"Landi" und die verflixte Vier

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"Landi" und die verflixte Vier in Hochfilzen

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Die Zahl Vier verfolgt Dominik Landertinger beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen. Beim Staffelrennen am Samstag schrammte der Lokalmatador als Schlussläufer mit seinen Teamkollegen Daniel Mesotitsch, Simon Eder und Julian Eberhard um nur 2,6 Sekunden am Podest vorbei.

Seit vier Jahren konnte sich Österreich beim prestigeträchtigen Heimrennen im Pillerseetal nicht mehr über das Podium freuen.

  Zuletzt lachte Landertinger im Dezember 2010 als Zweiter mit seinen Kollegen vom Podest. Seitdem gab es für ihn in der Staffel auf seiner Heimloipe nur die Plätze fünf (2011) und vier (2012, 2013). Und auch am Freitag zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes fehlten Landertinger im Sprint 4,6 Sekunden auf Andreas Birnbacher - er wurde Vierter. "Zum Weinen ist ein vierter Platz sicherlich nicht, eher zum Lachen", sagte Landertinger, der bei den Spielen in Sotschi zuletzt mit der Staffel Bronze und im Sprint Silber gewonnen hatte.

Eder verfehlt viermal die Scheiben

Mesotitsch eröffnete vor 15.700 Zuschauern mit einem Nachlader im Liegendschießen und übergab mit einem Rückstand von 15,3 Sekunden Rückstand auf den Führenden Johannes Thingnes Bö (NOR) als Fünfter. Simon Eder hatte gleich vier Fehlschüsse.

"Ich habe mir durch die Nachlader das Leben schwer gemacht", wusste Eder, der aber in der Loipe nicht viel Zeit verlor und als Vierter übergab. "Wackelkandidat" Julian Eberhard traf stehend zweimal nicht, machte aber mit einer tollen Schlussrunde viel wieder gut und übergab ebenfalls als Vierter.

"Spannender gehts nicht"

Als Schlussläufer lieferte sich "Landi", der einmal nachladen musste, ein hartes Duell mit dem Deutschen Simon Schempp, den er erst im Zielsprint besiegen konnte.

Letztlich fehlten auf Norwegen nur 2,6 Sekunden, auch weil deren Schlussläufer Tarjei Bö beim letzten Schießen zitterte, dreimal nicht traf und knapp einer Strafrunde entging.

"Man sieht, welches hohe Niveau derzeit in der Spitze ist. Viel spannender geht's nicht", meinte Landertinger und hoffte, am Sonntag in der Verfolgung über 12,5 Kilometer den Fluch der verflixten Vier abzulegen.

Nur ein Fehlschuss

Den Sieg holte sich in überlegener Manier Russland. Maxim Tsvetkov, Timofey Lapshin, Dmitry Malyshko und Anton Shipulin gewannen in 1:16:14,8 Stunden.

Die Olympiasieger von Sotschi verzeichneten während des gesamten Wettkampfs nur einen Fehlschuss bei 39 Volltreffern.

Zweiter wurde Frankreich. Hinter den fünften Deutschen und den sechstplatzierten Kanadiern klaffte allerdings eine Riesenlücke von 2:24 Minuten.

ÖSV-Damen-Quartett im Schießen am besten

Bei den Damen bot die österreichische Staffel mit Lisa Theresa Hauser, Dunja Zdouc, Katharina Innerhofer und der jungen Christina Rieder eine hervorragende Schießleistung.

Mit nur fünf Fehlschüssen hatte das Quartett ebenso wie das italienische Team die wenigstens im 23 Staffeln großen Feld. Am Ende langte es für die Österreicherinnen, die nach der dritten Läuferin (Innerhofer) sogar auf Platz sieben lagen, mit einem Rückstand von 2:44,6 Minuten zum 13. Rang.

Alfred Eder darf jubeln

Einen emotionalen Triumph erlebte der Saalfeldner Alfred Eder (im LAOLA1-Gespräch). Der 60-Jährige war jahrelang Trainer im ÖSV-Team. Seit September ist er als Bundesheerangestellter in Hochfilzen karenziert und arbeitet bei den Weißrussen speziell als Betreuer von Superstar Darja Domratschewa (dreifache Olympiasiegerin).

Bei der Rückkehr in "seine Heimat" konnte er über einen zweiten Platz seiner weißrussischen Staffel (+21,1 Sekunden) jubeln.

Der Sieg ging in 1:11:40,4 Stunden an Deutschland (Luise Kummer, Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Franziska Preuss). Dritte wurde die tschechische Staffel (+22,2).

Der 22. Weltcup in Hochfilzen wird am Sonntag mit dem Verfolgungsrennen abgeschlossen. Bei den Damen (11.30 Uhr) sind für Österreich nur Hauser und Zdouc am Start. Bei den Herren (14.30) qualifizierten sich Landertinger, Mesotitsch, Eder und Julian Eberhard.

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