Torflüsterer machte Ronaldos Hattrick-Gala möglich

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Cristiano Ronaldo hat mit seinem Hattrick beim 3:0-Viertelfinal-Rückspiel-Sieg gegen den VfL Wolfsburg eindrucksvoll bewiesen, dass er sehr wohl in großen Spielen zur Stelle ist.

Vor dem entscheidenden Treffer per Freistoß eilte Keeper Keylor Navas aus dem Tor heraus, um dem CL-Top-Torschützen etwas ins Ohr zu flüstern. Prompt traf dieser durch die Mauer hindurch, da sich Naldo vom Ball wegdrehte.

Ronaldo erzielte sein 21. Pflichtspieltor im Jahr 2016 - eines mehr als alle Wolfsburger zusammen.

Was ihm der Torhüter tatsächlich nach einem 80-Meter-Sprint über das ganze Feld als Tipp gab, ist nicht überliefert. 

"Ich weiß, dass Keylor Cristiano etwas gesagt hat, aber was genau, weiß ich nicht", war selbst Trainer Zinedine Zidane nicht informiert.

Tatsache ist aber, dass der "Torflüsterer" CR7 dazu brachte, auch einmal wieder einen Freistoß - durch eine Mini-Lücke in der Mauer - direkt zu verwandeln - dies gelang zuletzt nicht mehr so oft.

"Das Toreschießen liegt in meiner DNA"

Alles in allem war es eine eindrucksvolle Gala jenen Mannes, der nun mit 93 Toren die ewige Torschützenliste der Königsklasse anführt.

"Alle, die an Cristiano Ronaldo gezweifelt haben, wurden eines Besseren belehrt. Wir brauchen ihn", hob Kapitän Sergio Ramos den Triplepack-Schützen hervor.

Dieser fühlte sich geehrt und meinte nach seinem 37. Hattrick nur: "Das war ein perfekter Abend! Das Toreschießen liegt in meiner DNA."

Damit liegt der Portugiese bereits zehn Treffer vor seinem Widersacher in Diensten des FC Barcelona, Lionel Messi, der sich am Mittwoch erst gegen Atletico Madrid den Weg ins Semifinale bahnen muss.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Madrilenen. Trotz des 0:2-Schocks im Hinspiel traten die Königlichen selbstbewusst auf und glaubten von der ersten Minute an an die Wende.

"Wir waren überzeugt und wussten, was wir im Stande sind, zu leisten. Genau so haben wir uns das am Anfang vorgestellt", bestätigte Mittelfeldmotor Toni Kroos. Entscheidend war dabei Ronaldos Doppelschlag in der 16. bzw. 17. Minute.

86 Sekunden reichten für die Wende

Lediglich 86 Sekunden benötigte Reals Wunderwaffe, um das Hinspiel-Ergebnis zu egalisieren. In so kurzem Zeitraum waren selbst dem Torschützen vom Dienst noch nie zuvor zwei Treffer gelungen.

Zinedine Zidanes Initialen standen in diesem Fall für den "ziemlich zügigen" Start seiner vor dem Spiel unter Druck gestandenen Truppe. Die Spielweise war überzeugend und dafür verantwortlich, dass Wolfsburg nie in dieser Partie an die Leistung des Hinspiels anschließen konnte.

"Das war mein bester Abend, mein bestes Spiel als Trainer – zumindest bis dato", gab Reals Chefbetreuer nach dem Spiel zu, sogar Präsident Florentino Perez kam zum Gratulieren in die Kabine. Für Außenverteidiger Marcelo war es eine "fantastische Nacht".

Die besten Bilder der CL-Viertelfinal-Rückspiele:

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Atletico Madrid - FC Barcelona 2:0 (Hinspiel 1:2)

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Benfica Lissabon - Bayern München 2:2 (Hinspiel: 0:1)

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Real Madrid - VfL Wolfsburg 3:0 (Hinspiel: 0:2)

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Manchester City - Paris St. Germain 1:0 (Hinspiel: 2:2)

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"Sie haben vorne so einen Druck erzeugt, dass wir keine Lösungen gefunden haben. In den ersten 20 Minuten war das Real Madrid vom Besten", musste Gäste-Keeper Diego Benaglio enttäuscht zugeben.

Auch Trainer Dieter Hecking haderte vor allem mit dem ängstlichen Beginn seiner Mannschaft: "Wir haben die ersten 20 Minuten nicht angenommen, obwohl wir wussten, was kommt. Uns hat das Zwingende und die letzte Überzeugung gefehlt."

"Cristiano versagt nie"

Diese nützte Real und allen voran Ronaldo eiskalt aus. Beim ersten Mal profitierte er von einer abgefälschten Hereingabe Carvajals, beim zweiten war er per Kopf zur Stelle und beim dritten traf er den ruhenden Ball.

Es waren dies seine Champions-League-Treffer 14, 15 und 16 in zehn Einsätzen in dieser Saison. Kein Wunder, dass die Nummer sieben nach dem Schlusspfiff Lob von allen Seiten erntete.

"Es ist immer Cristiano. Immer. Er ist eine Garantie, sehr wettbewerbsfähig und versagt nie. Er ist immer präsent und ohne Zweifel der Mann des Spiels. Es war extrem schwierig heute", streute ihm Real-Legende und der heutige Direktor für institutionelle Beziehungen Emilio Butragueno Rosen.

Auch Zidane lobte: "Was soll ich über Cristiano sagen? Er zeigt, dass er der beste Spieler der Welt, ein sehr besonderer Spieler ist. Aber Cristiano braucht auch seine Mitspieler, um das zu machen, was er macht.“

Das entscheidende 3:0, das Real schlussendlich zum sechsten Aufstieg in Folge ins Semifinale der Champions League reichte, ging auch an Zidane nicht spurlos vorbei. Er jubelte so heftig über den erlösenden Treffer, dass seine Hose platzte.

Gutes Omen für den CL-Titel?

Das 125. Spiel in der Königsklasse wird Ronaldo nicht mehr so schnell vergessen.

Mit seinen 16 Saisontreffern jagt er seine eigene Bestmarke aus der Saison 2013/14, in welcher er mit 17 Saisontreffern in der Champions League einen Rekord aufstellte.

Möglicherweise ein gutes Omen. Denn ausgerechnet in dieser Spielzeit sicherte sich Real am Ende "La Decima" - den zehnten CL-Titel der Geschichte.

"Das wird bei diesem Klub zwar nicht erwartet, aber immer als Ziel formuliert", bestätigt Kroos die Titelambitionen.

Am Weg dorthin kann Ronaldo weitere Male beweisen, dass er ein Mann für die großen Spiele ist.

Doch wer weiß, ob ihm gegen Wolfsburg auch ohne den Torflüsterer der spielentscheidende Treffer zum Aufstieg gelungen wäre.


Alexander Karper

 

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