Monsterprogramm am Bakken

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Kulm: Monsterprogramm am Monsterbakken

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Warten. Ein einziges Warten.

Bei der Anreise, bei der Fahrt zum Gelände und auf der Schanze sowieso.

In Bad Mitterndorf/Tauplitz läuft bisher nichts so wie geplant.

Absagen, Absagen, Absagen

Schon am Donnerstag und Freitag ist am Kulm nicht an Skifliegen zu denken.

Heftiger Wind und Schneefall verhindert die Trainings sowie die Quali, am Samstag fällt dann auch der erste von zwei Bewerben ins Wasser.

„Es ist vor allem schade für die Zuschauer und für den Veranstalter. Man muss den Hut ziehen, dass die Leute so lange ausgeharrt haben. Ich hoffe, dass wir morgen aufstehen, den Vorhang aufziehen und blauen Himmel haben“, baut Thomas Morgenstern auf einen besser aufgelegten Wettergott.

Monsterprogramm am Sonntag

In der Tat ist die Vorhersage für Sonntag so gut, dass OK-Chef Hubert Neuper sein Monsterprogramm durchbringen könnte.

  • Für 9:45 Uhr ist das Training angesetzt.
  • Ab 10:45 Uhr soll der abgesagte Samstags-Bewerb mit 54 Teilnehmern nachgeholt werden – allerdings in nur einem Durchgang.
  • Um 14 Uhr beginnt dann regulär der erste Durchgang des Sonntags-Bewerbs, anschließend steigt das Finale.

„Wir werden versuchen, zwei Bewerbe durchzubringen, um eine wirtschaftliche Schadensbegrenzung zu betreiben“, sagt Neuper.

Die Seele des Kulms

Wie hoch der Schaden der Samstag-Absage ist, könne er nicht sagen, der ÖSV hätte jedenfalls eine Versicherung für einen Totalausfall.

„Aber mir geht es jetzt nicht um die wirtschaftlichen Faktoren“, meint der „Mr. Kulm“ sichtlich geknickt, „mir geht es um die Menschen, die die Seele des Kulms sind. Für die tut es mir leid. Es sind fast 40.000 Menschen gekommen und dafür möchte ich allen danken. Der Kulm hat so eine Dimension erreicht, dass mir dieser Ausfall sehr unangenehm ist.“

Immerhin bekamen die vielen Zuschauer am Ende doch noch ihre Adler zu sehen.

"Das sind wir unseren Fans schuldig"

Deutsche, Norweger und natürlich die Österreicher lieferten sich zur Erheiterung des Publikums im Auslauf eine kleine Schneeballschlacht, danach wurden fleißig Autogramm geschrieben.

„Das sind wir unseren Fans schuldig. Wahnsinn, dass bei diesem Wetter so viele da sind“, lobt Tourneesieger Gregor Schlierenzauer die begeisterte Masse.

Die soll dann am Sonntag auch endlich weite Flüge zu Gesicht bekommen. Gewartet wurde schließlich schon genug.

Aus Bad Mitterndorf berichtet Kurt Vierthaler

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