Prommegger macht die 200 voll

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Volle Konzentration auf Saisonziel Nummer 3

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Eine besondere Bedeutung hat am Sonntag der Weltcup-Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder in Arosa für zwei ÖSV-Athleten.

Einerseits beendete die Tirolerin Heidi Neuruer wie angekündigt in der Schweiz ihre Karriere, andererseits bestreitet der Salzburger Andreas Prommegger sein bereits 200. Weltcuprennen und ist damit erst der zwölfte Snowboarder dem dies gelingt.

Siegen oder fliegen

„Vor der Saison hatte ich drei klar definierte Ziele. Ziel Nummer eins war es beim Heimweltcup in Gastein nach zehn Jahren endlich den Sprung aufs Podest zu schaffen.“

Das ist dem 32-Jährigen mit seinem allerersten Sieg in Gastein, dem zweiten in der laufenden Saison, gelungen.

„Bei mir gibt es diese Saison eigentlich nur siegen oder verlieren.“ Von den bisherigen sechs Saisonrennen konnte Prommegger drei gewinnen, der Rest ist nicht nach Wunsch verlaufen.

„Aber so ist das eben in unserem Sport. Es ist eine Gratwanderung, man kann genauso schnell ausscheiden wie gewinnen.“

WM abgehakt

Die Erfahrung, dass Sieg und Niederlage oft sehr nah beieinander liegen, musste Prommegger bei den diesjährigen Weltmeisterschaften im kanadischen Quebec machen.

Mit Platz vier im Parallelslalom fuhr er knapp am Edelmetall vorbei und hat damit sein zweites großes Ziel, eine WM-Medaille, knapp verpasst.

„Aber ich will gar nicht in den Rückspiegel blicken. Da verliert man nur den Fokus nach vorne. Ich selbst konnte mit dem 4. Platz auch ganz gut umgehen – dafür musste ich meinem Umfeld nach dem Rennen mehrfach versichern dass alles ok ist und es mir gut geht“, schmunzelt Prommegger und konzentriert sich auf Saisonziel Nummer drei: die Verteidigung des Gesamtweltcups.

Prommegger will Kugel verteidigen

"Ich werde in den ausstehenden Rennen alles geben, um die Kristallkugel erfolgreich zu verteidigen", gibt sich der Pongauer kämpferisch.

Vor den letzten drei Rennen in Arosa, La Molina (16.3.) und der Sierra Nevada (20.3.) liegt er als Weltcup-Zweiter allerdings 190 Punkte hinter Spitzenreiter Roland Fischnaller.

Den Italiener, der in der Schweiz übrigens sein 150. Weltcuprennen bestreitet, hat der Österreicher vor zwei Jahren beim bisher letzten Stopp der Parallel-Asse in Arosa im Finale besiegt.

Drei von sechs Rennen hat Prommegger für sich entschieden. "Aber auch Fischnaller ist extrem gut drauf. Daher gehe ich davon aus, dass der Weltcup erst im letzten Rennen entschieden wird", so Prommegger.

Sechskampf um Kristall

Bei den Damen kommt Marion Kreiner mit dem orangen Trikot der Weltcup-Führenden in die Schweiz.

Der Vorsprung der Steirerin auf die Kanadierin Caroline Calve beträgt 170 Zähler. Dahinter liegen mit Jekaterina Tudegeschewa (RUS), Patrizia Kummer (SUI) und Amelie Kober (GER) drei weitere Damen auf Schlagdistanz zu Kreiner.

Die Burgenländerin Julia Dujmovits rangiert nicht ganz aussichtslos an sechster Stelle.

Für Neururer schließt sich in Arosa der Kreis. Die 34-Jährige wird an jenem Ort ihr letztes Rennen bestreiten, an dem sie mit WM-Gold im Parallel-Slalom 2007 ihren größten Triumph feierte.

"Die beiden vergangenen Saisonen sind nicht mehr so verlaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Zuletzt hat mir auch die mentale Kraft gefehlt, um weiterzukämpfen", erklärt die Tirolerin, die vier Weltcupsiege feierte.

Die Chance lebt

Am Samstag stehen die Snowboardcross-Bewerbe auf dem Programm.

Markus Schairer weist vor den drei ausständigen Konkurrenzen in Arosa, Veysonnaz und Sierra Nevada als Weltcup-Zweiter 250 Punkte Rückstand auf den australischen Weltmeister Alex Pullin auf. Für einen Sieg gibt es im Snowboard-Weltcup 1.000 Punkte.

Mit von der Partie sind auch Youngster Alessandro Hämmerle, der zuletzt bei der Olympia-Generalprobe in Rosa Chutor (RUS) seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hat, sowie der frischgebackene Staatsmeister Christopher Fischer.

 

ÖSV-Aufgebot:

PGS (Damen/6): Julia Dujmovits (B), Marion Kreiner (ST), Ina Meschik (K), Heidi Neururer (T), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K).

PGS (Herren/11): Siegfried Grabner (K), Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Andreas Lausegger (K), Lukas Mathies (V), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S), Johann Stefaner (K), Anton Unterkofler (S), Manuel Veith (ST), Ingemar Walder (T).

SBX (Damen/2): Susanne Moll (V), Maria Ramberger (NÖ).

SBX (Herren/6): Hanno Douschan (K), Christiopher Fischer (NÖ), Alessandro Hämmerle (V), Michael Hämmerle (V), Florian Jud (B), Markus Schairer (V).

 

Weltcup-Programm Arosa (SUI):

Freitag (11.00 Uhr bzw. 13.50 Uhr): SBX-Qualifikation Herren bzw. Damen

Samstag (12.00): SBX-Finale D + H

Sonntag: (09.00 bzw. 13.00): PGS-Quali bzw. Finale D + H

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