Ried kann ohne Druck nach Salzburg fahren

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"Befreit aufspielen und das Beste herausholen" - mit diesem von Petar Filipovic ausgegebenen Motto fährt die SV Ried zum Tabellenführer RB Salzburg.

"Zuhause haben sie den Druck. Auch Salzburg hat Defizite, die wir ausnützen müssen", ist der Defensivmann zuversichtlich, dem 1:0-Sieg aus dem letzten Aufeinandertreffen - eine von nur vier Saisonniederlagen der Bullen - wieder drei Punkte folgen zu lassen.

Salzburg-Coach Oscar Garcia zeigt sich respektvoll: "Ich sehe Gefahr bei jedem Gegner."

"Revanche ist ein hässliches Wort"

Für Garcia ist das 0:1 zwei Monate zuvor kein Thema mehr. "Das Wort Revanche gibt es für mich nicht. Das ist ein hässliches Wort, besonders im Sport. Wir wollen dieses Spiel gewinnen", erklärt der Spanier im Rückblick auf seine bisher einzige Niederlage mit den Bullen.

Der Fokus liege völlig auf dem Samstagsspiel. "Ich erwarte 100 Prozent Konzentration, dass die Spieler alles geben. Und ich erwarte auch von den Spielern, dass sie nicht an das übernächste Spiel denken. Wichtig ist die Gegenwart", sagt der Katalane.

Auch er selbst weigert sich, einen Blick in die nächste Zukunft zu tun, in der schon am Mittwoch das Cup-Halbfinale gegen die Wiener Austria wartet.

 

Das Thema Rotation sei daher keines. "Für mich gibt es keine elf Stammspieler, ich habe mir noch keinen einzigen Gedanken über den Cup gemacht", betont Garcia. "Wir haben noch sechs Finalspiele und hoffentlich noch zwei im Cup. Wir gehen in jedes dieser Spiele, um es auch zu gewinnen."

Die Defensive als Schlüsselfaktor

Nach dreieinhalb Monaten im Amt zeigt sich Garcia mit den Fortschritten seiner Arbeit durchaus zufrieden. "Wir haben nie mehr als ein Gegentor kassiert und lassen extrem wenig zu", stellt der 42-Jährige fest und sieht auch in der Offensive kein Problem.

"Für mich zählt ganz einfach das Kollektiv, mit viel Ballbesitz. Dadurch kommt der Gegner zu wenig Chancen. Deshalb kann man nicht nur mit der Defensive, sondern auch mit der Offensive zufrieden sein." Mit Urteilen solle man sich aber noch etwas Zeit lassen: "Erst nach sechs bis sieben Monaten kann man mehr sehen."

Die starke Defensive der Bullen ist auch Ried-Coach Paul Gludovatz nicht entgangen. "Man hat in der vergangenen Runde gesehen, wie wichtig eine gute Defensive ist. Austria hatte am meisten Chancen und hat verloren. Rapid hatte am zweitmeisten Chancen und nur Unentschieden gespielt. Salzburg hatte weniger Chancen, war aber in der Defensive stark und hat gewonnen", meint er.

"Auch wir müssen im Kampf gegen den Abstieg unsere Punkte mit einer starken Defensive machen."

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