Stadlober beendet Tour de Ski auf Rang zehn

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Mit zwei norwegischen Doppelsiegen endete die diesjährige Tour de Ski.

Während bei den Herren Martin Johnsrud Sundby seinen Vorjahres-Truimph wiederholte, hat bei den Damen Marit Björgen erstmals das Event gewonnen.

Die sechsfache Olympiasiegerin kam am Sonntag als Erste auf der Alpe Cermis im italienischen Val di Fiemme an. Nach 33:27,5 Minuten für den neun Kilometer langen Anstieg der siebenten Etappe verwies sie ihre Teamkolleginnen Therese Johaug und Heidi Weng auf die Ehrenplätze. Teresa Stadlober wurde gute Zehnte.

Noch drei Plätze gutgemacht

Die 21-jährige Tochter von Österreichs Ex-Staffel-Weltmeister Alois Stadlober und der zweifachen Slalom-Weltcup-Gewinnerin Roswitha Steiner hatte bereits am Samstag mit Platz sechs im Massenstart-Bewerb über 10 km klassisch aufgezeigt.

Auf dem schweren Schlussstück verbesserte sich Stadlober vom 13. Gesamtrang aus noch in die Top Ten.

Komfortables Polster

Björgen erreichte indes ihr großes Ziel und hat nun alle großen Titel, die es im Langlauf zu gewinnen gibt, mindestens einmal gewonnen.

Neben ihren sechs Triumphen bei Olympia hält sie auch schon bei insgesamt zwölf WM-Titeln. Und den Gesamtweltcup wird die 34-Jährige heuer wohl zum vierten Mal gewinnen, denn ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Therese Johaug beträgt nach der Tour de Ski bereits 450 Zähler.

Souveräne Angelegenheit

Die ersten fünf von insgesamt sieben Tour-Etappen gewann Björgen heuer allesamt und stellte damit eine Bestmarke auf.

Schon nach dem Startwochenende in Oberstdorf hatte ihr Vorsprung auf die erste "Verfolgerin" mehr als eine Minute betragen. Das letzte Teilstück nahm Björgen dann sogar mit einem Polster von 2:11 Minuten in Angriff.

Ihr Triumph auf der Alpe Cermis geriet deshalb zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, auch wenn die als Dritte gestartete Johaug ihren Rückstand von annähernd drei Minuten fast halbierte.

Johaug wurde damit ihrem Ruf als Beste am Berg einmal mehr gerecht, feierte sie doch schon den sechsten Tagessieg hoch zur Alpe Cermis. In der Gesamtwertung verdrängte die 26-Jährige so ihre Teamkollegin Weng noch vom zweiten Platz.

Wieder Sundby

Bei den Herren distanzierte Sundby am Schlusstag auf die Alpe Cermis seinen Landmann Petter Northug um 34,5 Sekunden und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr.

Dritter nach den sieben Etappen wurde der Russe Jevgeny Belov (51,1).

Überragende Form

Der Erfolg von Sundby kam wenig überraschend.

Der 30-jährige Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison befindet sich wohl in der Form seines Lebens und beginnt langsam, seinem eher ungeliebten Teamkollegen Northug auch in der Gunst des Publikums den Rang abzulaufen.

Für Northug war es bei seiner neunten Tour de Ski bereits die sechste Podestplatzierung.

ÖSV-Läufer im Hinterfeld

Bernhard Tritscher beendete die Tour mit 11:25,2 Minuten Rückstand auf Platz 37, Max Hauke musste sich unter 46 Klassierten mit Rang 44 (15:06,5) begnügen.

Der Tagessieg ging übrigens an den Italiener Roland Clara, der die Gesamtwertung als Sechster beendete.

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