Gludovatz spricht in Rätseln über Ried-Zukunft

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Drei Siege aus den letzten vier Spielen, zudem eine ansprechende Leistung bei der 1:2-Niederlage bei Rapid.

Eigentlich ist bei der SV Ried eine klar ansteigende Tendenz zu erkennen. Und trotzdem liegt man nach 19 Runden am Tabellenende der Bundesliga.

Nach dem turbulenten Herbst beschäftigt die Innviertler aber mittlerweile ein anderes Thema fast mehr als das sportliche.

Müssen die Oberösterreicher in der Winterpause bereits zum zweiten Mal in dieser Saison einen Trainerwechsel vollziehen oder bleibt doch alles beim Alten?

"Nicht davon auszugehen, dass ich Trainer bleibe"

Ausgelöst wurde diese Lawine vergangene Woche durch einen Bericht der "OÖN", laut dem Co-Trainer Gerhard Schweitzer sein Amt aus persönlichen Gründen fix mit der Winterpause zurücklegen wird.

Als dieser zusammen mit Cheftrainer Paul Gludovatz Mitte August Helgi Kolvidsson nach nur 76 Tagen im Amt beerbte, wurde betont, dass es die beiden nur als Duo geben wird.

So, wie sie es schon davor von 2008 bis 2012 gehalten haben. Aufgrund dieses Treueschwurs steht somit auch die Zukunft von Gludovatz auf der Kippe.

"Es ist nicht davon auszugehen, dass ich am 6. Februar noch Ried-Trainer bin, da wir keine Entscheidung vor dem 12. Dezember um 20:30 Uhr treffen", gibt sich der 69-Jährige kryptisch.

Nur an Schweitzers Seite?

Über den angeblichen Rücktritt seines langjährigen Spezis äußert sich der Burgenländer nicht. Dafür spricht Gludovatz in Rätseln.

"Für mich ist der Status ganz klar. Genauso wie wir vor sieben Jahren begonnen haben, arbeiten wir jetzt. Genauso wie wir es bis dato in den letzten 14 Runden gemacht haben, so wird es auch bis zum 12. Dezember sein. Sollte dann eine andere Entscheidung getroffen werden, welcher Art auch immer, wird man sehen."

"Es ist nicht davon auszugehen, dass ich am 6. Februar noch Ried-Trainer bin, da wir keine Entscheidung vor dem 12. Dezember um 20:30 Uhr treffen."

Paul Gludovatz über sein Traineramt

Kommt es tatsächlich zum Rückzug Schweitzers, wird es interessant, ob Gludovatz einwilligt, dass ihm ein neuer Co-Trainer zur Seite gestellt wird.

Oder ob er die Ankündigung wahr macht und zusammen mit seinem guten Freund Ried zum zweiten Mal in seiner Trainerlaufbahn den Rücken kehrt.

Sportliches Tal durchtaucht

Wären dem Trainer-Tandem vor wenigen Runden noch sportliche Gründe beinahe zum Verhängnis geworden, könnten es diesmal also persönliche werden.

"Vor ungefähr drei Wochen, nachdem wir sechs Mal hintereinander nicht gewonnen hatten, hätte der Mechanismus des Fußballs genauso greifen können und das Reglement wäre klar gewesen, dass wir zwei es auch nicht können. Da hätte der Verein schon sagen können: Schauen wir, dass wer anderer kommt. Jetzt haben wir drei Mal in Folge gewonnen und gegen Rapid eine tolle Leistung abgeliefert und keiner fragt mehr danach."

Spielerisch ist eine Weiterentwicklung der Mannschaft ganz klar erfolgt. Auch punktemäßig kann sich Gludovatz‘ Bilanz durchaus sehen lassen.

Statistik spricht für Gludovatz

Fünf Siege, drei Unentschieden und sechs Niederlagen bedeuten seit dem 6. Spieltag insgesamt 18 Punkte – in dieser Zeitspanne belegt man ligaintern den fünften Rang.

Da unter Kolvidsson in den ersten fünf Partien jedoch nur ein einziger Punkt herausschaute, ist die Situation weiterhin prekär.

Da der Bundesliga-Herbst ausgerechnet mit dem Duell gegen den Vorletzten WAC endet, besteht noch berechtigte Hoffnung, die rote Laterne vor der Winterpause abzugeben.

"Der WAC hat jetzt schon drei Mal vorlegen können, nur diesmal haben wir das Ganze nicht pariert. Das ist ein Showdown bis zum Winter, der erst am 6. Februar in Mattersburg wieder korrigiert werden kann. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite gingen unsere Zielvorstellungen ganz klar in die Richtung, im Herbst nicht abzureißen. Das dürfte gelingen, auch wenn wir verlieren", ist Gludovatz zuversichtlich.

Showdown, um rote Laterne loszuwerden

Die Niederlage gegen Rapid bringt seine Rieder dabei nicht vom Kurs ab. Laut seiner Ansicht könne man gegen einen „möglichen Meister“ schon verlieren.

Die Art und Weise des Auftritts gibt Selbstvertrauen, vor allem für das Kräftemessen mit den wieder erstarkten Wolfsbergern.

"Wir müssen für diesen Showdown unsere physischen Kräfte sammeln und mental so stark sein wie gegen Rapid, um unser Muskelspiel durchzuziehen."

Das Motto „je älter, desto besser“ kennt Gludovatz als Wein-Liebhaber nur zu gut. Ob er selbst bei der SV Ried alt wird oder ob die Trennung bereits beschlossene Sache ist, stellt noch ein Rätsel dar.


Alexander Karper

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