Fall Venuto: 'Das ist absoluter Blödsinn'

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Lucas Venuto ist Spieler des SV Grödig und trainiert ganz normal mit. Es gibt noch kein offizielles Angebot.“

Manager Christian Haas spricht im Gespräch mit LAOLA1 Klartext. Der 38-Jährige ist ohnehin dafür bekannt, nicht um den heißen Brei herumzureden.

Dass der 20-jährige Brasilianer derzeit die heißeste Transferaktie am Fuße des Untersbergs ist, ist dem Unternehmer bewusst.

Allerdings sei der Status quo deutlich anders, als erst kürzlich von einem anderen Medium behauptet.

Transferrechte an Venuto zu 100 Prozent bei Grödig

Behauptungen, die Venuto beratende ROGON-Gruppe hätte den dribbelstarken Offensivspieler aus seinem Vertrag bei RB Salzburg bzw. Liefering herausgekauft und nur in Grödig geparkt, bringen Haas auf die Palme.

„Das ist absoluter Blödsinn. Nicht die ROGON-Gruppe hat ihn gekauft, sondern der SV Grödig. Ich weiß nicht, wie man auf so etwas kommt. Grödig hat ihn damals gekauft, die ROGON-Gruppe berät ihn nur.“

Die hundertprozentigen Transferrechte sollen demnach bei den Salzburgern liegen, die den möglichen großen sportlichen Verlust zumindest wirtschaftlich ausgleichen wollen.

Doch soweit denkt der Grödig-Manager noch nicht: „Wir wollen ihn halten. Natürlich ist er ein interessanter Spieler, wir kriegen auch mit, dass andere Vereine ein Auge auf ihn geworfen haben. Aber derzeit gibt es noch keine Verhandlungen. Es gibt noch kein konkretes Angebot an Grödig. Ob sein Berater schon mit jemandem gesprochen hat, weiß ich nicht.“

Austria unmittelbar vor Verpflichtung?

Venuto steht somit im Blickpunkt. Die verspätete Rückreise aus dem Heimaturlaub hat aber nichts mit einem möglichen Abgang zu tun.

Der siebenfache Saisontorschütze, der zudem zwei Assists beisteuerte, stieg mit einem Tag Verspätung wieder ins Training ein.

Interessenten soll es genügend geben – national wie international. Allen voran soll sich aber der FK Austria Wien intensiv um Venuto bemühen.

Wie LAOLA1 aus dem violetten Umfeld erfuhr, soll es sich um mehr als nur ein Gerücht handeln, zudem sei man durchaus zuversichtlich.

Wirtschaftliche Entschädigung für sportlichen Verlust

„Ich höre natürlich auch immer verschiedene Vereine, aber mit Grödig selber hat noch keiner gesprochen. Aber der Verein erfährt es immer als Letzter, erst wenn sich ein Klub mit dem Spieler einig ist“, erklärt Haas die Vorgehensweise im Transfergeschäft.

Bis wann Klarheit herrschen soll, kann der sportliche Leiter nicht definieren. Viel mehr verweist er auf den Fall Philipp Zulechner, bei dem das Interesse des SC Freiburg damals erst drei Tage vor Transferschluss bekannt wurde.

Ausschließen will er nichts. Dass sein Schützling allerdings hoch gehandelt wird, macht den engagierten Unternehmer durchaus stolz.

„Venuto hat ein überragendes halbes Jahr gehabt. Dass er Interesse von größeren Vereinen weckt, ist mir bewusst. Von uns aus haben es schon viele junge, talentierte Spieler zu großen Vereinen geschafft. Es ist unsere Philosophie, diese auszubilden.“

Haas lobt Schützling Venuto

Bei einem noch gültigen Vertrag bis 2017 plus Option auf ein weiteres Jahr müsste ein Abnehmer tief in die Tasche greifen. Laut "Kurier" haben sich die Austria und Grödig bereits auf eine Ablösesumme von 500.000 Euro geeinigt.

Gschweidl-Abgang steht fest

Abseits des bestimmenden Themas hat man sich in Grödig nicht mehr viel für die Transferzeit vorgenommen.

Nach Bekanntwerden der Verpflichtung von Austria-Salzburg-Talent Valentin Grubeck verrät Haas, dass der 20-Jährige bereits der Ersatz für einen scheidenden Offensivspieler sei.

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Niemand geringerer als ÖFB-U21-Teamspieler Bernd Gschweidl wird Grödig auf eigenen Wunsch definitiv verlassen. Das Ziel ist noch unbekannt, auch wenn dessen Berater Christian Sand gegenüber LAOLA1 ein wenig konkretisiert:

„Wir sondieren drei Angebote, allesamt von österreichischen Bundesligisten. Ich denke, dass es spätestens am Freitag über die Bühne gehen wird.“

Bernd Gschweidl ist gefragt

Mögliche Interessenten könnten der Wolfsberger AC, die Admira oder die SV Ried sein.

„Sind mit dem Kader zufrieden“

Gerüchte rund um Admiras Lukas Grozurek erstickt Haas im Keim: „Das ist kein Thema. Wir haben nie mit ihm gesprochen, da gab es keine Kontaktaufnahme.“

Abgesehen von diesen Peronalien scheint das Transferprogramm abgeschlossen – sofern kein Spieler den Verein mehr verlässt.

„Es gibt keinen Handlungsbedarf, wir sind mit dem Kader im Großen und Ganzen so zufrieden. Es ist einmal nichts in Planung, auch wenn wir den Markt wie immer beobachten.“

Sollte Venuto schlussendlich doch dem Lockruf der vielen Interessenten – allen voran der Austria - erliegen, wird es schwer, adäquaten Ersatz zu finden. Als Ausbildungsverein sieht sich Haas dieser Problematik aber schließlich in jeder Transferzeit aufs Neue ausgesetzt.


Alexander Karper

 

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