Nur Anna wagt sich aufs Glatteis

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Rokita in neuer Saison Österreichs Einzelkämpferin

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Die Österreicherin Anna Rokita ist Österreichs vorerst einziger Beitrag zum am Freitag in Tscheljabinsk am Ural beginnenden Eisschnelllauf-Weltcup 2011/12.

Die Tirolerin hat sich anders als in den vergangenen Jahren auf die Saison vorbereitet, trainierte statt wie schon in Kanada, Deutschland oder Polen daheim in Innsbruck sowie auf der Bahn in Inzell/Bayern.

Trainingspartner waren einige aufstrebende österreichische Junioren, für die vorerst der Junioren-Weltcup vorrangig ist.

"Das ist eine junge Truppe"

"Das ist eine junge Truppe, die Burschen laufen in etwa auf Annas Niveau", erklärte Jurek Rokita, der Vater der 25-Jährigen.

Er ist nun nicht mehr Coach seiner Tochter, das hat Hannes Wolf übernommen.

Da dieser an diesem Wochenende jedoch mit dem ÖESV-Trio Vanessa Bittner, Armin Hager und Linus Heidegger beim Junioren-Weltcup in Bjugn (Norwegen) weilt, hat Hubert Kreutz für Tscheljabinsk und nächste Woche beim Weltcup in Astana die Betreuung Rokitas übernommen.

Gutes EM-Abschneiden als Hauptziel

Hauptziel der zweifachen Olympia-Teilnehmerin ist ein gutes EM-Abschneiden (6. bis 8. Jänner in Budapest). Darüber läuft die Qualifikation für die WM (18./19. Februar in Moskau).

Die WM auf den Einzelstrecken wurde an Heerenveen vergeben (22. bis 25.3.), wo auch zwei Weltcups angesetzt sind.

Weitere Weltcup-Stationen sind Salt Lake City, Hamar und Berlin. Im Saisonverlauf könnte noch ein gebürtiger Niederländer für Österreich ins Geschehen eingreifen, ihm fehlt aber noch die internationale Freigabe.

   Im heurigen Jänner in Klobenstein wurde Rokita bei der Vierkampf-EM Elfte, qualifizierte sich damit für die WM. Ähnliches soll wieder gelingen.

Rokita strebt A-Gruppe an

Ihre Strecken bleiben die 1.500, 3.000 und 5.000 m, wobei sie zuerst in der B-Gruppe der Leistungsschwächeren starten muss.

Ein Aufrücken in die A-Gruppe und dort in den Bereich von Rang zehn strebt Rokita laut ihrem Vater aber an. Bei den Jungen geht es wiederum auch um die Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele in Innsbruck.

Massenstartbewerbe als attraktive Neuerung

Aus internationaler Sicht bringt die Saison mit Massenstartbewerben eine attraktive Neuerung. Diese Konkurrenzen sind für Astana, Heerenveen und Berlin angesetzt, sollen mehr Zuschauer auch vor die Fernseher locken.

Zuletzt sind die Einschaltquoten niedriger geworden. Kritiker meinen, dass der Massenstart erst mit WM- und Olympia-Status richtig anerkannt würde.

Zudem ist das Preisgeld mit 1.500 Dollar (1.112 Euro) für den Gesamtsieg äußerst gering. Neu sind auch Teamsprints.

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