zur Pause eingewechselte Mittelfeldmann traf nach Schatow-Hereingabe per Kopf. Der Slowakei drohten die drei Zähler zu entgleiten. Die letzten zehn Minuten startete Russland einen Sturmlauf auf das gegnerische Gehäuse.

Anders als beim 1:1 gegen England brachte dieser jedoch nicht den Ausgleich ein.


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