Die Halbzeit-Bilanz der Bundesliga

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Hier kommt die Halbzeit-Bilanz!

Die Aufreger, die besten Spiele, die spannendsten Tabellen und die schönsten Tore. Viel Spaß!

DIE AUFREGER

  • SALZBURGS KINDERGARTEN

Es war das „Unwort“ des Herbstes bei Red Bull Salzburg: Kindergarten. Rund um das Aus in Champions und Europa League feuerten Martin Hinteregger („Das war Schülerliganiveau“) und Jonatan Soriano (#Kinderfußball #instagram #instajonny) öffentliche Kritik am Verein ab. Während sich Letzterer nach einem gescheiterten Wechsel zu Leverkusen wieder auf das Wesentliche konzentrierte, agierte der ÖFB-Teamspieler im Spätherbst pubertär, verhielt sich ob seiner (nachvollziehbaren) Unzufriedenheit unprofessionell (unabgesprochene Reise nach Köln, Anm.) und wurde von Trainer Peter Zeidler gleich zwei Mal aus dem Spieltagskader geworfen. Danach wurde allerdings Zeidler selbst rausgeworfen.

  • SCHIEDSRICHTER IN DER KRITIK

Rund um die elfte Runde eskalierte die Lage. Altach-Coach Damir Canadi übte heftige Kritik an Fritz Stuchlik, einem der Schiedsrichter-Bosse, nachdem Referee Andreas Heiß beim Spiel Altach-Austria einige haarsträubende Fehlentscheidungen getroffen hatte. Auch der SK Rapid war nach dem Heimspiel gegen Salzburg alles andere als zufrieden mit der Leistung des Unparteiischen, eine Runde davor wurde WAC-Coach Didi Kühbauer von einem Schiedsrichter der Handschlag verweigert. Zudem wetterte die "IG Referee" öffentlich gegen Stuchlik. Danach beruhigte sich die Lage wieder ein wenig, doch die Leistungen von Österreichs Schiris ließen in diesem Herbst immer wieder zu wünschen übrig.

  • TRAINER-MISSVERSTÄNDNISSE

Missverständnisse gab es nicht nur am Spielfeld, sondern auch bei manchen Trainer-Bestellungen. Als Parade-Beispiel ist hier Helgi Kolvidsson und die SV Ried zu nennen. Nach beängstigenden Vorbereitungs-Ergebnissen, einem katastrophalen Liga-Start mit nur einem Punkt nach fünf Runden und einem Torverhältnis von 3:14 zogen die Innviertler die Reißleine und trennten sich nach nur 76 Tagen von ihrem isländischen Chefcoach. Immerhin auf 164 Tage im Amt brachte es Peter Zeidler in Salzburg, ehe auch seine Ära auf der Trainerbank vorzeitig endete. Unterm Strich wird das Engagement des Deutschen aber ebenfalls als Fehlgriff in Erinnerung bleiben. Kein Missverständnis, aber dennoch gehen musste Didi Kühbauer nach knapp zwei Jahren beim WAC. Es war die dritte Trainer-Entlassung im Herbst.

  • PFIFFE IN FAVORITEN

Da führt die Heimmannschaft mit 2:0 und was machen die Fans: Sie pfeifen das eigene Team aus. Passiert in Wien, genauer gesagt beim Duell Austria gegen Grödig in der 12. Runde. „Das ist neu für mich, ist eine neue Erfahrung“, war auch Thorsten Fink erstaunt. Selbst Alexander Gorgon meinte danach: „Ich bin normalerweise vorsichtig mit Kritik am eigenen Publikum. Aber es ist bedenklich, wenn man 2:0 führt und es Pfiffe gegen uns gibt.“ Nur erfolgreich zu sein, scheint dem Austria-Fan zu wenig zu sein, denn auch in den weiteren Heimspielen ging zumindest ein Raunen durchs Stadion, wenn der Ball wieder einmal nach hinten gespielt wurde. (Austria) Wien ist halt anders.

