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Bundesliga: Diese zehn Spieler sollten wechseln

Welche Bundesliga-Spieler sind für den Sprung ins Ausland bereit?

Bundesliga: Diese zehn Spieler sollten wechseln

Die Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu, das bedeutet auch, die Transferzeit geht langsam aber sicher los.

Die Bundesliga definiert sich als Ausbildungsliga, in den vergangenen Jahren haben auch immer wieder Spieler den Sprung in höherklassige Ligen geschafft.

Wer wäre aktuell bereit für den nächsten Schritt? Mit welchen Spielern ließe sich zurzeit Geld verdienen?

LAOLA1 nennt zehn Spieler, die sich Gedanken über einen Auslands-Transfer machen sollten:


KONRAD LAIMER

FC Red Bull Salzburg, 19 Jahre, Mittelfeld, Vertrag bis Sommer 2019

Noch immer keine 20 (wird er am 27. Mai), aber bereits 74 Einsätze für die Profis von Red Bull Salzburg und 55 Mal in der Bundesliga im Einsatz. Seit Oscar in Salzburg Trainer ist, gehört der Prototyp des Red-Bull-Fußballs zur Stammformation der Kampfmannschaft. In Österreich gibt es derzeit keinen besseren Pressing-Spieler, diese Qualität hat der Salzburger entwickelt. Seine Schwächen im Passspiel konnte Laimer zunehmend abbauen, seine offensiven Qualitäten nehmen zu. Zumindest ein halbes Jahr in Österreich samt europäischem Herbst könnten dem Blondschopf sicher noch gut tun. Doch seine nächste Station liegt ganz klar auf der Hand. Denn es wäre schon sehr überraschend, sollte sein Weg nicht früher oder später nach Leipzig führen, zumal sich Laimer mit dem Fußball von Red Bull identifiziert. Klar ist: Spätestens 2018 wird der Wechsel in eine Top-Liga folgen.

VALON BERISHA

FC Red Bull Salzburg, 24 Jahre, Mittelfeld, Vertrag bis Sommer 2018

Der 24-jährige gebürtige Schwede mit norwegischem Pass, der nun für den Kosovo spielt, hat sich mittlerweile vor fünf Jahren in Salzburg niedergelassen. Oftmals im Schatten der Starspieler hat sich der Mittelfeldakteur aber zum verlässlichen Leistungsträger gemausert, einer der wenigen, die sich in den letzten Jahren nicht der Fluktuation angeschlossen haben. In dieser Saison steht er mit acht Toren und elf Assists in 42 Pflichtspielen klubintern an der Spitze der Topscorer. Zudem steht er vor seinem vierten Meistertitel mit den Mozartstädtern und hat auch noch die Chance den vierten Cupsieg zu landen. Insgesamt absolvierte er 184 Pflichtspiele, erzielte 32 Tore und leistete 53 Assists. Der nächste logische Schritt kann somit nur Ausland heißen, noch dazu im Alter von 24 Jahren. Premier-League-Aufsteiger Brighton & Hove Albion fühlte schon vor, doch Salzburg soll ihm einen neuen Vertrag vorgelegt haben. Doch was will Berisha in Österreich noch erreichen? Will er international spielen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

LARRY KAYODE

FK Austria Wien, 24 Jahre, Angriff, Vertrag bis Sommer 2019

Es bleibt dabei, dass kein Spieler der österreichischen Bundesliga öfter im Abseits steht (40 Mal). Mit seinen Leistungen steht der Nigerianer jedoch alles andere als im Abseits, sondern viel mehr im Rampenlicht. Die Chance, Torschützenkönig zu werden, ist intakt - mit 14 Treffern liegt er deren zwei hinter Deni Alar. Gewinner dieser Wertung sind international gefragt, Stürmer seiner Schnelligkeit sowieso. Nach zwei Saisonen in Österreich stellt sich die Frage, wie sehr er sich hierzulande noch weiterentwickeln kann. Der Vertrag läuft noch bis 2019, der Austria stünde also im Idealfall eine ordentliche Ablösesumme zu. Vor wenigen Tagen 24 Jahre alt geworden, wäre "Larry" fraglos im richtigen Alter für den nächsten Schritt.

