"Fühle mich bereit für Schritt ganz oben aufs Podest"

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Der norwegische Langlauf-Superstar Petter Northug hat bei der am Donnerstag in Oberhof beginnenden Tour de Ski nach zuletzt drei zweiten Plätzen endlich den ersten Gesamtsieg im Visier.

Die schärfsten Rivalen des Olympiasiegers dürften der Schweizer Dario Cologna und der Tscheche Lukas Bauer sein. Beide haben die bisher fünfmal ausgetragene Tour bereits zweimal gewonnen. Neun Etappen stehen an vier Orten und in elf Tagen auf dem Programm.

Alle jagen Björgen

Bei den Frauen dürfte Saisondominatorin Marit Björgen kaum zu schlagen sein. Die norwegische Ski-Königin peilt wie Landsmann Northug ihren ersten Tour-Gesamtsieg an. Ihre härteste Gegnerin Justyna Kowalczyk aus Polen hat den Event in den beiden vergangenen Jahren für sich entschieden.

Österreich ist beim Saisonhöhepunkt, den die Tour de Ski in Ermangelung von WM oder Olympia darstellt, durch Katerina Smutna sowie Bernhard Tritscher, Harald Wurm, Johannes Dürr und Manuel Hirner vertreten.

"Will unbedingt gewinnen"

Die Augen richten sich aber auf Northug und Titelverteidiger Cologna, die auch im Gesamtweltcup voranliegen. 400 Weltcup-Punkte erhält der Sieger der Tour de Ski. Das ist aber für Northug nicht die Hauptmotivation.

"Ich will diesen Bewerb unbedingt gewinnen", erklärte der 25-Jährige, mit sechs Etappensiegen erfolgreichster Mann. "Diese Tour de Ski wird eine der härtesten, aber ich fühle mich bereit für den Schritt ganz oben auf das Podest."

Grande Finale auf Skipiste

Das Finale steigt am 8. Jänner mit einem Anstieg auf einer Skipiste der Alpe Cermis in Val die Fiemme. Davor sind Stationen in Oberhof, Oberstdorf und Toblach zu absolvieren.

Dort will sich auch Björgen den nötigen Vorsprung herauslaufen. Von der extrem steilen, neun Kilometer langen Schlussetappe könnten nämlich ihre Teamkolleginnen profitieren, darunter Leichtgewicht Terese Johaug. Northug droht zudem Gefahr von den Schweden.

Bescheidene ÖSV-Ziele

Die österreichischen Sprinter Smutna, Tritscher und Wurm planen vorerst bis Toblach. Smutna hat die Tour de Ski aber auch bereits zweimal in den Top 30 beendet - 2009 auf Rang 24, 2008 auf Rang 27.

"Die Distanzläufer Dürr und Hirner werden von Wettkampf zu Wettkampf schauen. Das Ziel sind aber Weltcup-Punkte", erklärte ÖSV-Co-Trainer Andreas Fuchs auf der Anreise nach Oberhof. Für den ersten Bewerb war in Thüringen Schneefall angesagt.

"Hoffe, richtige Form zu finden"

Einziger Österreicher in den Weltcup-Punkten ist bisher Tritscher. "Ich bin mit der Saison bisher noch nicht ganz zufrieden", gestand der Salzburger. "Ich hoffe aber, bei der Tour de Ski gleich im ersten Rennen meine richtige Form zu finden."

Der Prolog führt bei den Damen über 2,5, bei den Herren über 3,75 km. Neben den mehr als 60 (Damen) bzw. 110 (Herren) Gesamtkilometern haben die Athleten zwischen den vier Stationen auch fast 1.000 km im Auto zurückzulegen.

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