Gold und eine Bombe

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Drittes Gold für Marco Schwarz

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Nach einem Tag ohne Edelmetall hat das rot-weiß-rote Team bei den 1. Olympischen Weltjugendspielen in Innsbruck am Donnerstag wieder jubeln dürfen.

Marco Schwarz gewann am Patscherkofel den Riesentorlauf in 1:51,70 Minuten 0,40 Sekunden vor dem Südtiroler Hannes Zingerle und 0,63 vor dem Schweizer Sandro Simonet.

Für den Kärntner war es die dritte Goldmedaille nach Siegen in der Super-Kombi und mit dem Team.

Drittes Gold "schon lässig"

Nach dem ersten Durchgang lag Schwarz noch an der zweiten Stelle hinter dem Slowenen Miha Hrobat, der schlussendlich an zweiter Stelle wegen eines Torfehlers nachträglich disqualifiziert wurde.

"Dieser zweite Platz war eine ideale Platzierung zum Angreifen. Ich erwischte dann auch einen sehr guten Lauf", betonte Schwarz nach Bestzeit im zweiten Durchgang. Der Vorarlberger Mathias Graf hatte just an seinem 16. Geburtstag Pech und schied nach Platz zehn zur Halbzeit im zweiten Lauf aus.

"Zum dritten Mal Gold zu holen ist schon lässig. Jetzt bin ich auch richtig stolz", gestand Schwarz. Vergessen ist inzwischen sein Ausfall im ersten YOG-Rennen, als er mit bester Zwischenzeit auf dem Weg zu Edelmetall ausgeschieden war.

Viertes Gold zum Abschluss?

Auch dass nicht nur die ÖOC-Granden im Ziel gratulierten, sondern auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum erfüllte Schwarz mit stolz. Pum war besonders von der Nervenstärke des aufstrebenden Skifahrers angetan.

Für den Abend kündigte Schwarz noch eine Medaillenfeier an. "Weil nach dem dritten Gold darf man das schon", betonte der 16-Jährige, der in Radenthein wohnt und für den Skiclub Bad Kleinkirchheim startet. Es sollte aber eine kurze Feier werden.

"Denn am Freitag steht Slalom-Training auf dem Programm", begründete Schwarz. Der Hunger des Schülers ist noch nicht gestillt. "Ich will am Samstag unbedingt noch eine Medaille, am liebsten wieder Gold", sagte Schwarz vor seiner Lieblingsdisziplin, dem Slalom.

Verletzungen im österreichischen Team

Das ÖOC hatte am Donnerstag für zwei verletzte Athleten neue Sportler mit einer Spezialerlaubnis des IOC nachnominieren dürfen. Für Snowboarder Roland Hörtnagl, der sich in der Halfpipe eine Handwurzelverletzung zuzog, kam der Steirer Florian Prietl ins Team.

Für die Salzburgerin Skicrosserin MichelleBuchholzer wurde nach deren Meniskusverletzung die Steirerin Michaela Heider nachgenannt.

Auch für die Bobfahrerin Julia Glantschnig, die vor vier Wochen im Training einen Kreuzbandriss erlitten hat, sind die Weltjugendspiele zu Ende.

Fliegerbombe sorgt für Absage

Obwohl mit einer Spezialerlaubnis vom IOC für einen "sitzenden" Start ausgestattet, bekam sie vom Arzt Startverbot: zu gefährlich. Für die Stubaitalerin und ihre Bremserin Sophia Arnold wurde niemand nachnominiert, da es keinen gleichwertigen Ersatz gibt.

Die für Donnerstagabend (19.00 Uhr) angesetzte Medaillenfeier ist abgesagt worden. Bei Kanalgrabungsarbeiten in der Innsbrucker Innenstadt war am Nachmittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das Risiko, die Zeremonie in unmittelbarer Nähe stattfinden zu lassen, war zu groß. Die Feier soll am Freitag nachgeholt werden.

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