Barisic bricht Schweigen über Rapid

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52 Tage nach seiner Entlassung bei Rapid spricht Trainer Zoran Barisic in der "Krone" erstmals über seinen Ex-Klub. "Ich hab jetzt das Gefühl, dass Rapid immer kälter wird. Trotz der beschworenen Rapid-Familie", erklärt der 46-Jährige.

Die "superkorrekte und fantastische" Zusammenarbeit mit Sportchef Helmut Schulte war mit Nachfolger Andreas Müller nicht möglich: "Gewisse Entscheidungen segneten ich und mein Trainerteam nicht ab. Wenn ich sage, welche, wäre das den Spielern gegenüber unfair."


Rapid schenkt Ried zum Auftakt fünf Stück ein:


"Ich kann jedem Rapid-Fan in die Augen schauen"

Rückblickend auf seine rund drei Jahre andauernde Ära als Chefcoch meint Barisic: "Es kann keiner widersprechen, dass ich Rapid sportlich und wirtschaftlich in einem viel besseren Zustand verlassen habe, als ich den Klub vorfand. Da prophezeiten viele, gegen den Abstieg spielen zu müssen. Wir haben in dreieinhalb Jahren Spieler um 19 Millionen Euro verkauft. Das alles macht mich stolz. Ich kann jedem Rapid-Fan in die Augen schauen."

Dass Präsident Michael Krammer und Sportvorstand Andreas Müller nicht nur Spieler enwickeln wollten, sondern Siege und Titel sehen wollen, sei zu akzeptieren. "Wir hatten uns auf einen Weg geeinigt. Ständig weiterentwickeln, um im neuen Stadion ein Team zu haben, das Titel holen kann. Das hab' ich erreicht. Jetzt bin ich sicher, dass die Mannschaft den nächsten Schritt machen wird. Ist auch gut so."

Valencia-Duell als Knackpunkt

Knackpunkt für das verlorene Vertrauen in seine Person sei das Duell in der Europa League gegen Valencia gewesen. "Vor den Spielen herrschte zu große Euphorie. Danach war man nur noch zu Tode betrübt. Als wir in Wolfsberg und gegen Salzburg als besseres Team nicht gewannen, spürte ich, dass die Unterstützung, die ich vorher hatte, fehlte."

Der Vorwurf, keinen Plan B zu besitzen, stößt Barisic nach wie vor sauer auf: "Ich kann mit diesen Polemiken von Gier, Motivation, Plan B bis D nichts anfangen. Wir kreierten eine Philosophie, die auf Dominanz ausgerichtet war. Mein Superassistent Thomas Hickersberger schenkte mir das Buch von Carlo Ancelotti, wie man Menschen und Spiele gewinnt. In vielem erkenne ich mich wieder.



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