Der Bann ist gebrochen!

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Der Bann ist gebrochen: 1. Podestplatz für den ÖSV

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Aufatmen im Lager der ÖSV-Biathleten. In der Staffel in Antholz gelingt Österreich der erste Podestplatz der Saison.

In Abwesenheit von Christoph Sumann stürmt das Quartett Simon Eder, Tobias Eberhard, Daniel Mesotitsch und Dominik Landertinger mit nur neun Nachladern auf Rang drei.

Dabei hält Schlussläufer Landertinger den Russen Evgeny Ustyugov dank eines starken Antritts rund 300 Meter vor dem Ziel in Schach.

Auf die siegreiche Staffel Frankreichs (Beatrix, S. Fourcade, Boeuf, M. Fourcade), die sieben Nachlader benötigt, fehlen 41,7 Sekunden. Deutschland (1 Strafrunde, 9 Nachlader) landet auf Rang zwei (+ 12,0).

Massenstart an Domracheva

Darya Domracheva darf sich indes über ihren sechsten Weltcup-Sieg freuen.

Die Weißrussin, die nur beim ersten Liegendschießen zwei Scheiben verfehlt, ist die Schnellste in der Loipe und setzt sich im Massenstart von Antholz vor der Slowakin Anastasiya Kuzmina (1 Fehler/+ 25,2 Sekunden) durch.

Lena Neuner vergibt den Sieg mit zwei Fehlern im letzten Schießen und wird mit 32,1 Sekunden Rückstand Dritte.

Im Gesamtweltcup behält die Deutsche mit 696 Punkten die Führung, dahinter folgt Domracheva mit 639 Zählern.

Stimmen zur Staffel:

Simon Eder: "Liegend hatte ich einen super Rhythmus und auch das Stehend-Schießen war nahezu perfekt. Ich habe schon das Gewehr geschultert, als ich gesehen habe, dass die letzte Scheibe noch schwarz ist. Das hat die eine oder andere Sekunde gekostet. Läuferisch kann ich sagen, dass mir diese Bedingungen sicher entgegen kommen und die Ruhepause war natürlich auch nicht schlecht."        

Tobias Eberhard: "Das Liegend-Schießen war super und auch stehend habe ich sehr schnell begonnen. Die zwei Nachlader haben nicht allzu viel Zeit gekostet, das war absolut in Ordnung. Es freut mich, dass ich auf der Loipe mit Andi Birnbacher und Simon Fourcade mithalten konnte, die im Moment sicher zu den Stärksten zählen. Danke an das Serviceteam, ich hatte super Material." 

Daniel Mesotitsch: "Ich habe heute auf der Loipe viel riskiert und die hohe Belastung schon beim Liegend-Schießen gespürt. Stehend hat es mich dann ganz schön 'durchgebeutelt'. Gott sei Dank hatte ich schnelle Ski. Die letzte Runde war total am Anschlag. Die hätte ich um keine Hundertselsekunde schneller laufen können."    

Dominik Landertinger: "Ustyugov hat sich nach dem letzten Schießen im Windschatten herangesaugt. Ich dachte mir, wenn wir heute nur Vierter werden, dann schieß' ich mir ins Knie. Ich habe in der letzten Runde alles herausgeholt. 400 Meter vor dem Ziel habe ich attackiert, ich wollte es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen. Gott sei Dank hat die Kraft gereicht. Ich könnte weinen vor Freude."         

Rang Nation SR+NL* Zeit
1 Frankreich 0+7 1:12:14,7 h
2 Deutschland 1+9
  • 12,0
3 ÖSTERREICH 0+9
  • 41,7
4 Russland 1+12
  • 45,3
5 Schweden 1+11
  • 1:02,6
*SR = Strafrunden
*NL = Nachlader
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