Flieger Koch segelt zum Sieg

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Flieger Koch segelt in Oberstdorf zum 3. Sieg

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Martin Koch hat beim Weltcup-Skifliegen in Oberstdorf seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholt.

Der Kärntner siegte am Samstag bei der WM-Generalprobe für Vikersund nach Sprüngen auf 218 und 221,5 Meter mit einem Vorsprung von 10,2 Punkten auf den Japaner Daiki Ito.

Dritter wurde der wiedererstarkte Schweizer Simon Ammann. Der um den Gesamtweltcup kämpfende Gregor Schlierenzauer fiel im zweiten Durchgang hingegen vom dritten auf den siebenten Rang zurück.

Auf Bardal aufgeholt

In der Weltcup-Gesamtwertung verkürzte der Tiroler damit den Rückstand auf den voran liegenden Anders Bardal nur auf 44 Zähler, obwohl der Norweger über den zwölften Platz nicht hinauskam.

Der nach 21 Bewerben drittplatzierte Andreas Kofler klassierte sich nach einem stärkeren zweiten Sprung zumindest noch als 19. Drittbester Österreicher war Thomas Morgenstern als 15., David Zauner vervollständigte als 23. das ÖSV-Quintett.

Am Sonntag (13.45 Uhr) steht im Finale der Team-Tour der Teambewerb auf dem Programm.

Koch nicht voll zufrieden

Der zum dritten Mal im Skiflug-Weltcup erfolgreiche Koch legte vor 13.000 Zuschauern bereits im ersten Durchgang mit der Höchstweite vor und ließ in der Entscheidung ebenfalls nichts anbrennen.

Ito setzte den 30-Jährigen zwar unter Druck, Koch konterte aber mit dem neuerlich weitesten Satz.

"Ich bin sehr zufrieden, so einen guten Sprung wie den ersten habe ich noch nie gemacht. Der zweite war auch sensationell, aber den habe ich nicht mehr gesetzt", war der Skiflug-Spezialist dennoch nicht gänzlich zufrieden.

Bessere Landung

Bei den Titelkämpfen in Norwegen will Koch nämlich ebenfalls von ganz oben lächeln. Daher ortete der Oberstdorf-Liebhaber noch Steigerungsbedarf bei der Landung:

"Der Telemark muss her, ich möchte ja nicht bei jedem Skifliegen zwanzig Meter weiter fliegen müssen als die anderen."

Auch ohne Podest glücklich

Einen gelungenen WM-Test absolvierte auch Schlierenzauer. Obwohl es mit dem Podium nicht klappte, sah sich der Sieger der Vierschanzentournee für Vikersund gut gerüstet.

"Es ist mir sehr gut gelungen, im Wettkampf Leistung abzurufen. Ich bin sehr zufrieden. Morgen gibt es mit dem Teamspringen noch mal eine super Übung Richtung Vikersund, dann wird das schon hinhauen", sagte Schlierenzauer, der die WM zu seinem zweiten Saison-Höhepunkt erklärt hatte.

Wird Dreikampf zum Duell?

Einen durchwachsenen Bewerb lieferte hingegen erneut Kofler ab. Der Tiroler war nach dem ersten Sprung nur auf Platz 25 gelegen, in der Entscheidung gelang zumindest eine Verbesserung um sechs Ränge.

In der Weltcup-Gesamtwertung verlor Kofler trotzdem weiter an Boden und liegt nun 78 Punkte hinter Bardal.

Aus dem Dreikampf droht ein Zweikampf zu werden. "Ich bin zufrieden mit dem letzten Sprung, aber einer ist zu wenig", meinte auch Kofler.

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