"War in keinster Weise regulär"

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LAOLA1: Simon Ammann ist in allen drei Bewerben am Stockerl gestanden. Ist er ein Schlitzohr, der – Stichwort Windbedingungen – derzeit auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hat?

Pointner: Zunächst muss man gute Bedingungen erst mal zu nutzen wissen. In Oberstdorf ist er auch in puncto Aufsprung auf die Butterseite gefallen. Nichtsdestotrotz gehören Siege gefeiert und er hat das Ding dort gewonnen. Ich gönne ihm diese Erfolge und will da nicht groß meckern. Simi hat den Skisprung-Sport über ein Jahrzehnt mitgeprägt und solche Siege sind daher auch erarbeitet. In Garmisch hatte er im ersten Durchgang etwas Pech mit den Bedingungen, im zweiten wieder Glück. Und in Innsbruck hatte er als einziger der Favoriten richtig gute Bedingungen. Ähnlich war es auch bei Gregor Schlierenzauer und bei Sieger (Anssi) Koivuranta. Dazu möchte ich sagen, dass mich das sehr freut, weil die Finnen es zuletzt schwer hatten.

LAOLA1: Bischofshofen erlebt den ultimativen Showdown. Was dürfen sich die Fans erwarten?

Pointner: Es ist kein Geheimnis, dass es eine Lieblingsschanze von Thomas Morgenstern ist. Generell ist es für uns eine wichtige Trainingsschanze, was bedeutet, dass sich alle hier wohl fühlen. Wir freuen uns auf das Springen und auf unsere Fans.

LAOLA1: Wer ist dein persönlicher Favorit auf den Tournee-Sieg und warum?

Pointner: Für mich sind die beiden Favoriten definitiv Thomas Diethart und Thomas Morgenstern. Diethart weiß ganz genau, wie er sein Potenzial abrufen kann. Er ist mit der Aufgabe gewachsen und hat fast zehn Punkte Vorsprung. Morgenstern ist, wenn man sich die Saison anschaut, derzeit der beste Skispringer im ganzen Zirkus. Das kann ich ganz klar so sagen. Er übertrifft, was die Skisprung-Leistung betrifft, auch einen Simon Ammann, was jeder bestätigen kann. Er ist in dieser Saison schon durch dick und dünn gegangen. Dass er sich heute so geärgert hat, ist gut so. Da weiß ich, dass der alte Thomas Morgenstern zurück ist. Wenn so etwas passiert ist, ist er bisher immer ausgeflippt. Ich hasse es zwar und es ist für alle Beteiligten unangenehm, ich weiß aber auch, dass wieder alles in Ordnung ist, wenn wir uns kurz an der Bar zusammensetzen. Ich bin überzeugt, dass meine Athleten am besten vorbereitet sind, weiß aber auch, dass eine echte Größe gegen sie kämpft. Wir haben jetzt fünf Mal hintereinander gewonnen und wollen den sechsten Sieg.

LAOLA1: Vielen Dank für das Gespräch.


Das Interview führte Christoph Nister

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