Kofler feiert in Lillehammer zweiten Saisonsieg

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Der Tiroler Andreas Kofler hat sich auch im zweiten Weltcup-Bewerb der Saison den Sieg geholt.

Der 27-Jährige gewann am Samstag die von schwierigen Windbedingungen geprägte Konkurrenz auf der Normalschanze von Lillehammer mit neuem Schanzenrekord im ersten Durchgang und einem Sicherheitssprung deutlich vor dem deutschen Überraschungsmann Richard Freitag und dem Polen Kamil Stoch.

Gregor Schlierenzauer verbesserte sich im Finale noch vom 21. auf den 6. Platz. Thomas Morgenstern wurde Zwölfter.

Schanzenrekord als Basis

Kofler ließ sich auf dem Weg zu seinem siebenten Weltcuperfolg auch von widrigen Bedingungen nicht bremsen. Zunächst verbesserte er den von Espen Bredesen (NOR) bei seinem Olympiasieg 1994 aufgestellten Schanzenrekord um einen halben auf 105,0 Meter.

Im Finale holte die Konkurrenz und speziell Freitag mit einem Satz auf 103,5 m zwar noch auf, ein Sprung auf 98,0 m reichte Kofler mit sechs Punkten Vorsprung aber locker zum Sieg.

Kofler strahlt

"Der erste Sprung war super, ich konnte die Power voll ausspielen. Ich bin einfach gut drauf. Aber es ist auch leicht, mit voller Hose zu stinken", meinte Kofler, der in der Saisonvorbereitung mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, nach seinem neuerlichen Triumph.

Dank seiner zwei Erfolge weist der Vize-Weltmeister in der Gesamtwertung vor dem Großschanzenbewerb am Sonntag (13.45 Uhr) bereits 80 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Schlierenzauer auf.

"Meine Zuversicht steigt, mit dem Abstand nach zwei Springen kann man schon recht gut leben", meinte Kofler dazu.

Schlierenzauer hadert

Der in Kuusamo hinter Kofler noch zweitplatzierte Schlierenzauer kam dem Podest mit einem guten zweiten Sprung (92,5 m) noch bis auf zehn Punkte nahe.

Der Großschanzen-Weltmeister zeigte sich damit zufrieden, haderte aber mit den Bedingungen. "Es war schon sehr windig. Der zweite Sprung stimmt mich zuversichtlich. Die Marschrichtung Richtung Tournee stimmt, aber die Konstanz fehlt noch. Vom 21. auf den 6. Platz zu kommen, zeigt mir, dass ich gut drauf bin", meinte der 21-jährige Tiroler und gratulierte Kofler zu einer "souveränen Vorstellung".

Keine Werbung

Auch Weltcup-Titelverteidiger Morgenstern konnte mit Platz zwölf nach Sprüngen auf 92,0 m und 87,5 m aufgrund der wechselnden Windbedingungen gut leben.

"Das war nicht die beste Werbung für die Normalschanzen, es war nicht einfach zu springen. Ich bin noch nicht in Topform und so habe ich nichts weiter vorne verloren", gab sich der Normalschanzen-Weltmeister selbstkritisch.

ÖSV-Duo verpasst Finale

Wolfgang Loitzl kam nach Platz 18 in Kuusamo auch in Lillehammer nicht in Schuss. Der Ex-Weltmeister war als 32. wie sein Tiroler Teamkollege Manuel Fettner als 44. im Finaldurchgang nur noch Zuschauer.

Olympiasieger Simon Ammann musste sich indes bei seinem Saisondebüt mit Rang neun begnügen. Der Schweizer hatte den von den Österreichern mit einem Dreifachsieg und dem überlegenen Erfolg im Teambewerb dominierten Auftakt in der Vorwoche in Kuusamo noch ausgelassen.

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