Gruber: "Irgendwann kam dann der 'Pain Train'"

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Die Erleichterung war spürbar, der Druck fiel ab.

Bernhard Gruber startete mit einem Podestplatz in die Kombi-Saison 2012/13.

Rang drei zum Auftakt in Lillehammer nach solider Sprung- und toller Laufleistung - ein Einstand nach Maß. "Ich bin natürlich zufrieden", war dem 30-Jährigen die Freude sofort anzusehen.

Schon in der Vorbereitung hinterließ der Salzburger einen guten Eindruck, nun konnte er ihn im Wettkampf bestätigen.

Kein optimaler Sprung

Dabei lief nicht alles wie erhofft. "Der Sprung war nicht optimal, ich habe ein bisschen zu viel gewollt. Ich muss noch mehr Ruhe in meine Sprünge bringen."

Platz fünf zur Halbzeit sei jedoch angesichts der Sprung-Reserven eine gute Ausgangsposition gewesen. Auf der Loipe habe er schließlich seine Karten aufgedeckt.

"Dann kam der 'Pain Train'"

"Ich habe mich gut gefühlt, das Material war sensationell." Gleich zu Beginn sorgte Gruber für hohes Tempo, um es den Top-Läufern um Magnus Moan möglichst schwer zu machen, den Anschluss herzustellen.

"Irgendwann kam er dann aber, der 'Pain Train', wie wir ihn nennen", lacht der Routinier. "Das Tempo war sehr hoch, aber ich konnte es mitgehen. Hinten raus wurde es dann eng, die Hax'n sind zu schwer geworden."

Schlitzohr Lamy Chappuis

Nicht ganz unbeteiligt war Jason Lamy Chappuis, Kombi-Dominator der jüngeren Vergangenheit.

"Er hat dann im Anstieg zugemacht, so habe ich ein paar Meter verloren. Er ist eben ein Schlitzohr."

Lob an das Trainer-Team

Dank seiner Endschnelligkeit gelang es ihm, den dritten Rang abzusichern und im gesamten ÖSV-Team für Erleichterung zu sorgen.

Das Lob galt dabei nicht nur den Serviceleuten, sondern auch dem Trainerteam.

"(Co-Trainer) Thomas Baumann arbeitet sehr innovativ und bringt neue Sachen ein. Falko (Krismayr) leistet auch eine tolle Arbeit und Christoph Eugen sorgt für die Ruhe. Die drei sind eine tödliche Mischung für die Konkurrenz."

Podestplatz gibt Auftrieb

Das harte Training, das im ersten Bewerb gleich Früchte trug, soll auch am Sonntag für einen Spitzenplatz sorgen.

"Das gibt Auftrieb. Im Springen muss ich mehr aus den Beinen springen, aber das sollte ich hinkriegen." Die Konkurrenz dürfte gewarnt sein.

 

Aus Lillehammer berichtet Christoph Nister

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