RAPHAEL HOLZHAUSER

FK Austria Wien, 24 Jahre, Mittelfeld, Vertrag bis Sommer 2018

Holzhausers Spielweise polarisiert. Die einen feiern ihn, die anderen verurteilen ihn. Fest steht aber, dass der 24-Jährige die tragende Rolle im Konzept des Tabellen-Zweiten Austria Wien spielt. Er zieht das Spiel an sich, verteilt die Bälle und agiert als eine Art "Quarterback". Seine Statistik liest sich beachtlich: Sieben Tore und vier Assists in 24 Spielen - als defensiver Mittelfeldspieler wohlgemerkt. In noch jüngeren Jahren scheiterte Holzhauser in Deutschland beim VfB Stuttgart und dem FC Augsburg, in Favoriten reifte er jedoch zum Mann. Deshalb wäre er nun wohl bereit für den erneuten Schritt ins Ausland - am besten zu einem Klub, der großes Augenmerk auf Ballbesitzspiel legt.

DENI ALAR

SK Sturm Graz, 27 Jahre, Angriff, Vertrag bis Sommer 2019

Gerüchte über angebliche Interessenten aus dem Ausland gab es im Saison-Verlauf immer wieder, zuletzt Levante. Auch wenn das Frühjahr für Alar bislang nicht unbedingt wunschgemäß verlaufen ist, führt der Sturm-Kicker die Torschützenliste mit 16 Treffern an. Wie oben für Kayode gilt: Schützenkönige sind begehrt. Manchmal ist man auch gut beraten, die Gunst der Stunde sofort zu nutzen und eine Saison wie diese in einen lukrativen Transfer umzumünzen. Mit bereits 27 Jahren könnten sich Alar nicht mehr viele Gelegenheiten bieten, sich den Auslandstraum zu erfüllen. Dagegen spricht, dass sich der Steirer in der Heimat wohl fühlt und bei den "Blackies" Vertrauen genießt. Sein Vertrag läuft noch bis 2019, Sturm hat so gesehen keine Not, ihn zu verkaufen. Andererseits ist bestens dokumentiert, dass die Grazer im Fall der Fälle nicht lange zögern und Spieler verscherbeln, sobald die Transfersumme stimmt - eine Vorgehensweise, die aus wirtschaftlicher Sicht auch Sinn macht.

LUKAS SPENDLHOFER

SK Sturm Graz, 23 Jahre, Verteidigung, Vertrag bis Sommer 2018

Ein Jahr weniger als Alar steht Lukas Spendlhofer noch in Graz unter Vertrag. Gelingt keine vorzeitige Verlängerung, blieben Sturm nicht mehr viele Gelegenheiten, Geld mit dem Innenverteidiger zu verdienen. Der 23-Jährige hat in diesem Jahr vielleicht nicht den großen Sprung nach vorne gemacht, sich alles in allem in seinen bislang drei Saisonen in Graz jedoch zum unumstrittenen Leistungsträger und Führungsspieler gemausert. Im Juni wird er 24, also sollte sich für den früheren Inter-Legionär definitiv die Frage stellen, ob die Zeit für eine Rückkehr ins Ausland nicht reif ist, bevor er "zu lange" in der Bundesliga bleibt. Zuletzt kursierten Gerüchte über ein angebliches Interesse von SV Werder Bremen beziehungsweise von deutschen Zweitligisten. Vorerst halten alle Beteiligten ihre Karten bedeckt, aber gut möglich, dass der Transfer-Poker bezüglich Spendlhofer bald Fahrt aufnimmt.

