"Ich war doch mit 30 schon zu alt"

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Nach der Olympia-Teilnahme in Sotschi hat sich Parallel-Snowboarderin Claudia Riegler auch für die Heim-WM am Kreischberg qualifiziert und damit bewiesen, dass sie mit ihren 41 Jahren noch mithalten kann.

Geht es nach dem aktuellen Gefühlszustand der Salzburgerin, dann ist auch nach dieser Saison noch nicht Schluss.

"Es macht noch so viel Spaß"

"Wenn du mich jetzt in dem Moment fragst, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass es die letzte Saison ist. Irgendwie entsteht da eine neue Motivation. Mit 30 war ich ja zu alt, wie man mir gesagt hat. Aber ich merke, dass ich körperlich noch so fit bin und mithalten kann. Das ist irgendwie eine Herausforderung, herauszufinden, wieviel wirklich noch geht. Abgesehen davon macht es noch so viel Spaß", sagt die zweifache WM-Medaillengewinnerin.

Aus Gesprächen mit den Ex-Kollegen Ingemar Walder und Siegfried Grabner, die beide Ende vergangener Saison zurückgetreten sind, wisse sie, dass es ihnen nicht schwer gefallen sei, die Karriere zu beenden, weil sie gespürt hätten, dass es Zeit sei. "Aber das Gefühl ist bei mir noch nicht da, dass ich sage, ich kann mich nicht mehr motivieren, ich kann nicht mehr. Solange das nicht da ist, kann ich auch nicht aufhören."

Volle Konzentration auf den Riesentorlauf

Kreiner, Schöffmann und Riegler wollen bei der Heim-WM zuschlagen

In den nächsten Tagen gilt die volle Konzentration dem Parallel-Riesentorlauf am Freitag im Lachtal, am Wochenbeginn stand noch einmal Training auf dem WM-Hang auf dem Programm.

"Der Hang taugt mir. Es ist super gegangen, die Piste war richtig hart. Von mir aus kann es ruhig ein bisserl eisig werden, da habe ich nichts dageben", sagt die Flachauerin, die 2011 bei der WM in La Molina Silber im Riesentorlauf und Bronze im Slalom gewonnen hat.

Das WM-Rennen will sie "genießen", entscheidend könnte eine flache Passage nach dem anfänglichem Steilstück werden. "Man muss die Übergänge gut erwischen, das ist sicher das Um und Auf. Das Flache ist sehr flach, fünf bis sechs Tore, da musst du den Speed mitnehmen. Da kannst du viel gewinnen, aber auch viel verlieren."

Nur ein Weltcup-Rennen vor der WM

Im Parallel-Riesentorlauf stand nur ein Weltcuprennen in Carezza in dieser Saison auf dem Programm, Riegler schied nach einem guten ersten Quali-Rang im zweiten aus.

Da von den Österreicherinnen nur Marion Kreiner als Siegerin und Sabine Schöffmann als Neunte in die Wertung kamen, setzte Cheftrainer Bernd Krug für die WM-Aufstellung ein Zeittraining an. "Bei den Trainings im Lachtal war ich sehr gut dabei, ich fühle mich total wohl auf dem Hang", versicherte Riegler.

Nervösität verspürt Riegler nach so vielen Jahren keine mehr, Spannung ist aber da. "Das ist immer gut, die habe ich auch immer. Ich gehe mit Freude zum Start und will das Beste rausholen. Ich habe zwei WM-Medaillen daheim, wenn sich noch eine dazugesellen würde, dann würde mich das sehr freuen."

Wie realistisch das ist? "Ich bin fit und es passt alles. Aber ein Fehler und du bist weg. Um eine Medaille zu holen, müssen alle Läufe passen."

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