Einmal nicht auf dem obersten Podest

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Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient.

Österreichs Skisprung-Mannschaft hat sich am Samstag in Harrachov erstmals seit März 2010 bzw. nach acht Team-Erfolgen en suite (inklusive zweier WM-Titel in Oslo) geschlagen geben müssen.

Thomas Morgenstern, David Zauner, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer erzielten insgesamt 956 Zähler und landeten letztlich noch deutlich 37,7 Punkte hinter Norwegen auf Platz zwei. Slowenien wurde überraschend vor Deutschland Dritter.

Halbzeitführung nicht genutzt

Das ÖSV-Team hatte nach dem ersten Durchgang noch geführt, nach dem insgesamt sechsten Nationendurchlauf übernahm aber Norwegen die Spitze.

Erstmals seit dem Teambewerb in Lahti im März des Vorjahres, als ebenfalls Norwegen triumphiert hatte, mussten sich Morgenstern und Co. wieder einmal geschlagen geben.

Die Bewerbe in Harrachov werden am Sonntag (13.45 Uhr) mit einem Einzelspringen fortgesetzt.

Verschmerzbare Niederlage

Der Hunger der Konkurrenz, die so dominanten ÖSV-"Adler" endlich wieder einmal zu besiegen, wurde also wieder einmal gestillt.

Ein Umstand, der die Österreicher nicht wirklich in schlechte Stimmung versetzte.

"Wir können damit gut umgehen. Wer so viel gewonnen hat, der muss auch mal verlieren können", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner.

Kofler hinter den Erwartungen

Vor allem Kofler hat sich bisher mit der Schanze nicht wirklich anfreunden können.

Im Probedurchgang hatte der dreifache Saisonsieger aus Tirol einen ähnlich instabilen Sprung gezeigt wie am Vortag. Mit 131,5 und 133 Metern bot er dann doch eine solide Leistung.

"Wie die Mannschaft die ganze Situation mit dieser Vorgeschichte gemeistert hat, das steht über so manchem Sieg. Deshalb können wir erhobenen Hauptes von der Schanze gehen", war Pointner deshalb zufrieden.

Dem Druck standgehalten

David Zauner stand zwar nicht zum ersten Mal in der Mannschaft, aber erstmals unter besonderem Druck. "Das war heute die erste richtige Herausforderung für ihn. Ich bin mit ihm sehr zufrieden, es waren harmonische Sprünge. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben", ist Pointner vom Freitag-Vierten Zauner überzeugt.

Morgenstern hat vor allem im ersten Durchgang mit einem 139-m-Satz für die beste Einzelleistung der ÖSV-Mannen gesorgt und wohl neues Selbstvertrauen, auch für den Sonntag-Bewerb, getankt.

Freitag-Sieger Gregor Schlierenzauer lief es als Schluss-Springer mit 132 und 124 m nicht ganz nach Wunsch.

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