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Wawra: Wurde ihm Wolfsburgs Ausstiegsoption verschwiegen?

Der VfL beendet im Sommer die Kooperation mit dem Zweitligisten, wenn diese nicht aufsteigen. Diese Klausel wurde vor dem Sportchef offenbar verheimlicht.

Wawra: Wurde ihm Wolfsburgs Ausstiegsoption verschwiegen? Foto: © GEPA

In St. Pölten hängt der Haussegen schief.

Anfang März teilte der SKN mit, dass der VfL Wolfsburg die Kooperation beenden werde, wenn die Niederösterreicher ein weiteres Jahr in der ADMIRAL 2. Liga spielen. Der deutsche Bundesligist würde dann von seinem "bestehenden Kündigungsrecht Gebrauch machen", hieß es seitens der Landeshauptstädter.

Das hinterlässt in der Führungsebene Spuren. Sportdirektor Tino Wawra betonte bereits im November, wenn die Kooperation in die Binsen gehe, "dann war es das. Dann war es auch eine Fehlentscheidung von mir, so ehrlich bin ich."

Wolfsburgs Entschluss stand schon im Herbst fest

Der 44-Jährige sorgte für Aufsehen, als er im März 2023 seinen Abschied vom späteren Bundesliga-Aufsteiger Blau-Weiß Linz ankündigte, um ab dem folgenden Sommer beim direkten Zweitliga-Kontrahenten anzuheuern.

"Ich hatte mich für ein Projekt mit einem deutschen Bundesligaklub und dessen gesamtem Know-how entschieden", sagt Wawra nun der "Krone", das aber nach drei Monaten kaputt gewesen sei. "Wolfsburg hatte sich in Wahrheit bereits im Herbst entschlossen, die Sache zu beenden!"

Dass der VfL überhaupt eine Ausstiegsklausel besitzt, hatten die Geschäftsführer Jan Schlaudraff und Matthias Gebauer ihrem Sportdirektor bei den Verhandlungen und auch in weiterer Folge offenbar verschwiegen. "Von dieser Option wusste ich nichts, sonst hätte ich mich anders entschieden", betont Wawra.

Er sei gespannt, wie es jetzt weitergehe, werde dann überlegen, "was für meine Karriere das Beste ist."

Sein Vertrag in St. Pölten ist bis Sommer 2026 datiert, der SKN soll laut der "Krone" aktuell mit zwei Großsponsoren verhandeln. 


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