  • FRANCO FODA UND DIE BITTERE VERGANGENHEIT

"Es gibt für mich keinerlei Emotionen. Das Spiel ist wichtig", sagt Franco Foda im August. Es war eine lächerliche Posse, die der Sturm-Trainer bei den bisherigen Saisonduellen mit der SV Ried abzog. Zunächst treffen die Grazer auswärts auf die Innviertler, bei denen Paul Gludovatz sein Comeback auf der Betreuerbank feierte. Jener Mann, der Foda 2012 als Sportdirektor der Grazer in einer seiner ersten Amtshandlungen die sofortige Freistellung als Sturm-Coach mitteilte. Ried feierte schließlich einen 1:0-Sieg, anschließend fand aber - wie sonst üblich - keine gemeinsame Pressekonferenz der Trainer statt. Offizielle Begründung: Foda musste noch zu einem TV-Interview. Beim Gastspiel der Wikinger in Graz wurde Gludovatz gleich vor dem Spiel mitgeteilt, dass der Mainzer kein Interesse daran habe, das Spiel vor der Presse gemeinsam mit seinem Gegenüber zu besprechen. Also traten beide Übungsleiter getrennt vor die Medien. "Dass er mir vor dem Spiel praktisch den Fehdehandschuh vor die Füße wirft, hat wohl auch taktische Gründe. Das sieht man, wie dreckig das Geschäft ist", meinte der Burgenländer anschließend in der "OÖN". Dabei sei Foda, wie er bei seinem erneuten Engagement in Graz sagte, menschlich so gereift. Davon war spätestens zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen.


DIE BESTEN SPIELE

Austria-Rapid 2:5 – 4. Runde

Das sind die Wiener Derbys, von denen man als neutraler Zuseher träumt! Sieben Tore im Duell der beiden Erzrivalen, es war ein Spektakel. Nach etwas mehr als einer halben Stunde liegen die Gäste aus Hütteldorf bereits mit 3:0 in Führung, die Veilchen wirken völlig konsterniert. Und auch in weiterer Folge macht der SCR in den richtigen Momenten die Tore.

WAC-Grödig 3:2 – 5. Runde

Dass es nicht unbedingt Großklubs braucht, um richtig tolle Spiele zu sehen, durften die Fans in der Lavanttal-Arena Mitte August erleben. Roman Wallner und Daniel Schütz schießen die Grödiger rasch in Führung, doch ein Energieanfall der Hausherren dreht die Partie innerhalb von nur acht Minuten. Unfassbar!

Salzburg-Grödig 4:2 – 8. Runde

Die nächste 2:0-Führung, die Grödig aus der Hand gibt. Diesmal startet Salzburg im Heimspiel inferior und liegt nach 26 Minuten 0:2 zurück, doch vor allem nach der Pause drehen die „Bullen“ auf und gewinnen die Partie letztlich sogar souverän.

Salzburg-Admira 8:0 – 12. Runde

Jörg Siebenhandl verfällt angeblich immer noch in eine Schockstarre, wenn er an diesen Samstagnachmittag denkt. Es ist so ziemlich das einzige Spiel in diesem Herbst, in dem der Titelverteidiger sein volles Leistungsvermögen ausschöpft und Traumtor um Traumtor erzielt.

Mattersburg-Rapid 1:6 – 16. Runde

Die Hütteldorfer spielen sich im Pappelstadion in einen regelrechten Rausch und lassen dem Aufsteiger nicht den Hauch einer Chance. Zur Pause ist das Spiel längst entschieden, der SCR liegt mit 5:0 in Führung. In Hälfte zwei sind noch zwei weitere Treffer zu bewundern.


DIE JÜNGSTEN SPIELER

16 Teenager sind im Herbst zum Einsatz gekommen. Die einzigen drei Vereine, bei denen kein Spieler unter 20 Jahren gespielt hat, sind Altach, Ried und Rapid. Die Liste zeigt die zehn Spieler, die bei ihrem ersten Spiel in dieser Saison am jüngsten waren.

Rang Spieler Verein Alter
1. Sandi Lovric Sturm 17Jahre, 6 Monate, 26 Tage
2. Dimitri Oberlin Salzburg 17 Jahre, 9 Monate, 28 Tage
3. Philipp Malicsek Admira 18 Jahre, 1 Monat, 22 Tage
4. Konrad Laimer Salzburg 18 Jahre, 1 Monat, 28 Tage
5. Julius Ertlthaler Mattersburg 18 Jahre, 6 Monate, 13 Tage
6. David Atanga Salzburg 18 Jahre, 7 Monate, 0 Tage
7. Duje Caleta-Car Salzburg 18 Jahre, 10 Monate, 22 Tage
8. Donis Avdijaj Sturm 18 Jahre, 11 Monate, 0 Tage
9. Sascha Horvath Sturm 18 Jahre, 11 Monate, 3 Tage
10. Asger Sörensen Salzburg 19 Jahre, 2 Monate, 25 Tage

DIE ÄLTESTEN SPIELER

29 Spieler mit 30 oder mehr Jahren sind in der Hinrunde am Platz gestanden. Sieben davon stehen beim Wolfsberger AC unter Vertrag. Die Liste zeigt die zehn ältesten Spieler der Liga, das Alter war jenes bei ihrem jeweils letzten Einsatz.

