Endstand
0:0
0:0, 0:0
news

Rapid sucht wieder nach dem letzten Pass

Gegen den LASK gingen die Gesperrten doch ab. Das führte zu einem kleinen Revival eines Herbst-Problems. Es blieb ein 0:0, das übermorgen besser wirken soll.

Rapid sucht wieder nach dem letzten Pass Foto: © GEPA

Ein Unentschieden! Es wird zum Standard-Ergebnis, wenn der SK Rapid und der LASK aufeinandertreffen.

Nach den Dramen beim 1:1 im allerersten Saisonspiel in Linz und dem wilden 3:3 in Hütteldorf jeweils im Grunddurchgang der ADMIRAL Bundesliga war das 0:0>>> diesmal Schonkost für die Nerven beider Seiten.

Allerdings hüben wie drüben auch kein Boost rein in die Meistergruppe.

Bei den Wienern war das Fehlen der gesperrten Stammkräfte diesmal stärker zu merken als noch beim Entscheidungsspiel in Klagenfurt, kamen ohne die offensiven Lebensversicherungen Marco Grüll und Guido Burgstaller doch wieder die Probleme mit dem letzten Pass, mit dem Ausspielen und Verwerten zwingender Chancen zum Vorschein.

Das Vermissen dieses Duos musste auch Robert Klauß eingestehen. Sein Fazit fiel daher zwiespältig aus.

"Die Leistung war okay. Gerade in der zweiten Halbzeit wurden wir immer besser, haben den Gegner weiter reingedrückt, hatten viele Situationen im letzten Drittel. Trotzdem fühlt sich das Ergebnis gerade nicht so gut an."

Das alte Leid

Erst mit ein bisschen Abstand würden die positiven Aspekte wirken. "Wir haben wenig zugelassen, hatten viele Situationen im letzten Drittel, wo der entscheidende Pass nicht kam. Tore entscheiden über den Ausgang des Spiels, das haben wir heute nicht geschafft", so der Deutsche.

"Im Endeffekt waren es wenige Torchancen für beide Mannschaften, das war kein Feuerwerk."

"Das fehlt, um ganz oben anzuschließen: Dass man diese Spiele, wo man auf Augenhöhe, vielleicht auch ein 'Eutzerl' besser ist, auch gewinnt."

Matthias Seidl

Der im Finish mit Debütant Ismail Seydi und Furkan Dursun auch zwei weitere Youngster zu Spitze Fally Mayulu ins Offensivspiel warf, Zählbares brachten auch sie nicht ein, dennoch gab es Lob - das Ergebnis lag schließlich nicht an ihnen.

"Wir hatten viele Spieler im vorderen Bereich, die noch nicht so viel gespielt haben. Null Vorwurf an die Jungs, sie machen es gut im Training, entwickeln sich und geben uns für die Zukunft wertvolle Alternativen. Darum werden wir das Spiel mit etwas Abstand besser bewerten", war sich Klauß sicher.

Der in der anstehenden Länderspielpause auch mit einem durch Nationalspieler ausgedünnten Kader wieder einmal an den Abschlusssituationen arbeiten muss und will. Mitsamt der Nachwuchs-Teamspieler werden neun Kicker fehlen, wenn unter anderem ein Testspiel gegen die Vienna ansteht.

Das wird den Unterschied machen

Einer davon wird Matthias Seidl sein, der zu den drei einberufenen ÖFB-Rapidlern gehört.

Auch er war sich bewusst, dass es diesmal an der zündenden Idee fehlte: "Der vorletzte und letzte Pass waren nicht so genau. Wenn wir da in der Positionierung besser sind, können wir gute Chancen draus machen. Auch die Boxbesetzung war nicht die beste."

Genau in solchen Situationen würde ein Guido Burgstaller abgehen, "der in die Box marschiert und am ersten Pfosten immer da ist. Das muss jeder andere Spieler reinkriegen: Wenn der Ball seitlich ist, müssen wir mit drei, vier Spielern reinmarschieren. Das müssen wir einfach reinkriegen."

So sei diesmal nicht verwunderlich gewesen, dass es gegen einen Konkurrenten aus den Top sechs in dieser Saison einmal mehr nur zu einem Unentschieden statt zu einem Sieg reichte: "Wir haben zwar gegen die noch keinen Sieg eingefahren, aber sehr viele Unentschieden, aus denen wir welche machen hätten können. Das fehlt, um ganz oben anzuschließen: Dass man diese Spiele, wo man auf Augenhöhe, vielleicht auch ein 'Eutzerl' besser ist, auch gewinnt."

Das wird dann auch maßgeblich über die Endplatzierung mitbestimmen. Aktuell blieb der Angriff auf den dritten Platz noch ohne Erfolg.

xG-Könige der Liga: Überperformer und Chancentode

Kommentare