Hinzenbach feiert GP-Premiere

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ÖSV-Team wartet mit Lokalmatador Hayböck auf

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Auf der im Oktober 2010 eröffneten Skisprung-Schanze Hinzenbach (Bezirk Eferding) in Oberösterreich geht am Samstag erstmals ein Sommer-Grand-Prix über die Bühne.

17 Nationen haben genannt - "alles, was Rang und Namen hat", sei am Start, erklärten die Veranstalter in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz.

Für 4. bis 8. Februar 2012 hat die FIS mit einem Damen-Weltcup-Springen einen weiteren internationalen Bewerb an Hinzenbach vergeben.

ÖSV-Team in Bestbesetzung

Hinzenbach ist heuer die einzige Station des Sommer-Grand-Prix in Österreich. Der Bewerb geht am Samstag (13.30 Uhr) in Szene, am Vortag stehen Training (ab 15.00) und Qualifikation auf dem Programm.

"Das ÖSV-Team startet in seiner derzeit ersten Besetzung", kündigte Ernst Vettori, sportlicher Leiter für Springen und Nordische Kombination des Skiverbandes, an.

Neben dem überlegen führenden Thomas Morgenstern, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer ist unter anderem Michael Hayböck als Lokalmatador mit dabei. Martin Koch laboriere noch an Rückenproblemen und David Zauner an den Folgen einer Kreuzbandoperation, so Vettori.

Auch international ist der Bewerb gut besetzt, etwa mit dem Polen Kamil Stoch, Martin Schmitt aus Deutschland oder dem Norweger Tom Hilde.

Lob von Vettori

Die Schanze wurde bereits von Nationalmannschaften mehrerer Länder für das Training genutzt. Sie erfülle alle Anforderungen an einen internationalen Bewerb, lobte Vettori. Österreich verfüge über gute Anlagen im Süden und Westen, daher sei es besonders erfreulich, dass es nun auch in Oberösterreich eine wettbewerbsfähige Schanze gebe. Bei dem Heimspiel am Wochenende wollen die ÖSV-Adler jedenfalls "ein sehr gutes Ergebnis abliefern", kündigte er an.

Kritik im Vorfeld

Rund um die Schanze, auf der die Athleten wahlweise auf einer Sommer- oder einer Eisspur trainieren können, hatte es im Vorfeld heftige Kritik von FPÖ und Grünen sowie durch den Landesrechnungshof gegeben:

Das 2001 mit 1,6 Mio. Euro veranschlagte Projekt sei demnach 2006 ohne entsprechende Bewilligung auf eine 94-Meter-Schanze erweitert worden und kostete schließlich 7,39 Mio. Euro.

Sport- und Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (V) verwies hingegen darauf, dass der ÖSV durch die Abwandlung mehr als eine Mio. Euro Fördermittel lukriert habe und die Abhaltung nationaler und internationaler Wettbewerbe gesichert worden sei. Zudem sei der Baukostenindex seit 2001 um 40 Prozent gestiegen.

"Die Kritik wird verstummen, wenn wir am Wochenende 5.000, 6.000 oder 7.000 Zuseher nach Hinzenbach bringen und wenn wir sehen, was die Spitzensportler über diese tolle Schanze sagen", ist Landessportdirektor Alfred Hartl überzeugt.

Oberösterreich wolle künftig "im Reigen der Weltcup-Springen eine Rolle spielen", kündigte er an.

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