Rang Spieler Verein Alter
1. Joachim Standfest WAC 35 Jahre, 6 Monate, 1 Tag
2. Steffen Hofmann Rapid 35 Jahre, 2 Monate, 23 Tage
3. Hannes Aigner Altach 34 Jahre, 8 Monate, 13 Tage
4. Roman Wallner Grödig 33 Jahre, 9 Monate, 24 Tage
5. Thomas Gebauer Ried 33 Jahre, 5 Monate, 2 Tage
6. Alexander Walke Salzburg 32 Jahre, 5 Monate, 25 Tage
7. Martin Ehrenreich Sturm 32 Jahre, 4 Monate, 3 Tage
8. Jan Novota Rapid 31 Jahre, 11 Monate, 23 Tage
9. Ognjen Vukojevic Austria 31 Jahre, 10 Monate, 5 Tage
10. Jacobo WAC 31 Jahre, 9 Monate, 27 Tage

EINGESETZTE SPIELER

RBS-Coach Peter Zeidler hat in 18 Runden nicht weniger als 27 Akteure eingesetzt. Ried hat auf sieben Kicker weniger gesetzt, Herbstmeister Austria ließ auch nur 21 verschiedene Kicker ran.

Rang

Verein eingesetzte Spieler
1. Salzburg 27
2. Rapid 25
3. Admira 24
WAC 24
5. Sturm 23
Mattersburg 23
7. Grödig 22
Altach 22
9. Austria 21
10. Ried 20

JOKER-TORE

Wer kann sich auf seine Ersatzbank verlassen? Zoran Barisic bewies ein goldenes Händchen, seine Einwechselspieler haben insgesamt acht Tore geschossen. Beim WAC traf noch kein einziger Einwechselspieler.

Rang Verein Jokertore
1. Rapid 8
2. Mattersburg 5
3. Austria 3
Sturm 3
Salzburg 3
Admira 3
Ried 3
8. Altach 2
9. Grödig 1
10. WAC 0

ZUSCHAUER-ENTWICKLUNG

Aufsteiger Mattersburg spürt die Euphorie. Die Burgenländer haben mehr als doppelt soviele Fans begrüßen dürfen wie in der Vorsaison. Sonst dürfen sich nur die beiden Wiener Vereine über ein leichtes Plus freuen. Am schlimmsten eingebrochen sind die Zahlen in Salzburg und Wolfsberg.

Rang

Verein Zuschauer-Schnitt Vergleich Vorsaison
1. Mattersburg 5.806 +61,7%
2. Rapid 17.710 +5,6%
3. Austria 7.083 +5,0%
4. Grödig 1.644 -0,4%
5. Sturm 9.561 -5,6%
6. Ried 3.882 -6,0%
7. Altach 5.013 -6,4%
8. Admira 2.881 -9,0%
9. Salzburg 8.133 -18,8%
10. WAC 3.432 -34,9%

TORE DER HINRUNDE:

4. RUNDE: STEFAN SCHWAB (Austria-Rapid)

Ein Tor im Derby - immer ein tolles Gefühl. Ist es dann auch noch traumhaft - einfach geil. Doch seht selbst:

8. RUNDE: ANDREAS ULMER (EIGENTOR, Salzburg-Grödig)

Etwas aus der "Kategorie Kuriosität" gefällig? Bitte schön: Es passierte im Salzburger Derby. Nach Ballverlust der Bullen wird Venuto auf Reisen geschickt, Goalie Walke kommt aus dem Kasten, will ausputzen, schießt dabei Ulmer ab und daraufhin landet die Kugel im Netz.

11. RUNDE: BENJAMIN SULIMANI (Grödig-Sturm)

Schon jetzt ein Anwärter auf das Tor der Saison: Abstoß des Tormanns, perfekte Ballannahme, Volleyschuss aus 35 Metern und drin ist das Ding!

12. RUNDE: MICHAEL MADL (Sturm-Altach)

Ronaldo? Messi? Ibrahimovic? Brauchen wir nicht! Besser als der Sturm-Kapitän kann man einen Freistoß gar nicht schießen.

15. RUNDE: KEVIN FRIESENBICHLER (Austria-Salzburg)

Augen zu und durch! Das hat sich wohl der violette Edeljoker bei seinem Schuss gedacht.


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