"Ein Fehler im Sprint kann immer passieren"

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Österreichs Biathleten haben sich am Donnerstag im ersten Weltcup-Bewerb nach der WM in Nove Mesto im Spitzenfeld positioniert.

Für einen Podestplatz reichte es beim Sprint in Oslo aber wie schon bei den Titelkämpfen in Tschechien knapp nicht. Ex-Weltmeister Dominik Landertinger lief als bester ÖSV-Athlet auf Rang vier.

Den Sieg holte sich Lokalmatador Tarjei Bö 0,1 Sekunden vor Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich.

"Fehler kann immer passieren"

Landertinger setzte den achten von zehn Schüssen daneben.

Am Ende fehlten dem 24-jährigen Tiroler 17,6 Sekunden auf Bö und 9,9 auf Platz drei, den sich der fehlerfreie Ukrainer Andrij Derysemlja sicherte.

"Ein Fehler im Sprint kann immer passieren. Am Ende habe ich das Podest wieder knapp verpasst. Das tut natürlich weh, aber ich bin mit dem vierten Platz trotzdem sehr zufrieden", betonte Landertinger.

Mannschaftlich stark

Zumal er sich damit auch eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag sicherte. In dieser Disziplin war Landertinger bei der WM vom 15. auf den fünften Rang vorgelaufen.

Mit Daniel Mesotitsch (0 Fehler) und Simon Eder (1) dürfen sich zwei weitere Österreicher Außenseiterchancen auf einen Podestplatz ausrechnen.

Das Duo landete mit 48,2 bzw. 52,4 Sekunden Rückstand auf den Rängen neun und elf. Für die Verfolgung qualifizierten sich auch Julian Eberhard (34./4 Fehler) und Fritz Pinter (42./3 Fehler).

Unterschiedliche Schwachstellen

Mesotitsch blieb fehlerfrei, war aber mit seiner Laufleistung nicht ganz zufrieden.

"Speziell zu Beginn habe ich mich sehr schwer getan. Im Verlauf des Rennens bin ich dann immer besser in Schwung gekommen", erklärte der Routinier.

Eder ließ bereits liegend eine Scheibe stehen. "Da ist etwas Wind aufgekommen. In der Loipe habe ich mich aber gut gefühlt. Läuferisch war es ein guter Einstieg ins letzte Weltcupdrittel", meinte der Salzburger.

Zweiter Sieg en suite

In diesem ist auch mit Bö zu rechnen.

Der 24-Jährige holte sich in Abwesenheit seines erkrankten Landsmannes Emil Hegle Svendsen nach WM-Gold im Massenstart mit fehlerfreier Schießleistung seinen zweiten Weltcup-Sieg in Folge.

Dabei hatte der Weltcup-Gesamtsieger von 2011 zu Saisonstart noch mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Bö war nach einer Atemwegserkrankung erst Anfang Jänner in Oberhof in den Weltcup eingestiegen.

Hundertstel-Fluch?

Weltcup-Dominator Fourcade, der einen Abstecher zu den Spezialisten bei der nordischen Ski-WM im Val di Fiemme ausgeschlagen hat, bewies einmal mehr seine überragende Laufform, musste sich nach zwei Fehlern aber mit dem knappsten aller Rückstande geschlagen geben.

In der WM-Verfolgung hatte sich der Franzose ebenso um 0,1 Sekunden einem anderen Norweger beugen müssen - Vierfach-Weltmeister Svendsen.

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