Wohlfahrt: "Mehrere Spieler unter Beobachtung"

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Der Wechsel von Roi Kehat (24) von der Austria zurück in seine israelische Heimat zu Maccabi Haifa ist seit Dienstagnachmittag offiziell.

Ob die Wiener jetzt selbst noch einmal aktiv am Transfermarkt tätig werden, ist nicht klar. "Das lassen wir uns offen. Wir machen nichts mit Gewalt. Es wird keinen Panik-Kauf geben", erklärt Franz Wohlfahrt bei LAOLA1.

Unvorbereitet ist der violette Sportdirektor aber keinesfalls. "Wir haben mehrere Spieler unter Beobachtung", versichert der 52-Jährige.

Positionsbezogener Ersatz

Bestätigen kann Wohlfahrt, dass im Fall der Fälle ein positionsbezogener Ersatz für den zweifachen israelischen Nationalspieler kommen würde: "Kehat hat auf der Achter-, oder Zehner-Position gespielt. Wenn wir jemanden holen, dann einen Spieler für das zentrale Mittelfeld."

Keine Auswirkung auf eine weitere Transferaktivität spielt für ihn, ob die Mannschaft in die Gruppenphase der Europa League einzieht oder nicht.

"Wenn wir das schaffen, haben wir zwar ein bisschen mehr Geld, aber wir werden trotzdem nicht unüberlegt handeln. Sprich: Ob mehr, oder wenig Geld zur Verfügung steht, ändert nichts daran, dass wir sehr, sehr vorsichtig agieren."

Spielt Österreicher-Topf Rolle?

Schließlich muss Wohlfahrt einige Faktoren in seiner Entscheidungsfindung miteinbeziehen: Ganz weit oben steht der Österreicher-Topf.

Nach dem Abgang von Kehat stehen bei den Veilchen neun Ausländer unter Vertrag. Am Spielbogen bei Meisterschafts-Begegnungen dürfen jedoch nur sechs Akteure aus dem Ausland angeführt werden.

Larsen, Filipovic, Venuto, Pires und Kayode gelten als gesetzt, Stronati und der langezeitverletzte Ronivaldo spielen keine Rolle mehr. Bleiben noch De Paula und Vukojevic, die sich zuletzt auch abwechselnd mit einem Platz auf der Tribüne begnügen mussten.

Kommt nun ein weiterer Ausländer, müssten jedes Mal zwei Legionäre zusehen. "Wir müssen uns das gut überlegen, klar“, gesteht der Sportdirektor, der aber zugibt, „dass ich gerade aus dem Ausland zurückgekommen bin."

Ob eine Spielerbeobachtung Grund seiner Reise war, ließ er sich jedoch nicht entlocken.


Der einzige Lichtblick für die Veilchen im Derby:


Routinier oder Youngster?

Zudem muss evaluiert werden, ob der neue Mann dem Team sofort weiterhelfen kann. „Auch das lasse ich offen. Wenn ich einen super, super Jungen in den nächsten drei Wochen sehe, der uns vielleicht nicht gleich weiterhelfen kann, aber enormes Potenzial mitbringt, werde ich ihn wahrscheinlich holen. Warum auch nicht, wenn er passt?“

Denn: "Du kaufst ja einen Spieler nicht für ein halbes oder volles Jahr. Du musst berücksichtigen, welche Verträge in Zukunft auslaufen, was im Winter passieren kann. Vielleicht lasse ich mir also bis zur Winterpause Zeit und schlage dann zu. Das ist auch keine schlechte Idee", erläutert der Ex-Internationale.

Gorgon ein Thema?

Eines schließt der Austria-Funktionär kategorisch aus: Eine Rückhol-Aktion von Alexander Gorgon, der die Veilchen mit Saisonende verlassen hat, bis dato aber noch keinen neuen Klub gefunden hat, wird nicht angestrebt.

Aber: "Für Spieler wie Gorgon, die so lange beim Verein waren, dem wir viel zu verdanken haben und der eine lebende Klublegende ist, wird die Türe nie zu sein."

Sollte sich der 27-jährige Mittelfeldspieler also bei den Veilchen melden, könnte es, ähnlich wie es bei Lukas Rotpuller im Spätsommer 2014 der Fall war, zu einem überraschenden Comeback kommen.

"Der Verein wird Spielern wie Gorgon einfach immer zu helfen versuchen. Wir würden in seinem Fall eine Lösung finden", so Wohlfahrt abschließend.

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