LOUIS SCHAUB

SK Rapid Wien, 22 Jahre, Mittelfeld, Vertrag bis Sommer 2020

Es ist kaum zu glauben, was der ÖFB-Teamspieler schon alles hinter sich hat. Oft gerät in Vergessenheit, dass Louis Schaub noch immer erst 22 Jahre alt ist. Der Druck lastet aber bereits seit Jahren auf dem technisch versierten Mittelfeld-Strategen, schließlich galt er als DER Nachfolger von Kapitän Steffen Hofmann. Der Mittelfeldspieler feierte 2012 im Alter von gerade einmal 17 Jahren sein Pflichtspieldebüt, seitdem hat er 167 Einsätze, 37 Tore und 20 Assists in den Beinen. Mit seiner quirligen Art, feinen Klinge, Übersicht, starkem Passspiel und Torgefahr vereint er alle Attribute, die es braucht, um eine große Karriere zu machen. Das Riesen-Talent war begehrt, ob bei Schalke, HSV oder Köln. Auch RB Salzburg soll sich bemüht haben. Doch Schaub blieb bisher Rapid treu - auch aufgrund von Leistungsschwankungen, Verletzungen und Rückschlägen. Dass er jedoch weiterhin das Potenzial hat, im Ausland Fuß zu fassen, ist unbestritten. Um nicht zu stagnieren, wäre dieser Schritt mittlerweile ratsam, auch wenn die Krisen-Saison nicht unbedingt die beste Plattform für Eigenwerbung war. Allerdings hat er es heuer zum Nationalspieler geschafft. Zuletzt kursierte ein Gerücht um Ajax Amsterdam.

STEFAN SCHWAB

SK Rapid Wien, 26 Jahre, Mittelfeld, Vertrag bis Sommer 2020

Stefan Schwab ist einen anderen weg gegangen. Nach der Salzburger Nachwuchsschule wurde die Admira für den Saalfeldner zum Glücksgriff, dort konnte er seine Stärken so richtig ausspielen und mauserte sich zum absoluten Führungsspieler. Ruhe am Ball, öffnende Pässe, ein guter Schuss sowie eine Stärke bei Standards ließen den Aufstieg des Mittelfeldspielers zur logischen Folge werden. Diesen Schritt machte Schwab 2014 mit dem Wechsel zu Rapid - nicht ins Ausland - im Alter von 23 Jahren. Bei den Grün-Weißen funktionierte Schwab auf Anhieb, wurde unverzichtbar und zum Ersatzkapitän von Steffen Hofmann. Sein Stellenwert bei Rapid ist riesig. Trotzdem muss sich der Salzburger im Alter von 26 Jahren die Frage stellen: Ausland oder nicht? Wenn ja, dann jetzt. Denn mit Krise, Knöchelbruch etc. hat er gesehen, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann. Italien wäre sein großer Traum, aufgrund der Wurzeln seiner Freundin fühlt er sich wie ein halber Italiener, Alessandro del Piero war sein Lieblingsspieler. Doch gibt Schwab sein Standing bei Rapid (das durch ein Karriereende von Hofmann noch mehr steigen könnte) für das Abenteuer auf? Eine schwierige Entscheidung.

CHRISTOPH MONSCHEIN

Admira Wacker, 24 Jahre, Angriff, Vertrag bis Sommer 2019

Der Admira-Stürmer spielt seine erste volle Saison in der Bundesliga und steht nach zehn Treffern bereits jetzt auf dem Zettel einiger Klubs. Eigentlich müsste der Rat aufgrund seiner kurzen Zeit in der höchsten Spielklasse lauten: Zumindest ein weiteres Jahr in Österreich bleiben, Fähigkeiten beweisen, nochmals weiterentwickeln und erst dann den Schritt ins Ausland wagen. Warum steht der flinke Stürmer dann auf dieser Liste? Ganz einfach: Monschein ist "schon" 24 Jahre alt, wird im Oktober 25. International wird er damit nicht mehr als junger Spieler sondern als gestandener Profi angesehen. Eine weitere Saison in Österreich, und schon geht der Niederösterreicher auf die 26 zu. Noch immer nicht zu spät, aber leichter wird es dadurch im Ausland nicht.

NICOLAS NGAMALEU

SCR Altach, 22 Jahre, Angriff, Vertrag bis Sommer 2019

Wenig aufsehen erregte der SCR Altach im vergangenen Sommer, als ein gewisser Nicolas Moumi Ngamaleu von Cotonsport aus Kamerun verpflichtet wurde. Doch der 22-jährige Offensivmann schlug voll ein. 24 Spiele und neun Scorerpunkte (sieben Tore, zwei Assists) später scheint es so, als sei Österreich nur eine Zwischenstation für den Mann aus Kamerun. Seine Fähigkeiten - Schnelligkeit gepaart mit Stärke am Ball - sind international gefragt, einige Klubs sollen bereits die Fühler ausgestreckt haben. Ob es im Sommer zum Transfer kommt? Bleibt abzuwarten. Ngamaleu wäre aber jedenfalls dazu bereit.

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